Bitte mit Augenmaß Ein Leser hat sich Gedanken um den richtigen Umgang mit dem Klimawandel gemacht. Es ist falsch, den Klimawandel zu leugnen aber auch, ihn über alles zu stellen. Wir Menschen sollten einsehen, diese Erde kann auch ohne uns, umgekehrt eher nicht. Klimaveränderung ist permanent und das schon über Milliarden Jahre. Der Zwang, etwas zu veranlassen oder zu unterlassen, das ist kein guter Ratgeber. Über die Darstellung, was wurde erreicht, wo müssen wir hin, sind Menschen dafür zu gewinnen, ihren eigenen Anteil beizutragen. Wir müssen Wegmarken setzen, die vorgeben, was sollen wir bis zum Jahr 2025, 2030 und so weiter erreicht haben und das bezahl- und leistbar, um alte Energien bis zur endgültigen Abschaltung parallel zu fahren. Es ist Wahnsinn, alle alten Energien abzuschalten, aber nicht genügend Neue zu haben, um dann festzustellen, leider haben wir das Land vor die Wand gefahren. Wenn dann bei uns der Strom ausfällt, können wir ja Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen teuer einkaufen. Warum sollen wir die noch laufenden Atomkraftwerke (AKW) abschalten, bieten diese doch als Übergangstechnologie eine Möglichkeit, CO2-Werte deutlich zu verbessern, weil sie keine haben. Wenn die Wegmarken richtig und nachvollziehbar gesetzt sind, wird man auch dann die AKW abschalten können. Wenn wir so agieren wollen, wie bei einigen die Vorstellung ist, wird unser Anteil der Reduzierung an der Weltklimabelastung überhaupt keinen Sinn machen, wenn China noch etwa 45 Kohlekraftwerke in China und weitere etwa 100 weltweitbauen will. Für die Kritiker zu dieser Meinung füge ich an, dass wir nichts nichts tun sollen, sondern mach- sowie finanzierbare, sichere und nachvollziehbare Wege weitergehen sollten. Ich habe bisher nichts vernommen, wie sich das Zutun der Erde bei den Belastungen darstellt. So nah wie selten ist ein aktiver Vulkan auf La Palma. Wer sich die Bilder dieses Vulkanausbruches vor Augen hält, wird feststellen, dass alles was wir tun können, als mickrig erscheint. Es gibt viele Bereiche, bei den wir Beiträge, auch kleine Maßnahmen, leisten können und müssen - aber bitte mit Augenmaß. Wolfgang Schreiber, Minden

Bitte mit Augenmaß

Ein Leser hat sich Gedanken um den richtigen Umgang mit dem Klimawandel gemacht.

Es ist falsch, den Klimawandel zu leugnen aber auch, ihn über alles zu stellen. Wir Menschen sollten einsehen, diese Erde kann auch ohne uns, umgekehrt eher nicht. Klimaveränderung ist permanent und das schon über Milliarden Jahre. Der Zwang, etwas zu veranlassen oder zu unterlassen, das ist kein guter Ratgeber. Über die Darstellung, was wurde erreicht, wo müssen wir hin, sind Menschen dafür zu gewinnen, ihren eigenen Anteil beizutragen.

Wir müssen Wegmarken setzen, die vorgeben, was sollen wir bis zum Jahr 2025, 2030 und so weiter erreicht haben und das bezahl- und leistbar, um alte Energien bis zur endgültigen Abschaltung parallel zu fahren. Es ist Wahnsinn, alle alten Energien abzuschalten, aber nicht genügend Neue zu haben, um dann festzustellen, leider haben wir das Land vor die Wand gefahren. Wenn dann bei uns der Strom ausfällt, können wir ja Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen teuer einkaufen. Warum sollen wir die noch laufenden Atomkraftwerke (AKW) abschalten, bieten diese doch als Übergangstechnologie eine Möglichkeit, CO2-Werte deutlich zu verbessern, weil sie keine haben. Wenn die Wegmarken richtig und nachvollziehbar gesetzt sind, wird man auch dann die AKW abschalten können.

Wenn wir so agieren wollen, wie bei einigen die Vorstellung ist, wird unser Anteil der Reduzierung an der Weltklimabelastung überhaupt keinen Sinn machen, wenn China noch etwa 45 Kohlekraftwerke in China und weitere etwa 100 weltweitbauen will. Für die Kritiker zu dieser Meinung füge ich an, dass wir nichts nichts tun sollen, sondern mach- sowie finanzierbare, sichere und nachvollziehbare Wege weitergehen sollten.

Ich habe bisher nichts vernommen, wie sich das Zutun der Erde bei den Belastungen darstellt. So nah wie selten ist ein aktiver Vulkan auf La Palma. Wer sich die Bilder dieses Vulkanausbruches vor Augen hält, wird feststellen, dass alles was wir tun können, als mickrig erscheint. Es gibt viele Bereiche, bei den wir Beiträge, auch kleine Maßnahmen, leisten können und müssen - aber bitte mit Augenmaß.

Wolfgang Schreiber, Minden

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