Grund zur Freude Ein Leser freut sich darüber, dass seit dem 31. Mai der Wechselunterricht an Schulen aufgehoben wurde und nun wieder im ganzen Klassenverband unterrichtet wird. Seit ein paar Tagen ist es klar, die nicht nur aus meiner Sicht wichtigste Aufhebung einer „Corona-Schutzmaßnahme“ steht an und die Schulen öffnen wieder für täglichen Präsenzunterricht im Klassenverband. Darüber noch nicht ganz zu Ende gefreut, las ich dann die Seite drei der Samstagsausgabe des MT, auf der Sorgen, Ängste und Mahnungen zur Vorsicht in fünf Spalten dargeboten wurden. Auch ich habe es mittlerweile gelernt, schmunzelnd zu ertragen, dass die Virologen (und Biologen) dieses Landes (und dieses Kreises) sich immer noch einer gewissen angstliebenden Anhängerschaft erfreuen und diese Angst auch gerne in der Berichterstattung über dieses omnipräsente Thema zu lesen ist. Aber ein klein wenig vermisst habe ich auf der Seite drei schon die Freude darüber, dass Kinder nun wieder viele Kinder treffen dürfen. Dass sich Klassenverbände nach langer Zeit wieder gemeinsam sehen und sich ganz ungeniert freuen und herzen werden. Dieses mediale Vakuum füllte dann aber meine bald neunjährige Tochter, die sich nun schon das ganze Wochenende auf den Montag freute und dies auch immer wieder mit strahlendem Gesicht kundtat. Das rührt mich sehr und ich verstand sie auch so gut. Den Mut und die Fähigkeit sich unbändig zu freuen, andere Menschen zu treffen, sollten wir Erwachsenen uns ein wenig mehr von den Kindern abschauen, finde ich. Und vielleicht schaffen wir es ja sogar, den Kindern am Montagmorgen keinerlei angsterfüllte Abstands- und andere Regeln mit auf den Weg zu geben, sondern sie sich einfach mal bedingungslos freuen und sich wiedersehen lassen. Ralf Biere, Minden

Grund zur Freude

Ein Leser freut sich darüber, dass seit dem 31. Mai der Wechselunterricht an Schulen aufgehoben wurde und nun wieder im ganzen Klassenverband unterrichtet wird.

Seit ein paar Tagen ist es klar, die nicht nur aus meiner Sicht wichtigste Aufhebung einer „Corona-Schutzmaßnahme“ steht an und die Schulen öffnen wieder für täglichen Präsenzunterricht im Klassenverband. Darüber noch nicht ganz zu Ende gefreut, las ich dann die Seite drei der Samstagsausgabe des MT, auf der Sorgen, Ängste und Mahnungen zur Vorsicht in fünf Spalten dargeboten wurden.

Auch ich habe es mittlerweile gelernt, schmunzelnd zu ertragen, dass die Virologen (und Biologen) dieses Landes (und dieses Kreises) sich immer noch einer gewissen angstliebenden Anhängerschaft erfreuen und diese Angst auch gerne in der Berichterstattung über dieses omnipräsente Thema zu lesen ist. Aber ein klein wenig vermisst habe ich auf der Seite drei schon die Freude darüber, dass Kinder nun wieder viele Kinder treffen dürfen. Dass sich Klassenverbände nach langer Zeit wieder gemeinsam sehen und sich ganz ungeniert freuen und herzen werden. Dieses mediale Vakuum füllte dann aber meine bald neunjährige Tochter, die sich nun schon das ganze Wochenende auf den Montag freute und dies auch immer wieder mit strahlendem Gesicht kundtat. Das rührt mich sehr und ich verstand sie auch so gut.

Den Mut und die Fähigkeit sich unbändig zu freuen, andere Menschen zu treffen, sollten wir Erwachsenen uns ein wenig mehr von den Kindern abschauen, finde ich. Und vielleicht schaffen wir es ja sogar, den Kindern am Montagmorgen keinerlei angsterfüllte Abstands- und andere Regeln mit auf den Weg zu geben, sondern sie sich einfach mal bedingungslos freuen und sich wiedersehen lassen.

Ralf Biere, Minden

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