Eine letzte Hoffnung Ein Leser spricht sich gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht aus. Einige verantwortliche Politiker versuchen gerade mit allen Mitteln ihre Hilflosigkeit in der Pandemie zu kaschieren. Selbst vor dem Hilfsmittel einer allgemeinen Impfpflicht scheinen die entscheidenden Protagonisten nicht zurückzuschrecken. Die Bevölkerung schaut dabei zu, da ihr überwiegender Teil die genaue Beobachtung der Zusammenhänge aufgegeben hat. Dieser Teil geht, doppelt geimpft, seine normalen Wege, die er gehen darf. Der kleine Teil, der sich immer noch die Mühe macht, differenzierte Berichte und Meinungen zu suchen und sich damit auseinanderzusetzen, erschaudert bei der Beobachtung der Entwicklung in diesem Land. Wie sagte Otto Schily kürzlich: „Nicht mal ein totalitärer Staat wie China hat eine allgemeine Impfpflicht“.Der alternative Weg ist dabei nach wie vor in wesentlichen Elementen nicht ausgeschöpft. Gezielt dort schützen, wo dieses Virus wirklich gefährlichen Schaden anrichtet: Bei den vulnerablen Gruppen und nur dort. Stattdessen wird die größtmögliche Angst verbreitet und die Lösung vorgegaukelt: Alle impfen – alles gut. Im Verbund mit der Gruppe der Ungeimpften, die trotz gegenteiliger Hinweise als die alleinigen Verursacher der vierten Welle dargestellt werden, wird damit das eigentliche Ziel auch erreicht: Die Menschen begeben sich in die Hand einer Gruppe Politiker, die der Möglichkeit nicht widerstehen kann, ein Machtpotenzial zu nutzen, das es seit 80 Jahren nicht mehr gab. Ich persönlich habe auch nach einem Bundestagsbeschluss in der Sache eine letzte Hoffnung: Dass die Bürokratie ein weiteres Mal versagt und die Impfpflicht nicht umzusetzen imstande ist.Abschließend seien noch zwei Hinweise erlaubt: 1. Nicht alle der circa 13 Millionen bisher nicht geimpften Bundesbürger über 14 Jahren sind Corona-Leugner oder Egoisten. 2. Die Kinder sind es, die mit der verbreiteten Angst extreme Schwierigkeiten haben. Sie sitzen nun wieder maskiert im Unterricht und die Nachrichten verbreiten jeden Abend das Risiko von Schulschließungen. Ralf Biere, Minden

Eine letzte Hoffnung

Ein Leser spricht sich gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht aus.

Einige verantwortliche Politiker versuchen gerade mit allen Mitteln ihre Hilflosigkeit in der Pandemie zu kaschieren. Selbst vor dem Hilfsmittel einer allgemeinen Impfpflicht scheinen die entscheidenden Protagonisten nicht zurückzuschrecken. Die Bevölkerung schaut dabei zu, da ihr überwiegender Teil die genaue Beobachtung der Zusammenhänge aufgegeben hat. Dieser Teil geht, doppelt geimpft, seine normalen Wege, die er gehen darf. Der kleine Teil, der sich immer noch die Mühe macht, differenzierte Berichte und Meinungen zu suchen und sich damit auseinanderzusetzen, erschaudert bei der Beobachtung der Entwicklung in diesem Land. Wie sagte Otto Schily kürzlich: „Nicht mal ein totalitärer Staat wie China hat eine allgemeine Impfpflicht“.

Der alternative Weg ist dabei nach wie vor in wesentlichen Elementen nicht ausgeschöpft. Gezielt dort schützen, wo dieses Virus wirklich gefährlichen Schaden anrichtet: Bei den vulnerablen Gruppen und nur dort. Stattdessen wird die größtmögliche Angst verbreitet und die Lösung vorgegaukelt: Alle impfen – alles gut. Im Verbund mit der Gruppe der Ungeimpften, die trotz gegenteiliger Hinweise als die alleinigen Verursacher der vierten Welle dargestellt werden, wird damit das eigentliche Ziel auch erreicht: Die Menschen begeben sich in die Hand einer Gruppe Politiker, die der Möglichkeit nicht widerstehen kann, ein Machtpotenzial zu nutzen, das es seit 80 Jahren nicht mehr gab. Ich persönlich habe auch nach einem Bundestagsbeschluss in der Sache eine letzte Hoffnung: Dass die Bürokratie ein weiteres Mal versagt und die Impfpflicht nicht umzusetzen imstande ist.

Abschließend seien noch zwei Hinweise erlaubt: 1. Nicht alle der circa 13 Millionen bisher nicht geimpften Bundesbürger über 14 Jahren sind Corona-Leugner oder Egoisten. 2. Die Kinder sind es, die mit der verbreiteten Angst extreme Schwierigkeiten haben. Sie sitzen nun wieder maskiert im Unterricht und die Nachrichten verbreiten jeden Abend das Risiko von Schulschließungen.

Ralf Biere, Minden

Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Leserbriefe