Investition rechnet sich nicht Betr.: Zum Standort Regioport, MT vom 22.Februar Seit Bekanntwerden des Standortes im Bereich der Aue in Cammer sträuben sich mir die Haare gegen das geplante Projekt Regioport. Zum einen erkläre ich mich solidarisch mit den Anwohnern, deren Lebensqualität eingeschränkt würde. Andererseits lese ich im MT von den mittlerweile auf 24000 Euro gekletterten öffentlichen Schulden pro Bürger. Und nun wollen wir diese Schuldenlast durch ein Millionengrab noch erhöhen.Ich bin überzeugt, dass sich eine derartige Investition niemals rechnet, denn auf die derzeitige Konjunktur folgt unweigerlich die nächste Rezession. Grundsätzlich begrüße ich einen neuen Hafen in erreichbarer Nähe, aber er muss bezahlbar sein.Wurden denn überhaupt weitere Standorte geprüft? Ich könnte mir vorstellen, dass der Hafen Berenbusch durchaus geeignet wäre, wenn er mit deutlich niedrigeren Kosten für den Containerumschlag ausgebaut würde. Die Straßenanbindung zur B 482 wäre mit dem Schaumburger Weg dann sogar kürzer als zur Cammer Straße.Und eine Schienenanbindung ist bereits vorhanden, denn das brombeerüberwachsene Anschlussgleis zum Bahnhof Minden braucht nur reaktiviert zu werden, während ein Anschluss an die auf hohem Damm liegende Nienburger Strecke kaum möglich ist. Nur scheint mir das Problem auf politischer Ebene zu liegen, denn der Hafen Berenbusch liegt hinter dem Sperrtor und gehört damit zu Niedersachsen.Wilfried Rettig, MindenWilfried.rettig@gmx.de

Investition rechnet sich nicht

Betr.: Zum Standort Regioport, MT vom 22.Februar

Seit Bekanntwerden des Standortes im Bereich der Aue in Cammer sträuben sich mir die Haare gegen das geplante Projekt Regioport. Zum einen erkläre ich mich solidarisch mit den Anwohnern, deren Lebensqualität eingeschränkt würde. Andererseits lese ich im MT von den mittlerweile auf 24000 Euro gekletterten öffentlichen Schulden pro Bürger. Und nun wollen wir diese Schuldenlast durch ein Millionengrab noch erhöhen.

Ich bin überzeugt, dass sich eine derartige Investition niemals rechnet, denn auf die derzeitige Konjunktur folgt unweigerlich die nächste Rezession. Grundsätzlich begrüße ich einen neuen Hafen in erreichbarer Nähe, aber er muss bezahlbar sein.

Wurden denn überhaupt weitere Standorte geprüft? Ich könnte mir vorstellen, dass der Hafen Berenbusch durchaus geeignet wäre, wenn er mit deutlich niedrigeren Kosten für den Containerumschlag ausgebaut würde. Die Straßenanbindung zur B 482 wäre mit dem Schaumburger Weg dann sogar kürzer als zur Cammer Straße.

Und eine Schienenanbindung ist bereits vorhanden, denn das brombeerüberwachsene Anschlussgleis zum Bahnhof Minden braucht nur reaktiviert zu werden, während ein Anschluss an die auf hohem Damm liegende Nienburger Strecke kaum möglich ist. Nur scheint mir das Problem auf politischer Ebene zu liegen, denn der Hafen Berenbusch liegt hinter dem Sperrtor und gehört damit zu Niedersachsen.

Wilfried Rettig, Minden

Wilfried.rettig@gmx.de

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