Gemischte Gefühle Das Mindener Rampenloch soll umgestaltet werden. Zurzeit arbeiten drei Architekturbüros an möglichen Konzepten. Als Portaner blickt man leider stets mit gemischten Gefühlen nach Minden. Man würde sich eigentlich eine Nachbarstadt wünschen, die nur so brummt vor Geschäftigkeit und Vergnügen. Doch was man sieht, nimmt immer mehr die Züge einer Geisterstadt an. Da muss man Stadthalle oder Obermarktpassage gar nicht bemühen – der Blick auf Leerstände und Brachen reicht auch so. Kehrtwende? Klar, die Chancen wären ja da. Beispiel Rampenloch: mitten im Herzen der Altstadt, aus der Innenstadt schnell zu Fuß erreichbar, mit historischem Flair. Was könnte sich hier für quirliges Leben ausbreiten! Kunst, Kultur, Cafés … Junges Gewerbe und junge Menschen auf geschichtsträchtigem Pflaster. Man müsste es einfach nur wollen! Doch die Stadtoberen haben sich offenbar in den Kopf gesetzt, diesen historisch einzigartigen Ort künftig quasi „unsichtbar“ zu machen – in einem profillosen Wohnquartier. Schade, wenn es wirklich so käme. Einziges Glück: Wir Portaner haben noch mehr Nachbarstädte – und die handeln klüger. Marc Lehwald, Porta Westfalica

Gemischte Gefühle

Das Mindener Rampenloch soll umgestaltet werden. Zurzeit arbeiten drei Architekturbüros an möglichen Konzepten.

Als Portaner blickt man leider stets mit gemischten Gefühlen nach Minden. Man würde sich eigentlich eine Nachbarstadt wünschen, die nur so brummt vor Geschäftigkeit und Vergnügen. Doch was man sieht, nimmt immer mehr die Züge einer Geisterstadt an. Da muss man Stadthalle oder Obermarktpassage gar nicht bemühen – der Blick auf Leerstände und Brachen reicht auch so. Kehrtwende? Klar, die Chancen wären ja da. Beispiel Rampenloch: mitten im Herzen der Altstadt, aus der Innenstadt schnell zu Fuß erreichbar, mit historischem Flair. Was könnte sich hier für quirliges Leben ausbreiten! Kunst, Kultur, Cafés … Junges Gewerbe und junge Menschen auf geschichtsträchtigem Pflaster. Man müsste es einfach nur wollen! Doch die Stadtoberen haben sich offenbar in den Kopf gesetzt, diesen historisch einzigartigen Ort künftig quasi „unsichtbar“ zu machen – in einem profillosen Wohnquartier. Schade, wenn es wirklich so käme. Einziges Glück: Wir Portaner haben noch mehr Nachbarstädte – und die handeln klüger.

Marc Lehwald, Porta Westfalica

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