Konkurrenzfähig bleiben Eine ICE-Neubaustrecke zwischen Bielefeld und Hannover soll die Fahrzeit zwischen beiden Städten auf rund 30 Minuten senken. Die Bürgerinitiative Bigtab ist gegen die mögliche Neubaustrecke. Dass die Bigtab und andere Neubautrassen-Gegner versuchen, den Menschen klar zu machen, dass unsere Heimat (fast) vollständig zerstört wird, geht ja wohl etwas zu weit. Klar ist auch, dass wir in der Region nichts davon haben, wenn die Strecke gebaut wird. Dafür freuen wir uns aber, wenn wir in 45 Minuten von Köln nach Frankfurt kommen, anstatt zwei Stunden über die Rheinschiene bummeln. Fakt ist: Die Bahn muss schneller werden, um konkurrenzfähig zu anderen Verkehrsmitteln zu bleiben oder zu werden. Das geht aber nicht, wenn die Züge vor jeder zweiten Kurve von 160 auf 120 Stundenkilometer abbremsen müssen. Die jetzige Strecke von Bielefeld nach Hannover, 110 Kilometer lang, hat nur etwa 33 Kilometer Schnellfahrstrecke für maximal 200 Stundenkilometer. Eine Neubaustrecke hätte etwa bei 96 Kilometern über 80 Kilometer, die dann mit 300 Stundenkilometern befahren werden könnten. Wenn man sich die Lage bei Google Earth einmal anschaut, würde eine solche Strecke weder Vlotho, Porta noch Bückeburg tangieren, sondern viel weiter südlich beziehungsweise östlich verlaufen. Mit Ausnahme von Brackwede/Milse würde kein einziger Ort direkt betroffen sein. Ab der A2 nördlich von Bad Salzuflen bis nach Hannover Herrenhausen müsste nicht mal ein einzelnstehender Hof abgerissen werden. Warum also sollte die Bahn in dichtbesiedelten Gebieten bauen, wenn es weiter östlich einfacher geht. Sinnlos halte ich die Varianten ab Bad Oeynhausen oder Porta abzuzweigen, um hinter Bückeburg wieder auf die alte Strecke zu kommen, das bringt keine besondere Zeitersparnis, da hierbei auch nur auf maximal 200 Stundenkilometer ausgebaut werden kann, da die dann noch vorhandenen Kurven nicht mehr zulassen. Karl-Heinz Schäfers, Porta Westfalica

Konkurrenzfähig bleiben

Eine ICE-Neubaustrecke zwischen Bielefeld und Hannover soll die Fahrzeit zwischen beiden Städten auf rund 30 Minuten senken. Die Bürgerinitiative Bigtab ist gegen die mögliche Neubaustrecke.

Dass die Bigtab und andere Neubautrassen-Gegner versuchen, den Menschen klar zu machen, dass unsere Heimat (fast) vollständig zerstört wird, geht ja wohl etwas zu weit.

Klar ist auch, dass wir in der Region nichts davon haben, wenn die Strecke gebaut wird. Dafür freuen wir uns aber, wenn wir in 45 Minuten von Köln nach Frankfurt kommen, anstatt zwei Stunden über die Rheinschiene bummeln.

Fakt ist: Die Bahn muss schneller werden, um konkurrenzfähig zu anderen Verkehrsmitteln zu bleiben oder zu werden. Das geht aber nicht, wenn die Züge vor jeder zweiten Kurve von 160 auf 120 Stundenkilometer abbremsen müssen. Die jetzige Strecke von Bielefeld nach Hannover, 110 Kilometer lang, hat nur etwa 33 Kilometer Schnellfahrstrecke für maximal 200 Stundenkilometer. Eine Neubaustrecke hätte etwa bei 96 Kilometern über 80 Kilometer, die dann mit 300 Stundenkilometern befahren werden könnten. Wenn man sich die Lage bei Google Earth einmal anschaut, würde eine solche Strecke weder Vlotho, Porta noch Bückeburg tangieren, sondern viel weiter südlich beziehungsweise östlich verlaufen. Mit Ausnahme von Brackwede/Milse würde kein einziger Ort direkt betroffen sein. Ab der A2 nördlich von Bad Salzuflen bis nach Hannover Herrenhausen müsste nicht mal ein einzelnstehender Hof abgerissen werden. Warum also sollte die Bahn in dichtbesiedelten Gebieten bauen, wenn es weiter östlich einfacher geht.

Sinnlos halte ich die Varianten ab Bad Oeynhausen oder Porta abzuzweigen, um hinter Bückeburg wieder auf die alte Strecke zu kommen, das bringt keine besondere Zeitersparnis, da hierbei auch nur auf maximal 200 Stundenkilometer ausgebaut werden kann, da die dann noch vorhandenen Kurven nicht mehr zulassen.

Karl-Heinz Schäfers, Porta Westfalica

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