Keine weitere Schulform! Die Stadt Minden plant eine neue Sekundarschule. Dazu läuft bald die Elternbefragung. Minden braucht keine weitere Schulform – Minden braucht keine Sekundarschule! Nach der Gründungswelle 2012 bis 2014 mit insgesamt 109 neuen Sekundarschulen ebbte der Wunsch der Eltern in NRW nach dieser Schulform ab. 2017 wurde NRW-weit noch eine neue Schule gegründet. Das die Erwartungen der früheren Landesregierungen nicht erfüllt wurden, ist daran zu erkennen, dass Standorte in Höxter, Paderborn und Bielefeld zunehmend vor Problemen stehen. Die Info-Veranstaltung für Eltern habe ich mir in der Primusschule in Dankersen angehört. In Minden gibt es drei Gymnasien, zwei Realschulen, eine Gesamtschule, die Primusschule , die Freie Evangelische Schule in Minderheide und die Freie Waldorfschule in Haddenhausen. In einer Präsentation sowie einem Infoheft und Musikvideo wurde den Eltern der „Geist der neuen Sekundarschule “ mit dem Standort Häverstädt vorgestellt. Die Kinder werden nach dem Schulstart 2021 aber die ersten zwei Jahre im „Haus der Bildung“ am Königswall untergebracht sein. Ein Schelm, wer glaubt, dass nach einem möglichen Gründungsbeschluss diese neue Schule in zwei Jahren in Häverstädt starten wird. Im Musikvideo heißt es „… Bewährtes bleibt bestehen …“. Warum wird das neue Gebäude dann nicht für die Käthe-Kollwitz-Realschule in Häverstädt errichtet? Die Schule hatte dort schon ihren Standort. Weitere Fragen: Woher kommen zusätzlichen Lehrer; Klassengrößen von über 25 Kindern; was geschieht, wenn nach Jahren die Dreizügigkeit nicht mehr gegeben ist? Meine Anregung an die Entscheider in der Stadt Minden: Geben Sie der Käthe-Kollwitz-Realschule die baulichen und materiellen Mittel, dann wird dort die Realschule genau die Ziele erreichen, die mit der Neugründung der Sekundarschule erreicht werden sollen. Die Realschule wird von den Eltern und von der Wirtschaft gewünscht. Die Abschlüsse und Leistungen sind einschätzbar. Fast flehentlich wurden die Eltern am Infoabend gebeten, ihre Zustimmung zur Neugründung der Sekundarschule zu geben, auch wenn sie ihr Kind dort nicht anmelden würden. Dieter von Otte, Minden

Keine weitere Schulform!

Die Stadt Minden plant eine neue Sekundarschule. Dazu läuft bald die Elternbefragung.

Minden braucht keine weitere Schulform – Minden braucht keine Sekundarschule!

Nach der Gründungswelle 2012 bis 2014 mit insgesamt 109 neuen Sekundarschulen ebbte der Wunsch der Eltern in NRW nach dieser Schulform ab. 2017 wurde NRW-weit noch eine neue Schule gegründet. Das die Erwartungen der früheren Landesregierungen nicht erfüllt wurden, ist daran zu erkennen, dass Standorte in Höxter, Paderborn und Bielefeld zunehmend vor Problemen stehen.

Die Info-Veranstaltung für Eltern habe ich mir in der Primusschule in Dankersen angehört. In Minden gibt es drei Gymnasien, zwei Realschulen, eine Gesamtschule, die Primusschule , die Freie Evangelische Schule in Minderheide und die Freie Waldorfschule in Haddenhausen.

In einer Präsentation sowie einem Infoheft und Musikvideo wurde den Eltern der „Geist der neuen Sekundarschule “ mit dem Standort Häverstädt vorgestellt. Die Kinder werden nach dem Schulstart 2021 aber die ersten zwei Jahre im „Haus der Bildung“ am Königswall untergebracht sein. Ein Schelm, wer glaubt, dass nach einem möglichen Gründungsbeschluss diese neue Schule in zwei Jahren in Häverstädt starten wird. Im Musikvideo heißt es „… Bewährtes bleibt bestehen …“. Warum wird das neue Gebäude dann nicht für die Käthe-Kollwitz-Realschule in Häverstädt errichtet? Die Schule hatte dort schon ihren Standort. Weitere Fragen: Woher kommen zusätzlichen Lehrer; Klassengrößen von über 25 Kindern; was geschieht, wenn nach Jahren die Dreizügigkeit nicht mehr gegeben ist?

Meine Anregung an die Entscheider in der Stadt Minden: Geben Sie der Käthe-Kollwitz-Realschule die baulichen und materiellen Mittel, dann wird dort die Realschule genau die Ziele erreichen, die mit der Neugründung der Sekundarschule erreicht werden sollen. Die Realschule wird von den Eltern und von der Wirtschaft gewünscht. Die Abschlüsse und Leistungen sind einschätzbar.

Fast flehentlich wurden die Eltern am Infoabend gebeten, ihre Zustimmung zur Neugründung der Sekundarschule zu geben, auch wenn sie ihr Kind dort nicht anmelden würden.

Dieter von Otte, Minden

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