Geradezu kriminelles Verhalten Antibiotika zählen zu den wichtigsten Medikamenten. Doch deren Wirksamkeit sinkt, unter anderem wegen eines breitgestreuten Einsatzes in der Tiermast. Eine Leserin ist schockiert. Unfassbar was der Tierarzt Rupert Ebner berichtet über die Zustände, welche in der Tier-Massen-Mast herrschen. Nicht nur, dass hier Tiere benutzt, zur Profitmaximierung bzw. auf übelste Art und Weise behandelt werden, als seien sie schlicht gefühllose Produkte. Sondern keiner kann dem Einhalt gebieten, nicht mal das zuständige Landwirtschaftsministerium. Kein Empörungsaufschrei seitens des Gesundheitsministeriums bezüglich eines Medikamentenmissbrauchs. Wut vermischt sich mit blankem Entsetzen: "Die Kontrollmacht" sei überfordert, lese ich und dass sich diese mächtigen Lobbyisten erfolgreich über bestehende Gesetze hinwegsetzen können. Und zu allem Überfluss erwecken sie nach außen hin, völlig korrekt zu handeln. Für meine Begriffe ist es geradezu kriminell, ein wichtiges, lebensrettendes Medikament (Antibiotika) durch solch massenhafte Anwendung unwirksam zu machen und obendrein sämtliche Rückstände achtlos zu entsorgen auf Feldern und Äckern und obendrein damit unser Grundwasser über Gebühr zu belasten. Der aufgeklärte Verbraucher aber schaut genau hin, welches Fleisch er kauft und im Restaurant studiert er die Speisekarte, ob dort vermerkt, woher das Tier stammt dessen Fleisch angeboten. Bleibt noch die Frage: Was ist mit dem Export? Auch wenn ich nicht wirklich weiß, wohin ein Tier bzw. dessen Fleisch exportiert wird, kann ich mich dennoch entscheiden, statt zu verdrängen, zu handeln, indem ich bewusst da einkaufe, wo Produkte angeboten werden aus einer artgerechten Haltung. Galen Scheidler, Graal-Müritz

Geradezu kriminelles Verhalten

Antibiotika zählen zu den wichtigsten Medikamenten. Doch deren Wirksamkeit sinkt, unter anderem wegen eines breitgestreuten Einsatzes in der Tiermast. Eine Leserin ist schockiert.

Unfassbar was der Tierarzt Rupert Ebner berichtet über die Zustände, welche in der Tier-Massen-Mast herrschen. Nicht nur, dass hier Tiere benutzt, zur Profitmaximierung bzw. auf übelste Art und Weise behandelt werden, als seien sie schlicht gefühllose Produkte. Sondern keiner kann dem Einhalt gebieten, nicht mal das zuständige Landwirtschaftsministerium. Kein Empörungsaufschrei seitens des Gesundheitsministeriums bezüglich eines Medikamentenmissbrauchs. Wut vermischt sich mit blankem Entsetzen: "Die Kontrollmacht" sei überfordert, lese ich und dass sich diese mächtigen Lobbyisten erfolgreich über bestehende Gesetze hinwegsetzen können. Und zu allem Überfluss erwecken sie nach außen hin, völlig korrekt zu handeln.

Für meine Begriffe ist es geradezu kriminell, ein wichtiges, lebensrettendes Medikament (Antibiotika) durch solch massenhafte Anwendung unwirksam zu machen und obendrein sämtliche Rückstände achtlos zu entsorgen auf Feldern und Äckern und obendrein damit unser Grundwasser über Gebühr zu belasten. Der aufgeklärte Verbraucher aber schaut genau hin, welches Fleisch er kauft und im Restaurant studiert er die Speisekarte, ob dort vermerkt, woher das Tier stammt dessen Fleisch angeboten. Bleibt noch die Frage: Was ist mit dem Export? Auch wenn ich nicht wirklich weiß, wohin ein Tier bzw. dessen Fleisch exportiert wird, kann ich mich dennoch entscheiden, statt zu verdrängen, zu handeln, indem ich bewusst da einkaufe, wo Produkte angeboten werden aus einer artgerechten Haltung.

Galen Scheidler, Graal-Müritz

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