Da hilft nur der Abriss Das Hotel Kaiserhof mit seinen Nebengebäuden bietet auch heute, exakt zehn Jahre nach dem verheerenden Brand, einen trostlosen Anblick. Das Bebauungsplanverfahren wurde ausgesetzt, weil Stadt und Eigentümer seit dem Sommer versuchen, in einer Mediation vor allem den Streit um die Laubenhalle beizulegen. Das Hotel Kaiserhof wurde im Frühjahr 1944 aufgrund seiner strategisch günstigen Lage zu den vorhandenen Stollen im Weser- und Wiehengebirge sowie den vorhandenen Räumlichkeiten als Aufenthaltsort für die Kriegsgefangenen gewählt, die in den Stollen Fertigungseinrichtungen für Rüstungsgüter aufbauen mussten. Der Spuk war im Frühjahr 1945 durch die Kapitulation unerfüllt erledigt. Aktuell wird das Stigma dieser Unterbringung in der Erinnerung hochgehalten und als KZ gewertet, quasi die endgültige Abwertung des vor zehn Jahren abgebrannten Hotels. Welcher vernünftige Investor soll sich hier noch engagieren? Diese traurige Ruine kann nur noch abgerissen werden um einem Parkplatz, wenn sich ein mutiger Investor findet, einem Parkhaus, Platz zu machen. Der Bedarf an Parkraum ist vorhanden. Ein Teil der Barkhauser Bevölkerung wird traurig sein, denn am Kaiserhof hängen viele schöne persönliche Erinnerungen, der derzeitige Anblick ist jedoch kaum zu ertragen. Roland Bählkow, Porta Westfalica

Da hilft nur der Abriss

Das Hotel Kaiserhof mit seinen Nebengebäuden bietet auch heute, exakt zehn Jahre nach dem verheerenden Brand, einen trostlosen Anblick. Das Bebauungsplanverfahren wurde ausgesetzt, weil Stadt und Eigentümer seit dem Sommer versuchen, in einer Mediation vor allem den Streit um die Laubenhalle beizulegen.

Das Hotel Kaiserhof wurde im Frühjahr 1944 aufgrund seiner strategisch günstigen Lage zu den vorhandenen Stollen im Weser- und Wiehengebirge sowie den vorhandenen Räumlichkeiten als Aufenthaltsort für die Kriegsgefangenen gewählt, die in den Stollen Fertigungseinrichtungen für Rüstungsgüter aufbauen mussten. Der Spuk war im Frühjahr 1945 durch die Kapitulation unerfüllt erledigt. Aktuell wird das Stigma dieser Unterbringung in der Erinnerung hochgehalten und als KZ gewertet, quasi die endgültige Abwertung des vor zehn Jahren abgebrannten Hotels. Welcher vernünftige Investor soll sich hier noch engagieren?

Diese traurige Ruine kann nur noch abgerissen werden um einem Parkplatz, wenn sich ein mutiger Investor findet, einem Parkhaus, Platz zu machen. Der Bedarf an Parkraum ist vorhanden. Ein Teil der Barkhauser Bevölkerung wird traurig sein, denn am Kaiserhof hängen viele schöne persönliche Erinnerungen, der derzeitige Anblick ist jedoch kaum zu ertragen.

Roland Bählkow, Porta Westfalica

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