Auf einem Auge blind Auf Einladung von AfD-Abgeordneten waren am 18. November „Querdenker“-Aktivisten ohne Begleitung über die Parlamentsflure gezogen. Mit Kameras konfrontierten sie Minister und Mandatsträger und gingen sie wegen der Neufassung des geplanten Infektionsschutzgesetzes an. Am 26. November 2020 findet sich im Mindener Tageblatt ein nahezu ganzseitiger Artikel, in dem der Redakteur Pfitzner die „AfD auf dem Weg der Nazis“ sieht. Hintergrund ist das Eindringen von unberechtigten Personen in den Bundestag, ermöglicht durch Mitglieder der AfD-Fraktion, im Zusammenhang mit der Sitzung wegen der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes. Diverse Abgeordnete anderer Parteien echauffieren sich maßlos über diesen Vorgang und rücken ihn in die Nähe von Nazi-Methoden. Mit der Aufmachung, die Sie der Aktion widmen, stoßen Sie ins gleiche Horn. Offensichtlich ist nicht bekannt, dass ähnliche Aktionen aus dem links-grünen Lager im Bundestag schon früher mehrfach stattgefunden haben. So warfen am 2. Juli 2020 „Aktivisten“ der extremistischen Klimabewegung „Extinction Rebellion“ und der „Generationen Stiftung“ im Bundestag während der laufenden Abstimmung über den Nachtragshaushalt Angela Merkel Flugblätter hinterher. Am 4. Juni 2019 ließen sich „Klima-Aktivisten“ im Plenarsaal während einer Rede Wolfgang Schäubles vor dem Rednerpult zu Boden fallen, stellten sich tot und störten so den Ablauf der Veranstaltung. Am 27. April 2007 störte eine dreizehnköpfige Besuchergruppe der „Jungen Linken“ die Sitzung des Ältestenrates, ließ Papiergeld von der Besuchertribüne herabregnen und entrollte ein Transparent mit der Aufschrift „Der deutschen Wirtschaft!“ Mitgeführt wurden dabei Haken, Profiseile und Helme. Wie kamen sie damit durch die Sicherheitskontrollen? Bundestagspräsident Norbert Lammert nannte die Störung damals eine „Gratwanderung zwischen Besucherinteressen und Problemen, die immer mal auftreten können.“ Am 10. November 2014 folgten zwei radikale Israel-Gegner, die mithilfe von Abgeordneten der Linkspartei ins Bundestagsgebäude gelangten, dem Abgeordneten Gysi bis auf die Toilette und filmten ihn dabei. All diese Aktionen ähneln sich sehr, sind nicht legitim und gehören sanktioniert. Offensichtlich sind diverse links-grüne Aktivisten schon lange ebenfalls „Auf dem Weg der Nazis“. Aber auf dem Auge ist man schon lange blind! Dr. Alf Domeier, Minden

Auf einem Auge blind

Auf Einladung von AfD-Abgeordneten waren am 18. November „Querdenker“-Aktivisten ohne Begleitung über die Parlamentsflure gezogen. Mit Kameras konfrontierten sie Minister und Mandatsträger und gingen sie wegen der Neufassung des geplanten Infektionsschutzgesetzes an.

Am 26. November 2020 findet sich im Mindener Tageblatt ein nahezu ganzseitiger Artikel, in dem der Redakteur Pfitzner die „AfD auf dem Weg der Nazis“ sieht. Hintergrund ist das Eindringen von unberechtigten Personen in den Bundestag, ermöglicht durch Mitglieder der AfD-Fraktion, im Zusammenhang mit der Sitzung wegen der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes.

Diverse Abgeordnete anderer Parteien echauffieren sich maßlos über diesen Vorgang und rücken ihn in die Nähe von Nazi-Methoden. Mit der Aufmachung, die Sie der Aktion widmen, stoßen Sie ins gleiche Horn.

Offensichtlich ist nicht bekannt, dass ähnliche Aktionen aus dem links-grünen Lager im Bundestag schon früher mehrfach stattgefunden haben.

So warfen am 2. Juli 2020 „Aktivisten“ der extremistischen Klimabewegung „Extinction Rebellion“ und der „Generationen Stiftung“ im Bundestag während der laufenden Abstimmung über den Nachtragshaushalt Angela Merkel Flugblätter hinterher.

Am 4. Juni 2019 ließen sich „Klima-Aktivisten“ im Plenarsaal während einer Rede Wolfgang Schäubles vor dem Rednerpult zu Boden fallen, stellten sich tot und störten so den Ablauf der Veranstaltung.

Am 27. April 2007 störte eine dreizehnköpfige Besuchergruppe der „Jungen Linken“ die Sitzung des Ältestenrates, ließ Papiergeld von der Besuchertribüne herabregnen und entrollte ein Transparent mit der Aufschrift „Der deutschen Wirtschaft!“ Mitgeführt wurden dabei Haken, Profiseile und Helme. Wie kamen sie damit durch die Sicherheitskontrollen? Bundestagspräsident Norbert Lammert nannte die Störung damals eine „Gratwanderung zwischen Besucherinteressen und Problemen, die immer mal auftreten können.“

Am 10. November 2014 folgten zwei radikale Israel-Gegner, die mithilfe von Abgeordneten der Linkspartei ins Bundestagsgebäude gelangten, dem Abgeordneten Gysi bis auf die Toilette und filmten ihn dabei.

All diese Aktionen ähneln sich sehr, sind nicht legitim und gehören sanktioniert. Offensichtlich sind diverse links-grüne Aktivisten schon lange ebenfalls „Auf dem Weg der Nazis“. Aber auf dem Auge ist man schon lange blind!

Dr. Alf Domeier, Minden

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