Geschmäckle inklusive Der Mindener Ausschuss für Städtebau entschied mit Mehrheit, dass die Firma Bautec in den kommenden zwölf Monaten ihre Pläne für das Rampenloch weiter verfeinern soll. Dann soll der Hauptausschuss entscheiden, ob die Stadt das Areal an Bautec verkauft, damit hier Wohnraum entstehen kann. Quartiere einer Stadt, besonders in Minden, müssen weiterentwickelt werden. So auch das Rampenloch. Wo liegen die Bedarfe unserer Stadt? In bezahlbarem Wohnraum, denn gewerbliche Leerstände haben wir nun wirklich genug. Bis hierhin herrscht Konsens. Spätestens ab hier endet der dann, wenn man sich die Merkwürdigkeiten - bei Facebook nannte das jemand schon Sauereien - des Vergabeverfahrens Rampenloch anschaut. Man stellt das Bewertungsschema für die Vorschläge der Entwickler so auf, dass den Zuschlag nur eine Firma bekommen kann, bei der eine SPD-Ratsfrau als leitende Architektin fungiert. Preiswerten Wohnraum will man nun gar nicht bauen, sondern hochpreisigen und um das Geschmäckle noch größer zu machen, schiebt man genau dieser Firma das Grundstück für 500.000 Euro unter Buchwert, also zum Nachteil der Mindener Steuerzahlers, zu. Da der Gestank des Prozederes von einigen Ratsmitgliedern bemerkt wird, peitscht der Ausschussvorsitzenden Luckner das mit bewährtem Abwürgen der Diskussionszeit ("Maximal fünf Minuten.") durch den Ausschuss. Die Krone setzt dann der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Kock dem Ganzen auf, indem er den Chefredakteur des MTs nach sachlicher Berichterstattung bei Facebook frontal angreift im Stil eines wütenden, weil erwischten Pennälers. Lebt er noch in der Zeit, als sich das MT eventuell zum SPD-Hofberichterstatter verbiegen lies? Liebe Ratsmitglieder, stellt alles auf null und gebt einmal zu, ihr habt es vergeigt. Noch könnt ihr das Projekt Rampenloch im Sinne der Mindener Bürger und nicht im Sinne schon bereitstehender Investoren retten. Fritz Pucher, Minden

Geschmäckle inklusive

Der Mindener Ausschuss für Städtebau entschied mit Mehrheit, dass die Firma Bautec in den kommenden zwölf Monaten ihre Pläne für das Rampenloch weiter verfeinern soll. Dann soll der Hauptausschuss entscheiden, ob die Stadt das Areal an Bautec verkauft, damit hier Wohnraum entstehen kann.

Quartiere einer Stadt, besonders in Minden, müssen weiterentwickelt werden. So auch das Rampenloch. Wo liegen die Bedarfe unserer Stadt? In bezahlbarem Wohnraum, denn gewerbliche Leerstände haben wir nun wirklich genug. Bis hierhin herrscht Konsens.

Spätestens ab hier endet der dann, wenn man sich die Merkwürdigkeiten - bei Facebook nannte das jemand schon Sauereien - des Vergabeverfahrens Rampenloch anschaut. Man stellt das Bewertungsschema für die Vorschläge der Entwickler so auf, dass den Zuschlag nur eine Firma bekommen kann, bei der eine SPD-Ratsfrau als leitende Architektin fungiert.

Preiswerten Wohnraum will man nun gar nicht bauen, sondern hochpreisigen und um das Geschmäckle noch größer zu machen, schiebt man genau dieser Firma das Grundstück für 500.000 Euro unter Buchwert, also zum Nachteil der Mindener Steuerzahlers, zu.

Da der Gestank des Prozederes von einigen Ratsmitgliedern bemerkt wird, peitscht der Ausschussvorsitzenden Luckner das mit bewährtem Abwürgen der Diskussionszeit ("Maximal fünf Minuten.") durch den Ausschuss.

Die Krone setzt dann der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Kock dem Ganzen auf, indem er den Chefredakteur des MTs nach sachlicher Berichterstattung bei Facebook frontal angreift im Stil eines wütenden, weil erwischten Pennälers. Lebt er noch in der Zeit, als sich das MT eventuell zum SPD-Hofberichterstatter verbiegen lies?

Liebe Ratsmitglieder, stellt alles auf null und gebt einmal zu, ihr habt es vergeigt. Noch könnt ihr das Projekt Rampenloch im Sinne der Mindener Bürger und nicht im Sinne schon bereitstehender Investoren retten.

Fritz Pucher, Minden

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