Eine schlechte Lösung Die Stadt Petershagen will beim Wegekonzept nachbessern, bei manchen Wirtschaftswegen lohne es sich nicht, eine komplette Asphaltdecke wiederherzustellen. Dort soll es dann die Fräse richten. Einen Rückbau der Straßen im 21. Jahrhundert darf es absolut nicht geben. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben unsere Väter durch die Asphaltierung der Wirtschaftswege für eine gute Infrastruktur gesorgt. Jeder Landwirt konnte mit seinen Maschinen seinen Acker erreichen. Auch alle Anwohner konnten mit dem Auto oder Fahrrad bequem und sauber den Ortskern und weitere Ziele auf dem kürzesten Weg erreichen. 2015 kam das Gerücht auf, dass asphaltierte Straßen wohl aus Kostengründen geschreddert werden sollten. Ich habe in meinen kühnsten Träumen nicht daran gedacht, dass solche absurden Gedanken je in die Tat umgesetzt werden. 2017 dann der Ratsbeschluss. Welches Gedankengut hat da unsere Ratsmitglieder getrieben? Vom 3.000 Meter langen Bohnhorster Weg ein wenige 100 Meter langes Stück zu schreddern, ergibt wohl kein großes Einsparungspotenzial. Eine wassergebundene Decke haben wir schon in unserem Wohnbereich. Ich befahre diesen Weg (Verbindung Bohnhorster Weg – Schierenbeuken) zweimal täglich mit dem Fahrrad. Letztes Jahr wurde der Weg mehrmals ausgebessert. Im Sommer bei Trockenheit riesige Staubwolken und bei Regen oft kaum befahrbar. Und dann soll eine Wundermaschine für viel Geld angeschafft werden. Kann man ja gleich an dem Weg ausprobieren. All diese Fakten entlarven die Schredderpläne als das, was sie sind: ein neuer Schildbürgerstreich. Fast jeder Zustand einer asphaltierten Straße ist besser als eine geschredderte. Auch der jetzige Zustand. Als erste Maßnahme könnte eine Geschwindigkeitsbegrenzung mit Hinweis auf eine schlechte Wegstrecke helfen. Dann bräuchte man auch nur die größeren Schlaglöcher ausbessern. Die geplanten Schredderstrecken schneiden die Außenbezirke vom Ortskern ab und passen auch nicht zum neu geplanten "NRW Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz“ (siehe MT vom 3. März). Reinhard Politz, Petershagen

Eine schlechte Lösung

Die Stadt Petershagen will beim Wegekonzept nachbessern, bei manchen Wirtschaftswegen lohne es sich nicht, eine komplette Asphaltdecke wiederherzustellen. Dort soll es dann die Fräse richten.

Einen Rückbau der Straßen im 21. Jahrhundert darf es absolut nicht geben. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben unsere Väter durch die Asphaltierung der Wirtschaftswege für eine gute Infrastruktur gesorgt. Jeder Landwirt konnte mit seinen Maschinen seinen Acker erreichen. Auch alle Anwohner konnten mit dem Auto oder Fahrrad bequem und sauber den Ortskern und weitere Ziele auf dem kürzesten Weg erreichen. 2015 kam das Gerücht auf, dass asphaltierte Straßen wohl aus Kostengründen geschreddert werden sollten. Ich habe in meinen kühnsten Träumen nicht daran gedacht, dass solche absurden Gedanken je in die Tat umgesetzt werden.

2017 dann der Ratsbeschluss. Welches Gedankengut hat da unsere Ratsmitglieder getrieben? Vom 3.000 Meter langen Bohnhorster Weg ein wenige 100 Meter langes Stück zu schreddern, ergibt wohl kein großes Einsparungspotenzial. Eine wassergebundene Decke haben wir schon in unserem Wohnbereich. Ich befahre diesen Weg (Verbindung Bohnhorster Weg – Schierenbeuken) zweimal täglich mit dem Fahrrad. Letztes Jahr wurde der Weg mehrmals ausgebessert. Im Sommer bei Trockenheit riesige Staubwolken und bei Regen oft kaum befahrbar. Und dann soll eine Wundermaschine für viel Geld angeschafft werden. Kann man ja gleich an dem Weg ausprobieren. All diese Fakten entlarven die Schredderpläne als das, was sie sind: ein neuer Schildbürgerstreich. Fast jeder Zustand einer asphaltierten Straße ist besser als eine geschredderte. Auch der jetzige Zustand.

Als erste Maßnahme könnte eine Geschwindigkeitsbegrenzung mit Hinweis auf eine schlechte Wegstrecke helfen. Dann bräuchte man auch nur die größeren Schlaglöcher ausbessern. Die geplanten Schredderstrecken schneiden die Außenbezirke vom Ortskern ab und passen auch nicht zum neu geplanten "NRW Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz“ (siehe MT vom 3. März).

Reinhard Politz, Petershagen

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