Bürger sind gefordert Das Unternehmen K+S beantragte jüngst, mehr Abwässer in Werra und Weser einleiten zu dürfen. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Seit Jahrzehnten entsorgt das Bergbauunternehmen K+S die bei der Produktion anfallenden Abwässer in Form von Kalilauge in Werra und Weser. Entgegen der Vereinbarungen möchte das Unternehmen die schrittweise Reduzierung der Abwässer nun zurücknehmen und beantragt daher mehr Abwässer über die Flüsse zu entsorgen. Die Begründung: Zu hohe Kosten für eine ordnungsgemäße Entsorgung der Produktionsabwässer. Man stelle sich einmal vor, jedes Unternehmen und jede Privatperson würde seinen Abfall einfach in der Landschaft entsorgen. Nichts anderes macht K+S seit Jahrzehnten. Das Unternehmen entsorgt seine Abfälle in und auf Kosten unserer Natur. Die ökologischen Folgen für unsere Flüsse sind weithin bekannt. Es kann nicht sein, dass die lokalen Politiker der Anrainerkommunen von Werra und Weser hierzu schweigen. Ich möchte jeden Leser animieren, zu den, in den Kommunen (hier Minden, Porta Westfalica und Petershagen) ausgelegten Antragsunterlagen, Einwände geltend zu machen. Es muss eine Welle des Widerstandes geben. Für die Umwelt und nicht für die Aktionäre. Und der Kungelei zwischen Politik und Wirtschaft muss Einhalt geboten werden. Wir Bürger haben es in der Hand, auch bei der demnächst stattfindenden Kommunalwahl ... Dieter Moormann, Minden

Bürger sind gefordert

Das Unternehmen K+S beantragte jüngst, mehr Abwässer in Werra und Weser einleiten zu dürfen.

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Seit Jahrzehnten entsorgt das Bergbauunternehmen K+S die bei der Produktion anfallenden Abwässer in Form von Kalilauge in Werra und Weser. Entgegen der Vereinbarungen möchte das Unternehmen die schrittweise Reduzierung der Abwässer nun zurücknehmen und beantragt daher mehr Abwässer über die Flüsse zu entsorgen. Die Begründung: Zu hohe Kosten für eine ordnungsgemäße Entsorgung der Produktionsabwässer.

Man stelle sich einmal vor, jedes Unternehmen und jede Privatperson würde seinen Abfall einfach in der Landschaft entsorgen. Nichts anderes macht K+S seit Jahrzehnten. Das Unternehmen entsorgt seine Abfälle in und auf Kosten unserer Natur. Die ökologischen Folgen für unsere Flüsse sind weithin bekannt. Es kann nicht sein, dass die lokalen Politiker der Anrainerkommunen von Werra und Weser hierzu schweigen.

Ich möchte jeden Leser animieren, zu den, in den Kommunen (hier Minden, Porta Westfalica und Petershagen) ausgelegten Antragsunterlagen, Einwände geltend zu machen. Es muss eine Welle des Widerstandes geben. Für die Umwelt und nicht für die Aktionäre. Und der Kungelei zwischen Politik und Wirtschaft muss Einhalt geboten werden.

Wir Bürger haben es in der Hand, auch bei der demnächst stattfindenden Kommunalwahl ...

Dieter Moormann, Minden

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