Freie Entscheidungen treffen Eigentlich kann jeder Fragen und Anregungen an die Politik stellen. Das tun aber nur wenige – auch, weil viele gar nicht wissen, dass das geht. Da ich zu den Bürgern dieser Stadt gehöre, die auch mal anders wollen oder etwas anderes wollen, freue ich mich zu lesen, dass jetzt alle Stadtverordneten über Anträge der Bürger gemäß Gemeindeordnung direkt informiert werden. Ein Informationsfortschritt für unsere gewählten Vertreter. Jetzt können sie selbst und frei entscheiden. Ich hoffe, dass sie das auch mutig tun. Leider musste ich in der Vergangenheit feststellen, dass von mir gewählte Vertreter, die hingegen ihrer gegenüber mir geäußerten Absicht, genau das Gegenteil taten. Auf meine Nachfrage hieß es dann nur „Tut mir leid, Fraktionszwang.“ Entscheiden Sie doch bitte nur nach Überzeugung und eigenem Gewissen. So mancher Antrag und auch von mir gestellte Einwohnerfrage wäre nicht nötig, falls Sie das beherzigen. Dann muss der Fragesteller nicht auf eine Aussprache der Stadträte hoffen und kann sich direkt an seinen gewählten Vertreter wenden. Solange das aber nicht geschieht, müssen die Bürger weiter Einwohnerfragen und Anträge stellen. Denn wie soll sich sonst ein parteiloser Einwohner wie ich Gehör verschaffen. Mit diesen Zeilen verknüpfe ich auch die Hoffnung, dass Fragesteller die Ratssitzung nicht zur Selbstdarstellung missbrauchen. Die Fragen sollen zur Diskussion unter den Vertretern anregen. Der Fragende diskutiert nicht mit der Verwaltung oder dem Rat. Das ist nicht das Ziel und im höchsten Masse kontraproduktiv. So kann auch vermieden werden, dass im Plenum der Aufruf "Zur Frage endlich", seine Notwendigkeit verliert. Eine vorformulierte Frage ist in 30 bis 60 Sekunden gestellt. Kommunalpolitik kommentieren kann man auf der Leserbriefseite dieser Zeitung. Andreas Möhring, Minden

Freie Entscheidungen treffen

Eigentlich kann jeder Fragen und Anregungen an die Politik stellen. Das tun aber nur wenige – auch, weil viele gar nicht wissen, dass das geht.

Da ich zu den Bürgern dieser Stadt gehöre, die auch mal anders wollen oder etwas anderes wollen, freue ich mich zu lesen, dass jetzt alle Stadtverordneten über Anträge der Bürger gemäß Gemeindeordnung direkt informiert werden. Ein Informationsfortschritt für unsere gewählten Vertreter. Jetzt können sie selbst und frei entscheiden. Ich hoffe, dass sie das auch mutig tun.

Leider musste ich in der Vergangenheit feststellen, dass von mir gewählte Vertreter, die hingegen ihrer gegenüber mir geäußerten Absicht, genau das Gegenteil taten. Auf meine Nachfrage hieß es dann nur „Tut mir leid, Fraktionszwang.“ Entscheiden Sie doch bitte nur nach Überzeugung und eigenem Gewissen. So mancher Antrag und auch von mir gestellte Einwohnerfrage wäre nicht nötig, falls Sie das beherzigen. Dann muss der Fragesteller nicht auf eine Aussprache der Stadträte hoffen und kann sich direkt an seinen gewählten Vertreter wenden.

Solange das aber nicht geschieht, müssen die Bürger weiter Einwohnerfragen und Anträge stellen. Denn wie soll sich sonst ein parteiloser Einwohner wie ich Gehör verschaffen. Mit diesen Zeilen verknüpfe ich auch die Hoffnung, dass Fragesteller die Ratssitzung nicht zur Selbstdarstellung missbrauchen. Die Fragen sollen zur Diskussion unter den Vertretern anregen. Der Fragende diskutiert nicht mit der Verwaltung oder dem Rat. Das ist nicht das Ziel und im höchsten Masse kontraproduktiv. So kann auch vermieden werden, dass im Plenum der Aufruf "Zur Frage endlich", seine Notwendigkeit verliert. Eine vorformulierte Frage ist in 30 bis 60 Sekunden gestellt. Kommunalpolitik kommentieren kann man auf der Leserbriefseite dieser Zeitung.

Andreas Möhring, Minden

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