Ein Fall für den Beichtstuhl Ein Leser zieht nach der vergangenen Bundestagswahl ein Fazit über die CDU. Ich bin über 65 Jahre alt, habe einige Lebenserfahrung, vier Kinder großgezogen, ein Haus gebaut, einen Baum gepflanzt und einige sagen mir auch eine gewisse „Altersmilde“ nach. Aber gestern Abend (Wahlsonntag) ist mir doch der „Kamm geschwollen“. Wie verlogen kann Politik eigentlich sein? Wie will man jungen Menschen noch nahebringen, dass Politiker noch einen kleinen Funken Glaubwürdigkeit haben? Da kriegt einer eine Klatsche mit minus 8,9 Prozent und leitet daraus einen Regierungsauftrag ab? Die CDU steht deutlich als Verlierer fest und plötzlich gibt es eine Zukunftskoalition unter ihrer Führung? Was war in den letzten 16 Jahren? Herr Laschet, der noch nicht einmal einen Wahlzettel richtig falten, kann, soll unser Land regieren? Als gläubiger Katholik dürfte Herr Laschet gar keine Zeit für Koalitionsverhandlungen haben, sondern müsste stundenlang im Beichtstuhl knien. Und die Christlichen aus dem Süden der Republik? Söder, Blume oder Dobrindt konnten sich in den Medien nicht vorstellen, als zweiter einen Anspruch auf Regierungsbildung ableiten zu können. Ab in den Beichtstuhl. 16 Jahre an der Macht, dann so abgestraft, die Realität verdrängt. Macht Macht so verlogen, realitätsfremd oder krank? Michael Zumstrull, Minden

Ein Fall für den Beichtstuhl

Ein Leser zieht nach der vergangenen Bundestagswahl ein Fazit über die CDU.

Ich bin über 65 Jahre alt, habe einige Lebenserfahrung, vier Kinder großgezogen, ein Haus gebaut, einen Baum gepflanzt und einige sagen mir auch eine gewisse „Altersmilde“ nach. Aber gestern Abend (Wahlsonntag) ist mir doch der „Kamm geschwollen“.

Wie verlogen kann Politik eigentlich sein? Wie will man jungen Menschen noch nahebringen, dass Politiker noch einen kleinen Funken Glaubwürdigkeit haben? Da kriegt einer eine Klatsche mit minus 8,9 Prozent und leitet daraus einen Regierungsauftrag ab? Die CDU steht deutlich als Verlierer fest und plötzlich gibt es eine Zukunftskoalition unter ihrer Führung? Was war in den letzten 16 Jahren? Herr Laschet, der noch nicht einmal einen Wahlzettel richtig falten, kann, soll unser Land regieren? Als gläubiger Katholik dürfte Herr Laschet gar keine Zeit für Koalitionsverhandlungen haben, sondern müsste stundenlang im Beichtstuhl knien.

Und die Christlichen aus dem Süden der Republik? Söder, Blume oder Dobrindt konnten sich in den Medien nicht vorstellen, als zweiter einen Anspruch auf Regierungsbildung ableiten zu können. Ab in den Beichtstuhl. 16 Jahre an der Macht, dann so abgestraft, die Realität verdrängt. Macht Macht so verlogen, realitätsfremd oder krank?

Michael Zumstrull, Minden

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