Auf dem richtigen Weg Neben Kritik darf sich die Redaktion mitunter auch über Lob freuen. Ich möchte der gesamten MT-Redaktion mal mein Lob und meine Anerkennung aussprechen. Monika Jägers Artikel "Spurensuche" und "Hoffnung nicht zu groß werden lassen" sind für mich gute Beispiele für mutigen und kritischen Journalismus. Im Kommentar ("Standpunkt") von Chefredakteur Benjamin Piel wird ja auch deutlich, dass Sie sich die Entscheidung, wie weit Sie mit Ihrer Berichterstattung und Kommentierung gehen dürfen, nicht immer einfach machen. Besonders bemerkenswert war in anderem Zusammenhang auch der Artikel von Thomas Lieske "Neuer Name, alte Strukturen". Ein herausragendes Beispiel für investigativen Journalismus. Ich kann mir vorstellen, wie viel Arbeit hinter den ganzen Recherchen in solchen Themen steckt. Vielleicht hat Herr Lieske auch nicht alle Recherchen selbst gemacht, er versteht es aber, alle Recherchen zusammenzuführen und objektiv zu analysieren. So dass wir normalen Bürger die oftmals komplexen Strukturen, gerade auch jene im Immobiliensektor, dann auch verstehen können. Oder anders ausgedrückt: Sie als Zeitung sorgen damit für mehr Transparenz in der Öffentlichkeit. Etwas, das die Politik leider zu selten oder zu spät schafft. Darin zeigt sich schon der Unterschied zwischen den klassischen Medien und den sozialen Medien. Letztere sind häufig nur ein Sammelsurium von Meinungen, oft genug auch vollkommen konträr. Jeder postet dort mal eben seine Meinung, ohne sich selbst mal die Arbeit des Recherchierens zu machen. Dadurch hat die Diskussion in sozialen Medien häufig auch keinen wirklichen Nutzen, d.h. es gibt häufig keinen Fortschritt in der Sache. Im Gegensatz dazu steht nach Beendigung Ihrer Recherchen meistens ein nachprüfbares Ergebnis. Insofern ist Ihre Arbeit dann auch schon fast mit einer wissenschaftlichen Arbeit vergleichbar. Ich glaube, dass Sie als klassisches Medium auf dem richtigen Weg bei der Neuorientierung sind. Fakten liefern und verbreiten, und dabei immer eine objektive und kritische Distanz, also auch eine gesunde Skepsis, bewahren. Dann wird man in Zukunft auch nicht auf die klassischen Medien verzichten können. Detlef Möhle, Minden

Auf dem richtigen Weg

Neben Kritik darf sich die Redaktion mitunter auch über Lob freuen.

Ich möchte der gesamten MT-Redaktion mal mein Lob und meine Anerkennung aussprechen. Monika Jägers Artikel "Spurensuche" und "Hoffnung nicht zu groß werden lassen" sind für mich gute Beispiele für mutigen und kritischen Journalismus. Im Kommentar ("Standpunkt") von Chefredakteur Benjamin Piel wird ja auch deutlich, dass Sie sich die Entscheidung, wie weit Sie mit Ihrer Berichterstattung und Kommentierung gehen dürfen, nicht immer einfach machen.

Besonders bemerkenswert war in anderem Zusammenhang auch der Artikel von Thomas Lieske "Neuer Name, alte Strukturen". Ein herausragendes Beispiel für investigativen Journalismus. Ich kann mir vorstellen, wie viel Arbeit hinter den ganzen Recherchen in solchen Themen steckt. Vielleicht hat Herr Lieske auch nicht alle Recherchen selbst gemacht, er versteht es aber, alle Recherchen zusammenzuführen und objektiv zu analysieren. So dass wir normalen Bürger die oftmals komplexen Strukturen, gerade auch jene im Immobiliensektor, dann auch verstehen können. Oder anders ausgedrückt: Sie als Zeitung sorgen damit für mehr Transparenz in der Öffentlichkeit. Etwas, das die Politik leider zu selten oder zu spät schafft.

Darin zeigt sich schon der Unterschied zwischen den klassischen Medien und den sozialen Medien. Letztere sind häufig nur ein Sammelsurium von Meinungen, oft genug auch vollkommen konträr. Jeder postet dort mal eben seine Meinung, ohne sich selbst mal die Arbeit des Recherchierens zu machen. Dadurch hat die Diskussion in sozialen Medien häufig auch keinen wirklichen Nutzen, d.h. es gibt häufig keinen Fortschritt in der Sache. Im Gegensatz dazu steht nach Beendigung Ihrer Recherchen meistens ein nachprüfbares Ergebnis. Insofern ist Ihre Arbeit dann auch schon fast mit einer wissenschaftlichen Arbeit vergleichbar.

Ich glaube, dass Sie als klassisches Medium auf dem richtigen Weg bei der Neuorientierung sind. Fakten liefern und verbreiten, und dabei immer eine objektive und kritische Distanz, also auch eine gesunde Skepsis, bewahren. Dann wird man in Zukunft auch nicht auf die klassischen Medien verzichten können.

Detlef Möhle, Minden

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