Chancenlos Mehr als 3.000 Menschen aus dem Kreisgebiet profitierten am Karfreitag und Ostersamstag von der spontanen Impfaktion für Über-60-Jährige. Dazu schrieben zwei MT-Redakteure jeweils ein „Durchgeblättert“. Jürgen Langenkämper empfand die Aktion als positiv, Ulla Koch äußerte sich dagegen kritisch. Der Beitrag „Durchgeblättert“ von Jürgen Langenkämper im MT vom 6. April war aus meiner Sicht eine Unverschämtheit. Sich selbst zu feiern, eine Impfung ohne Termin bekommen zu haben, ist alleine schon eine Zumutung. Dann aber die „anderen“, also alle, die Freitag und Samstag keine Impfung bekommen haben oder die sich an die publizierten Regeln gehalten haben, als „demonstrierende, Mahnwachen abhaltende und ein Ende des Lockdowns Fordernde“ einzustufen, ist gelinde gesagt mehr als eine Frechheit. Auch ich habe mich, wie vom MT publiziert, telefonisch und auch online bemüht einen Termin zu bekommen. Stundenlang habe ich mich am Telefon aufgehalten, von Samstagfrüh bis Sonntagmittag. Keine Chance. Online kam die angekündigte Bestätigungsmail nach gut einem Tag. Aber da gab es keine Termine mehr. Und jetzt lese ich, dass ich den Lockdown fordere und demonstriere? Geht's noch? Und ich bezahle auch noch für die Zeitung, von der Herr Langenkämper bezahlt wird? Viele Fragezeichen. Am 7. April wird, ebenfalls im Beitrag „Durchgeblättert“ des MT, die Spontanimpfung als „Ohrfeige ins Gesicht“ beschrieben. Das empfinde ich auch so. Der Beitrag von Herrn Langenkämper war hingegen ein Tiefschlag. Michael Zumstrull, Minden

Chancenlos

Mehr als 3.000 Menschen aus dem Kreisgebiet profitierten am Karfreitag und Ostersamstag von der spontanen Impfaktion für Über-60-Jährige. Dazu schrieben zwei MT-Redakteure jeweils ein „Durchgeblättert“. Jürgen Langenkämper empfand die Aktion als positiv, Ulla Koch äußerte sich dagegen kritisch.

Der Beitrag „Durchgeblättert“ von Jürgen Langenkämper im MT vom 6. April war aus meiner Sicht eine Unverschämtheit. Sich selbst zu feiern, eine Impfung ohne Termin bekommen zu haben, ist alleine schon eine Zumutung. Dann aber die „anderen“, also alle, die Freitag und Samstag keine Impfung bekommen haben oder die sich an die publizierten Regeln gehalten haben, als „demonstrierende, Mahnwachen abhaltende und ein Ende des Lockdowns Fordernde“ einzustufen, ist gelinde gesagt mehr als eine Frechheit.

Auch ich habe mich, wie vom MT publiziert, telefonisch und auch online bemüht einen Termin zu bekommen. Stundenlang habe ich mich am Telefon aufgehalten, von Samstagfrüh bis Sonntagmittag. Keine Chance. Online kam die angekündigte Bestätigungsmail nach gut einem Tag. Aber da gab es keine Termine mehr. Und jetzt lese ich, dass ich den Lockdown fordere und demonstriere? Geht's noch? Und ich bezahle auch noch für die Zeitung, von der Herr Langenkämper bezahlt wird? Viele Fragezeichen.

Am 7. April wird, ebenfalls im Beitrag „Durchgeblättert“ des MT, die Spontanimpfung als „Ohrfeige ins Gesicht“ beschrieben. Das empfinde ich auch so. Der Beitrag von Herrn Langenkämper war hingegen ein Tiefschlag.

Michael Zumstrull, Minden

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