Gefährliche Sorglosigkeit

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In der Corona-Krise entstanden Debatten über einschränkenden Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf das Leben.

Die meisten Coronapatienten machen die Krankheit zuhause durch, da die Bettenkapazität in den Kliniken nicht ausreicht. Posthume Tests zur Todesursache Corona gibt es nicht. Die Todesursachen heißen dann Kreislaufversagen, Nierenversagen, Leberversagen, Embolie, Sepsis... Auch zu corona-unabhängigen Todesfallzahlen gibt es keine Erhebungen. So gibt es keine Vergleiche zwischen den Sterblichkeitsraten vor und nach Corona. Das RKI spricht von einer "leichten Erhöhung" der sogenannten "Übersterblichkeit" und man fragt sich, woher die Zahlen stammen. Die Dunkelziffer der Erkrankten sowie der Toten wird von vielen Wissenschaftlern als sehr viel höher eingeschätzt, als es die offiziellen Zahlen verlautbaren. So führen falsche und unzureichende Statistiken zu Fehlinformationen und "Lebendigkeit" wird zur gefährlichen Sorglosigkeit. Die Menschen sind über Jahrzehnte auf kommerziell geprägtes Freizeitverhalten in Massenveranstaltungen geprägt worden. Mit Freiheit hatte das kaum zu tun, wie alles, was gelenkt und alternativlos daher kommt. Der eigentliche Freiheitsverlust und Verlust an "Lebendigkeit" war und ist der Zwang zu ungeliebter, schwerer und fremdbestimmter Arbeit mit viel zu langen Arbeitszeiten und zu wenig Zeit zur Erholung und für die individuell wichtigen Seiten des Lebens.

Brigitte Olschok, Minden

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Gefährliche SorglosigkeitIn der Corona-Krise entstanden Debatten über einschränkenden Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf das Leben. Die meisten Coronapatienten machen die Krankheit zuhause durch, da die Bettenkapazität in den Kliniken nicht ausreicht. Posthume Tests zur Todesursache Corona gibt es nicht. Die Todesursachen heißen dann Kreislaufversagen, Nierenversagen, Leberversagen, Embolie, Sepsis... Auch zu corona-unabhängigen Todesfallzahlen gibt es keine Erhebungen. So gibt es keine Vergleiche zwischen den Sterblichkeitsraten vor und nach Corona. Das RKI spricht von einer "leichten Erhöhung" der sogenannten "Übersterblichkeit" und man fragt sich, woher die Zahlen stammen. Die Dunkelziffer der Erkrankten sowie der Toten wird von vielen Wissenschaftlern als sehr viel höher eingeschätzt, als es die offiziellen Zahlen verlautbaren. So führen falsche und unzureichende Statistiken zu Fehlinformationen und "Lebendigkeit" wird zur gefährlichen Sorglosigkeit. Die Menschen sind über Jahrzehnte auf kommerziell geprägtes Freizeitverhalten in Massenveranstaltungen geprägt worden. Mit Freiheit hatte das kaum zu tun, wie alles, was gelenkt und alternativlos daher kommt. Der eigentliche Freiheitsverlust und Verlust an "Lebendigkeit" war und ist der Zwang zu ungeliebter, schwerer und fremdbestimmter Arbeit mit viel zu langen Arbeitszeiten und zu wenig Zeit zur Erholung und für die individuell wichtigen Seiten des Lebens. Brigitte Olschok, Minden