Freiheiten respektieren In einem Leserbrief machte sich dessen Verfasser Gedanken um die Zukunft des Motorradfahrens in Deutschland. Motorradlärm beschäftigte in diesem Jahr bereits einmal den Bundestag, als die Partei Bündnis 90/Die Grüne einen Antrag zur „Initiative zur Minderung und Kontrolle von Motorradlärm“ stellte. Nach dem Lesen der Zeilen zum Thema „Motorradlärm in Deutschland“ war ich doch sehr erstaunt, wie leichtfertig und egoistisch manche Mitmenschen über bestimmte Themen denken. Wenn gewisse Leute ihre Freizeit mit Motorradfahren verbringen möchten und dabei ein erhebendes Gefühl der Freiheit und Grenzenlosigkeit empfinden, ist das vollkommen in Ordnung und wird von den meisten der Nichtmotorradfahrer wohl auch toleriert. Doch wenn diese sogenannte Freiheit auf der anderen Seite zu krank machenden Belastungen anderer Menschen führt, kann das nicht akzeptiert werden. Wenn das „freie Leben“, wie der Leserbriefschreiber es nennt, unter anderem darin besteht, mit hoch frisierten Motorrädern raketengleich durch Gebiete zu rasen, wo anderen Mitmenschen ihre wohlverdiente Ruhe suchen, ist das an Intoleranz und Egoismus kaum zu übertreffen. Ich weiß, wovon ich rede, leben wir doch in Lerbeck, circa 50 Meter von der B482 entfernt! Wohl wissend, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen sowieso von den Meisten nicht akzeptiert werden. Gehört das auch zu der sogenannten Freiheit? Es ist ebenso bekannt, dass der größte Teil der Biker sich an die Regeln hält. Sie müssen jetzt leider „die Suppe mit auslöffeln“, die ihnen die „schwarzen Schafe“ ihrer Zunft eingebrockt haben. In diesem Zusammenhang wird auch noch in platter Weise die Bundesregierung angeprangert, die sich jetzt wiederholt für den Schutz der durch Motorradlärm geplagten Mitbürger einsetzen will. Und das machen die Politiker natürlich nur, weil sie den armen Motorradfahrern durch bestimmte Maßnahmen den Spaß vermiesen und das bisher gekannte „freie Leben“ nehmen wollen. Freiheit ist immer auch die Freiheit der anderen! Rüdiger Dreier, Porta Westfalica

Freiheiten respektieren

In einem Leserbrief machte sich dessen Verfasser Gedanken um die Zukunft des Motorradfahrens in Deutschland. Motorradlärm beschäftigte in diesem Jahr bereits einmal den Bundestag, als die Partei Bündnis 90/Die Grüne einen Antrag zur „Initiative zur Minderung und Kontrolle von Motorradlärm“ stellte.

Nach dem Lesen der Zeilen zum Thema „Motorradlärm in Deutschland“ war ich doch sehr erstaunt, wie leichtfertig und egoistisch manche Mitmenschen über bestimmte Themen denken. Wenn gewisse Leute ihre Freizeit mit Motorradfahren verbringen möchten und dabei ein erhebendes Gefühl der Freiheit und Grenzenlosigkeit empfinden, ist das vollkommen in Ordnung und wird von den meisten der Nichtmotorradfahrer wohl auch toleriert.

Doch wenn diese sogenannte Freiheit auf der anderen Seite zu krank machenden Belastungen anderer Menschen führt, kann das nicht akzeptiert werden. Wenn das „freie Leben“, wie der Leserbriefschreiber es nennt, unter anderem darin besteht, mit hoch frisierten Motorrädern raketengleich durch Gebiete zu rasen, wo anderen Mitmenschen ihre wohlverdiente Ruhe suchen, ist das an Intoleranz und Egoismus kaum zu übertreffen. Ich weiß, wovon ich rede, leben wir doch in Lerbeck, circa 50 Meter von der B482 entfernt! Wohl wissend, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen sowieso von den Meisten nicht akzeptiert werden. Gehört das auch zu der sogenannten Freiheit? Es ist ebenso bekannt, dass der größte Teil der Biker sich an die Regeln hält. Sie müssen jetzt leider „die Suppe mit auslöffeln“, die ihnen die „schwarzen Schafe“ ihrer Zunft eingebrockt haben.

In diesem Zusammenhang wird auch noch in platter Weise die Bundesregierung angeprangert, die sich jetzt wiederholt für den Schutz der durch Motorradlärm geplagten Mitbürger einsetzen will. Und das machen die Politiker natürlich nur, weil sie den armen Motorradfahrern durch bestimmte Maßnahmen den Spaß vermiesen und das bisher gekannte „freie Leben“ nehmen wollen. Freiheit ist immer auch die Freiheit der anderen!

Rüdiger Dreier, Porta Westfalica

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