Fachliche Unschärfen CO2-Ampeln, mobile Geräte oder stationäre Anlagen: Mindens Politik diskutiert über Luftfilter in Klassenräumen (MT vom 9. September). Super, dass sich das MT mit den Lüftungsanlagen in Schulen auseinandersetzt, allerdings enthält der Text einige fachliche und sachliche Unschärfen. Es wird von Lüftungsanlagen (RLT) und mobilen Luftreinigungsanlagen gesprochen. Oftmals werden beide im Artikel allerdings vertauscht. Die Stadt Lübbecke hat die Anschaffung von dezentralen Lüftungslagen – und nicht für mobile Luftreinigungsanlagen - beschlossen. Dafür gibt es zu 80 Prozent Fördermittelzuschüsse. Für die Anschaffung von mobilen Luftreinigungsanlagen – Aufstellung im Klassenraum nur mit Elektroanschluss - gibt es diese Förderung nicht. Diese Anlagen werden nur in sehr seltenen Fällen gefördert. Die Gebäudewirtschaft kommt zu dem Ergebnis, dass die Nachrüstung von stationären RLT-Anlagen die Energiebilanz der Schulgebäude verschlechtert. Das ist fachlich nicht richtig. Durch kontrollierte Belüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung – ist auch in den Anlagen für 22.000 Euro enthalten – kann man ein Lüften über Fenster vermeiden. Die Energiebilanz wird dadurch auf alle Fälle besser. Außerdem steigt die Luftqualität durch ständig kontrollierte Zufuhr von Frischluft. Die mobilen Luftfilterreinigungsanlagen benötigen weiterhin eine Frischluftzufuhr über Fensterlüften. Diese Lüftungsanlagen (RLT) sagen nicht allen zu. Diese Geräte seien durch ihre Betriebsgeräusche viel zu laut. Gemeint hat die Schulleiterin aber die mobilen Luftreiniger. Diese können ab einer bestimmten Leistungsstufe in der Tat viel zu laut sein. Dezentrale oder zentrale Lüftungsanlage sind hingegen heute kaum hörbar und auch nicht störend. Und diese Anlagen werden, wie gesagt, zu 80 Prozent gefördert. Damit entstehen für die Kommunen in etwa die gleichen Kosten wie für die – mit geringen Ausnahmen – nicht geförderten mobilen Luftreinigungsgeräte. Rolf Tebbe, Porta Westfalica

Fachliche Unschärfen

CO2-Ampeln, mobile Geräte oder stationäre Anlagen: Mindens Politik diskutiert über Luftfilter in Klassenräumen (MT vom 9. September).

Super, dass sich das MT mit den Lüftungsanlagen in Schulen auseinandersetzt, allerdings enthält der Text einige fachliche und sachliche Unschärfen. Es wird von Lüftungsanlagen (RLT) und mobilen Luftreinigungsanlagen gesprochen. Oftmals werden beide im Artikel allerdings vertauscht. Die Stadt Lübbecke hat die Anschaffung von dezentralen Lüftungslagen – und nicht für mobile Luftreinigungsanlagen - beschlossen. Dafür gibt es zu 80 Prozent Fördermittelzuschüsse. Für die Anschaffung von mobilen Luftreinigungsanlagen – Aufstellung im Klassenraum nur mit Elektroanschluss - gibt es diese Förderung nicht. Diese Anlagen werden nur in sehr seltenen Fällen gefördert.

Die Gebäudewirtschaft kommt zu dem Ergebnis, dass die Nachrüstung von stationären RLT-Anlagen die Energiebilanz der Schulgebäude verschlechtert. Das ist fachlich nicht richtig. Durch kontrollierte Belüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung – ist auch in den Anlagen für 22.000 Euro enthalten – kann man ein Lüften über Fenster vermeiden. Die Energiebilanz wird dadurch auf alle Fälle besser. Außerdem steigt die Luftqualität durch ständig kontrollierte Zufuhr von Frischluft. Die mobilen Luftfilterreinigungsanlagen benötigen weiterhin eine Frischluftzufuhr über Fensterlüften.

Diese Lüftungsanlagen (RLT) sagen nicht allen zu. Diese Geräte seien durch ihre Betriebsgeräusche viel zu laut. Gemeint hat die Schulleiterin aber die mobilen Luftreiniger. Diese können ab einer bestimmten Leistungsstufe in der Tat viel zu laut sein. Dezentrale oder zentrale Lüftungsanlage sind hingegen heute kaum hörbar und auch nicht störend. Und diese Anlagen werden, wie gesagt, zu 80 Prozent gefördert. Damit entstehen für die Kommunen in etwa die gleichen Kosten wie für die – mit geringen Ausnahmen – nicht geförderten mobilen Luftreinigungsgeräte.

Rolf Tebbe, Porta Westfalica

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