Falsche Signale Die Schulpflegschaft des Gymnasiums Petershagen hat ein Schreiben verschickt, in dem Eltern aufgefordert werden, als Amazon-Kunden künftig ihre Käufe über das Charity-Shopping-System Amazon Smile zu tätigen. Das hat der Förderverein auf seiner Jahreshauptversammlung beschlossen. Von jedem Vorgang fließen 0,5 Prozent an die Fördervereinskasse. Kritik am Kauf per Mausklick? Ich möchte an dieser Stelle eher Kritik äußern am Umgang mit Menschen, die sehr viel Zeit und Energie aufwenden und sich ehrenamtlich im Förderverein von Schulen, in der Schulpflegschaft oder sonst wo engagieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Eltern nicht Schlange standen, um sich um den Vorsitz der Elternpflegschaft zu bewerben und wer sich für dieses Amt zur Verfügung stellt, sollte vielleicht nicht nach wenigen Wochen in dieser Form angegangen werden von "Familienvätern", die sich selbst aus solcher Arbeit heraushalten. Das hat für mich nichts mit kontroverser Diskussion zu tun. Ich halte es in diesen Zeiten, in denen Zusammenhalt das Wichtigste ist (siehe Artikel im Weserspucker zum Thema "Kauflokal") und Mobbing in jeglicher Form an der Tagesordnung steht (und dass dieser Artikel dafür eine wunderbare Basis bietet, ist für mich offensichtlich), für unangebracht auf diese Art und Weise mit denjenigen umzugehen, die sich bemühen, den Laden am Laufen zu halten. Das ist das falsche Signal! Kathrin Achtmann, Minden

Falsche Signale

Die Schulpflegschaft des Gymnasiums Petershagen hat ein Schreiben verschickt, in dem Eltern aufgefordert werden, als Amazon-Kunden künftig ihre Käufe über das Charity-Shopping-System Amazon Smile zu tätigen. Das hat der Förderverein auf seiner Jahreshauptversammlung beschlossen. Von jedem Vorgang fließen 0,5 Prozent an die Fördervereinskasse.

Kritik am Kauf per Mausklick? Ich möchte an dieser Stelle eher Kritik äußern am Umgang mit Menschen, die sehr viel Zeit und Energie aufwenden und sich ehrenamtlich im Förderverein von Schulen, in der Schulpflegschaft oder sonst wo engagieren.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Eltern nicht Schlange standen, um sich um den Vorsitz der Elternpflegschaft zu bewerben und wer sich für dieses Amt zur Verfügung stellt, sollte vielleicht nicht nach wenigen Wochen in dieser Form angegangen werden von "Familienvätern", die sich selbst aus solcher Arbeit heraushalten. Das hat für mich nichts mit kontroverser Diskussion zu tun.

Ich halte es in diesen Zeiten, in denen Zusammenhalt das Wichtigste ist (siehe Artikel im Weserspucker zum Thema "Kauflokal") und Mobbing in jeglicher Form an der Tagesordnung steht (und dass dieser Artikel dafür eine wunderbare Basis bietet, ist für mich offensichtlich), für unangebracht auf diese Art und Weise mit denjenigen umzugehen, die sich bemühen, den Laden am Laufen zu halten. Das ist das falsche Signal!

Kathrin Achtmann, Minden

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