Bloß nicht! Die Stadt Minden plant die Einrichtung einer Sekundarschule. Während eines Aufenthaltes im Mindener Land las ich in einem Bericht dieser Zeitung von dem Vorhaben, eine Sekundarschule in Minden zu eröffnen. Ein Thema, was in meinem Heimatkreis Höxter seit sieben Jahren eine unrühmliche Rolle spielt. Dort musste im letzten Jahr eine Reihe von Bürgermeistern einräumen, dass die Anmeldezahlen an den Sekundar- und Gesamtschulen derart (weiter) abgenommen hätten, dass etliche von der Schließung bedroht seien. Wesentliche Gründe für die schwindende Akzeptanz der Sekundar- und Gesamtschulen sind unter anderem das längere gemeinsame Lernen sowie die Regelung, dass die erste reguläre Versetzung erst nach Klasse 9 erfolgt. Wenn in einer Klasse alle Leistungsgruppen vertreten sind, von Schülern mit Förderschul- bis Gymnasialempfehlung, fühlen sich die einen unter- und die anderen überfordert, was schließlich zu einem generellen Niveauabfall führt, von dem damit verbundenen Motivationsverlust ganz abgesehen. Im Übrigen: Warum sollte sich ein pubertierender Junge anstrengen, wenn er am Anfang des Schuljahres schon weiß, dass er am Ende ohnehin in die nächste Klasse aufsteigen wird? Reinhard Heider, Steinheim

Bloß nicht!

Die Stadt Minden plant die Einrichtung einer Sekundarschule.

Während eines Aufenthaltes im Mindener Land las ich in einem Bericht dieser Zeitung von dem Vorhaben, eine Sekundarschule in Minden zu eröffnen. Ein Thema, was in meinem Heimatkreis Höxter seit sieben Jahren eine unrühmliche Rolle spielt. Dort musste im letzten Jahr eine Reihe von Bürgermeistern einräumen, dass die Anmeldezahlen an den Sekundar- und Gesamtschulen derart (weiter) abgenommen hätten, dass etliche von der Schließung bedroht seien.

Wesentliche Gründe für die schwindende Akzeptanz der Sekundar- und Gesamtschulen sind unter anderem das längere gemeinsame Lernen sowie die Regelung, dass die erste reguläre Versetzung erst nach Klasse 9 erfolgt. Wenn in einer Klasse alle Leistungsgruppen vertreten sind, von Schülern mit Förderschul- bis Gymnasialempfehlung, fühlen sich die einen unter- und die anderen überfordert, was schließlich zu einem generellen Niveauabfall führt, von dem damit verbundenen Motivationsverlust ganz abgesehen. Im Übrigen: Warum sollte sich ein pubertierender Junge anstrengen, wenn er am Anfang des Schuljahres schon weiß, dass er am Ende ohnehin in die nächste Klasse aufsteigen wird?

Reinhard Heider, Steinheim

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