Logischer Widerspruch Ein Leser warf dem MT in einem Leserbrief fehlende Objektivität vor, wenn es um die Berichterstattung rund um die Trassendiskussion für die ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke geht. Das sieht ein anderer Leser nicht so. Wieder einmal beklagt der Dauer-Leserbriefschreiber mangelnde Objektivität und einseitige Berichterstattung des MT in Sachen Bahnstrecken-Ausbau Hannover-Bielefeld. Vielleicht sollte er endlich einmal realisieren, dass es außer ihm nicht sehr viele Menschen und Institutionen hierzulande gibt, die eine 300-Stundenkilometer-Neubaustrecke quer durch die bereits stark durch Verkehrsstränge belastete Region befürworten. Logisch, dass von allen Seiten Widerspruch erfolgt und eine Lokalzeitung diese vielen Reaktionen auch entsprechend reflektiert!Ich rate dem Briefschreiber, sich die neue 123-seitige Studie des Ingenieurbüros Bahnzentrum anzuschauen (herunterzuladen unter www/widuland.de), die detailliert belegt, dass bei Modifizierung des bisher vorgegebenen Deutschlandtaktes und des „31-Minuten-Diktats“ des Gott sei Dank abgewählten Gespanns Scheuer/Ferlemann ein für Mensch, Natur, Klima, Bahnnutzer und (!) Anwohner gleichermaßen erträglicher Ausbau der Bestandsstrecke mit verhältnismäßig wenigen erforderlichen Neubau-Abschnitten machbar ist.Wie der leserbriefschreiber am Anfang ganz richtig bemerkt: "Der Nutzen der neuen Bahntrasse muss die dadurch ausgelöste Belastung von Menschen und Natur rechtfertigen." So ist es! Geschätzter Kostenaufwand Bestands-Ausbau versus aussichtsreichste Neubau-Variante 5: unter vier Milliarden gegenüber mindestens zehn Milliarden Euro - plus unkalkulierbare Verteuerungen (siehe Stuttgart 21). Allein nur für den Neubau 75 Prozent mehr Ausstoß von Klimagasen. 36 Prozent höhere Energiekosten bei Tempo 300 im Vergleich zu 250 Stundenkilometern. Weitgehende Vermeidung weiterer Zerschneidung von Landschafts-, Lebens- und Wirtschaftsräumen, schnellere Fertigstellung et cetera.Dem ist nichts hinzuzufügen! Ulrich Häger, Bückeburg

Logischer Widerspruch

Ein Leser warf dem MT in einem Leserbrief fehlende Objektivität vor, wenn es um die Berichterstattung rund um die Trassendiskussion für die ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke geht. Das sieht ein anderer Leser nicht so.

Wieder einmal beklagt der Dauer-Leserbriefschreiber mangelnde Objektivität und einseitige Berichterstattung des MT in Sachen Bahnstrecken-Ausbau Hannover-Bielefeld. Vielleicht sollte er endlich einmal realisieren, dass es außer ihm nicht sehr viele Menschen und Institutionen hierzulande gibt, die eine 300-Stundenkilometer-Neubaustrecke quer durch die bereits stark durch Verkehrsstränge belastete Region befürworten. Logisch, dass von allen Seiten Widerspruch erfolgt und eine Lokalzeitung diese vielen Reaktionen auch entsprechend reflektiert!

Ich rate dem Briefschreiber, sich die neue 123-seitige Studie des Ingenieurbüros Bahnzentrum anzuschauen (herunterzuladen unter www/widuland.de), die detailliert belegt, dass bei Modifizierung des bisher vorgegebenen Deutschlandtaktes und des „31-Minuten-Diktats“ des Gott sei Dank abgewählten Gespanns Scheuer/Ferlemann ein für Mensch, Natur, Klima, Bahnnutzer und (!) Anwohner gleichermaßen erträglicher Ausbau der Bestandsstrecke mit verhältnismäßig wenigen erforderlichen Neubau-Abschnitten machbar ist.

Wie der leserbriefschreiber am Anfang ganz richtig bemerkt: "Der Nutzen der neuen Bahntrasse muss die dadurch ausgelöste Belastung von Menschen und Natur rechtfertigen." So ist es! Geschätzter Kostenaufwand Bestands-Ausbau versus aussichtsreichste Neubau-Variante 5: unter vier Milliarden gegenüber mindestens zehn Milliarden Euro - plus unkalkulierbare Verteuerungen (siehe Stuttgart 21). Allein nur für den Neubau 75 Prozent mehr Ausstoß von Klimagasen. 36 Prozent höhere Energiekosten bei Tempo 300 im Vergleich zu 250 Stundenkilometern. Weitgehende Vermeidung weiterer Zerschneidung von Landschafts-, Lebens- und Wirtschaftsräumen, schnellere Fertigstellung et cetera.

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Ulrich Häger, Bückeburg

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