In letzter Konsequenz unchristlich Ein Leser beschäftigt sich mit der Ablehnung einer Impfung aus religiösen Gründen. Im einem MT-Beitrag konnte man lesen, dass sich in der Gemeinde Espelkamp viele Bürger aus religiösen Gründen nicht impfen lassen, „da eine Erkrankung Gottes Wille ist“. Kann das sein? Gehen wir der Sache mal auf den Grund. Christus hat ja bekanntlich viele Kranke geheilt. Aber fast jedem sagte er im Anschluss daran: „Gehe hin und sündige nicht mehr.“ Die Botschaft ist klar: Wir sollen alles unterlassen, was uns krank macht und uns gesund erhalten. Das schließt auch Besuche beim Arzt mit ein. Christus war auch der Meinung, dass wir der Obrigkeit untertan sein sollen. Handeln wir also in seinem Sinne, indem wir Impfaufforderungen unserer Regierung ignorieren? Denn das würde ja bedeuten, dass im Falle einer Ansteckung – die sich durch Impfung hätte vermeiden lassen – die ärztlichen Behandlungskosten auf andere Beitragszahler abgewälzt werden. Dies aber ist eine egoistische Handlungsweise und damit in letzter Konsequenz unchristlich! Klaus Scherzberg, Petershagen

In letzter Konsequenz unchristlich

Ein Leser beschäftigt sich mit der Ablehnung einer Impfung aus religiösen Gründen.

Im einem MT-Beitrag konnte man lesen, dass sich in der Gemeinde Espelkamp viele Bürger aus religiösen Gründen nicht impfen lassen, „da eine Erkrankung Gottes Wille ist“. Kann das sein? Gehen wir der Sache mal auf den Grund. Christus hat ja bekanntlich viele Kranke geheilt. Aber fast jedem sagte er im Anschluss daran: „Gehe hin und sündige nicht mehr.“ Die Botschaft ist klar: Wir sollen alles unterlassen, was uns krank macht und uns gesund erhalten. Das schließt auch Besuche beim Arzt mit ein.

Christus war auch der Meinung, dass wir der Obrigkeit untertan sein sollen. Handeln wir also in seinem Sinne, indem wir Impfaufforderungen unserer Regierung ignorieren? Denn das würde ja bedeuten, dass im Falle einer Ansteckung – die sich durch Impfung hätte vermeiden lassen – die ärztlichen Behandlungskosten auf andere Beitragszahler abgewälzt werden. Dies aber ist eine egoistische Handlungsweise und damit in letzter Konsequenz unchristlich!

Klaus Scherzberg, Petershagen

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