Bürger entscheiden lassen Der Bund hat die Förderung für die Multihalle in Minden doch nicht bewilligt. Bürgermeister Michael Jäcke gab in der Ratssitzung zu, von dieser Entwicklung seit dem 22. August gewusst zu haben. Einige Ratsmitglieder stellten einen Antrag auf Abwahl des Bürgermeisters. Erstaunlich! Ein wesentlicher Bestandteil der Berichterstattung über die Meinungen unserer Parteien zu ihren jeweiligen Parteiprogrammen war dominiert vom Hallenthema. Der Eindruck, dass unsere Volksvertreter auf kommunaler Ebene kaum noch den Durchblick bei diesem Thema hatten, war eindeutig. Der Wille, die Fakten der Wahrheit entsprechend auf den Tisch zu legen, war nicht zu erkennen. Das erklärt auch das Debakel um: „Wer wusste wann was?“ Dann die Wahrheit über den Kenntnisstand des Bürgermeisters unserer schönen Stadt. Bei der Debatte im Rat der Stadt haben dann nur wenige Räte bei der Entscheidung pro Amtsenthebungsverfahren den Finger gehoben. Es dominierte Parteitaktik. Daraus folgt für mich, dass unsere Räte nicht die Meinung der Bürger vertreten, sondern der Parteidisziplin folgen. Das ist aber eine Behauptung, die so nicht stehen bleiben kann. Am besten, wir lassen die Bürger der Stadt entscheiden. Dann wissen wir, wie die Bevölkerung über das Verhalten nicht nur des Bürgermeisters denkt und entscheidet. Eine Wiederholung der Kommunalwahl für Minden ist nötig. Dem Bürgermeister erspart es das, was die Angelsachsen „lame duck“ nennen – und das über Jahre! Besonders wichtig: Minden könnte dann wieder „regiert“ werden! Rolf Biere, Minden

Bürger entscheiden lassen

Der Bund hat die Förderung für die Multihalle in Minden doch nicht bewilligt. Bürgermeister Michael Jäcke gab in der Ratssitzung zu, von dieser Entwicklung seit dem 22. August gewusst zu haben. Einige Ratsmitglieder stellten einen Antrag auf Abwahl des Bürgermeisters.

Erstaunlich! Ein wesentlicher Bestandteil der Berichterstattung über die Meinungen unserer Parteien zu ihren jeweiligen Parteiprogrammen war dominiert vom Hallenthema. Der Eindruck, dass unsere Volksvertreter auf kommunaler Ebene kaum noch den Durchblick bei diesem Thema hatten, war eindeutig. Der Wille, die Fakten der Wahrheit entsprechend auf den Tisch zu legen, war nicht zu erkennen. Das erklärt auch das Debakel um: „Wer wusste wann was?“

Dann die Wahrheit über den Kenntnisstand des Bürgermeisters unserer schönen Stadt. Bei der Debatte im Rat der Stadt haben dann nur wenige Räte bei der Entscheidung pro Amtsenthebungsverfahren den Finger gehoben. Es dominierte Parteitaktik. Daraus folgt für mich, dass unsere Räte nicht die Meinung der Bürger vertreten, sondern der Parteidisziplin folgen. Das ist aber eine Behauptung, die so nicht stehen bleiben kann. Am besten, wir lassen die Bürger der Stadt entscheiden. Dann wissen wir, wie die Bevölkerung über das Verhalten nicht nur des Bürgermeisters denkt und entscheidet. Eine Wiederholung der Kommunalwahl für Minden ist nötig. Dem Bürgermeister erspart es das, was die Angelsachsen „lame duck“ nennen – und das über Jahre!

Besonders wichtig: Minden könnte dann wieder „regiert“ werden!

Rolf Biere, Minden

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Leserbriefe