Ein Zeichen gesetzt Die deutsche Kunstturnerin Sarah Voss verzichtete während der Europameisterschaft in Basel auf den knappen Turnanzug und wählte stattdessen einen Gymnastikanzug, um ein Zeichen gegen Sexualisierung im Sport zu setzen. Sarah Voss gebührt die höchste Anerkennung für ihr mutiges Eintreten für selbstbestimmtes Handeln. Sie hat ein längst überfälliges Zeichen gesetzt, das Mädchen und Frauen, aber auch Männern die körperliche und seelische Freiheit gibt, sich auf das Wesentliche (hier den Sport) zu konzentrieren und mit Freude auszuüben. Lang hochgehaltene „vermeintliche“ Standards sind endlich überwunden. Sehr fragwürdig finde ich die Aussage der Mindener Trainerin vom Tuspo Meißen, die in ihrer eigenen aktiven Zeit gelernt hat „… mit geschickten Posen unangenehme Situationen zu überspielen…“. Für mich heißt das eigene Empfindungen zu verdrängen, gegen das persönliche Körpergefühl zu handeln und den eigenen Wert hinten an zu stellen, wenn es darum geht, Erfolg haben zu wollen. Kann das ernsthaft in heutiger Zeit der Weg sein, den Sportler und Sportlerinnen oder alle Menschen gehen sollten? Nein, gewiss nicht! Es ist an der Zeit, dass niemand unangenehme Situationen, die das Schamgefühl und das eigene sexuelle Empfinden entwerten, hinnehmen sollte. Im Gegenteil. Menschen emanzipiert euch! Wie gut, dass der Trainer vom SV 1860 Minden die Turnerinnen uneingeschränkt in ihrer Selbstbestimmung über ihren Körper unterstützt und auch vonseiten eines Sportpsychologen die Aktion von Sarah Voss als wichtiges Signal für die Zukunft verstanden wird. Das ist der richtige Weg! Angelika Schiebel, Minden

Ein Zeichen gesetzt

Die deutsche Kunstturnerin Sarah Voss verzichtete während der Europameisterschaft in Basel auf den knappen Turnanzug und wählte stattdessen einen Gymnastikanzug, um ein Zeichen gegen Sexualisierung im Sport zu setzen.

Sarah Voss gebührt die höchste Anerkennung für ihr mutiges Eintreten für selbstbestimmtes Handeln. Sie hat ein längst überfälliges Zeichen gesetzt, das Mädchen und Frauen, aber auch Männern die körperliche und seelische Freiheit gibt, sich auf das Wesentliche (hier den Sport) zu konzentrieren und mit Freude auszuüben. Lang hochgehaltene „vermeintliche“ Standards sind endlich überwunden.

Sehr fragwürdig finde ich die Aussage der Mindener Trainerin vom Tuspo Meißen, die in ihrer eigenen aktiven Zeit gelernt hat „… mit geschickten Posen unangenehme Situationen zu überspielen…“. Für mich heißt das eigene Empfindungen zu verdrängen, gegen das persönliche Körpergefühl zu handeln und den eigenen Wert hinten an zu stellen, wenn es darum geht, Erfolg haben zu wollen. Kann das ernsthaft in heutiger Zeit der Weg sein, den Sportler und Sportlerinnen oder alle Menschen gehen sollten? Nein, gewiss nicht! Es ist an der Zeit, dass niemand unangenehme Situationen, die das Schamgefühl und das eigene sexuelle Empfinden entwerten, hinnehmen sollte. Im Gegenteil. Menschen emanzipiert euch!

Wie gut, dass der Trainer vom SV 1860 Minden die Turnerinnen uneingeschränkt in ihrer Selbstbestimmung über ihren Körper unterstützt und auch vonseiten eines Sportpsychologen die Aktion von Sarah Voss als wichtiges Signal für die Zukunft verstanden wird. Das ist der richtige Weg!

Angelika Schiebel, Minden

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