Lärm macht krank! Das Unternehmen Grohe plant ein Logistikzentrum in Porta Westfalica-Lerbeck. Die Pläne nahmen jüngst eine weitere Hürde im Planungsausschuss. Wie war das noch - Lärm macht krank? Wie lässt es sich sonst erklären, dass die Bewohner an den verkehrsstarken Straßen in Lerbeck (B482, L764 'Zur Porta' und Kirchweg) durch ununterbrochene Beschallung zu spät realisiert haben, dass nun auch noch ihre Ortsmitte an einen Großlogistiker 'verhökert' werden soll? Alle Verantwortlichen der Stadt Porta! Haben Sie jeden Anstand verloren, uns auch noch dieses 'Kuckucksei ins Nest zu legen'? Die Bevölkerung wird Jahre lang an dieser Großbaustelle stehen und nicht fassen können, wie ihr Lebensumfeld vernichtet wird! Aber dann ist es ja leider zu spät und sie und ihre Kinder haben auch noch die Folgen zu ertragen: Noch mehr Lärm und Emissionen! Wie sagt man da? „Pech gehabt!“ Es ist einzigartig,was hier durchgesetzt werden soll. Gigantische Logistikhallen gibt es in keiner Ortsmitte! Entlang der Autobahnen in Gewerbegebieten, Land auf - Land ab, sind ja inzwischen solche Großprojekte angesiedelt worden! Und wenn überhaupt - nur da gehören sie hin! Dort leben keine Menschen, die nach getaner Arbeit ihre verdiente Ruhe brauchen. Ruhe dient dazu, sich nach körperlicher oder geistiger, anstrengender Tätigkeit zu erholen. Darum sind Rückzugsorte ohne Lärm enorm wichtig für alle Menschen! Politiker aller Parteien: Kommt Eurer Verpflichtung nach, die Sorgen und Nöte Eurer Bürger ernst zu nehmen! Sonntagsreden und Absichtsbekundungen in Wahlprogrammen sind nichts wert, wenn verantwortliches Handeln fehlt! Es zeigt sich wieder einmal, wie tief Konzernmacht, Profitinteressen und Wirtschaftslobbyismus unsere Politik bestimmen. Das Vertrauen in unsere Demokratie wird dabei leichtfertig aufs Spiel gesetzt! Karin Dreier, Porta Westfalica

Lärm macht krank!

Das Unternehmen Grohe plant ein Logistikzentrum in Porta Westfalica-Lerbeck. Die Pläne nahmen jüngst eine weitere Hürde im Planungsausschuss.

Wie war das noch - Lärm macht krank? Wie lässt es sich sonst erklären, dass die Bewohner an den verkehrsstarken Straßen in Lerbeck (B482, L764 'Zur Porta' und Kirchweg) durch ununterbrochene Beschallung zu spät realisiert haben, dass nun auch noch ihre Ortsmitte an einen Großlogistiker 'verhökert' werden soll? Alle Verantwortlichen der Stadt Porta! Haben Sie jeden Anstand verloren, uns auch noch dieses 'Kuckucksei ins Nest zu legen'? Die Bevölkerung wird Jahre lang an dieser Großbaustelle stehen und nicht fassen können, wie ihr Lebensumfeld vernichtet wird! Aber dann ist es ja leider zu spät und sie und ihre Kinder haben auch noch die Folgen zu ertragen: Noch mehr Lärm und Emissionen! Wie sagt man da? „Pech gehabt!“ Es ist einzigartig,was hier durchgesetzt werden soll. Gigantische Logistikhallen gibt es in keiner Ortsmitte! Entlang der Autobahnen in Gewerbegebieten, Land auf - Land ab, sind ja inzwischen solche Großprojekte angesiedelt worden! Und wenn überhaupt - nur da gehören sie hin! Dort leben keine Menschen, die nach getaner Arbeit ihre verdiente Ruhe brauchen.

Ruhe dient dazu, sich nach körperlicher oder geistiger, anstrengender Tätigkeit zu erholen. Darum sind Rückzugsorte ohne Lärm enorm wichtig für alle Menschen! Politiker aller Parteien: Kommt Eurer Verpflichtung nach, die Sorgen und Nöte Eurer Bürger ernst zu nehmen! Sonntagsreden und Absichtsbekundungen in Wahlprogrammen sind nichts wert, wenn verantwortliches Handeln fehlt!

Es zeigt sich wieder einmal, wie tief Konzernmacht, Profitinteressen und Wirtschaftslobbyismus unsere Politik bestimmen. Das Vertrauen in unsere Demokratie wird dabei leichtfertig aufs Spiel gesetzt!

Karin Dreier, Porta Westfalica

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