Mitglied im Aufsichtsrat gesucht

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Durch die Corona-Krise geriet die Lufthansa in Not und soll staatliche Hilfen erhalten. Einige Politiker fordern dafür strenge Auflagen.

In der sich offensichtlich abzeichnenden finanziellen, coronabedingten Schieflage der Lufthansa laufen die Verhandlungen über ein Rettungspaket von 9 Milliarden Euro mit den beteiligten Ministerien für Wirtschaft und Finanzen. Nach Medienangaben möchte der Kredit gewährende Staat als Gegenleistung einen Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden. Das scheint bei der Lufthansa nicht so richtig gut anzukommen.

Um die Situation etwas zu entkrampfen, schlage ich vor: Nehmt den Klaus Wowereit. Der hat sogar bereits als Aufsichtsratsvorsitzender des BER seine Kompetenz in der Kontrolle, im Management komplexester wirtschaftlicher Großprojekte eingebracht. Und das auch noch im Bereich der Luftfahrtbranche. Wenn man dem Lufthansachef nun sagen würde, der Klaus soll es werden, so als eine Art Heimspiel, wird dessen mutmaßliche Ablehnung gegen die grundsätzliche Entsendung eines Staatsvertreters in das Kontrollgremium wohl deutlich abnehmen. Denn der Klaus würde den Laden sicherlich nicht durch zu viele Nachfragen oder klugen Rat durcheinander bringen. Das hat er als Chef eines solchen Gremiums beim BER ja wohl auch nicht getan.

Und da es für so einen Job wohl auch eine Aufwandsentschädigung gibt, die sich mindernd auf seine Staatsversorgung auswirken dürfte, zeichnet sich ein zweiter Gewinner ab. Der Steuerzahler. So ist dann ja allen wirklich geholfen, der Lufthansa, den beteiligten Bundesministerien, dem Steuerzahler und dem Klaus. Mehr geht in diesen Zeiten nun wirklich nicht!

Eberhard Peithmann, Hille

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Mitglied im Aufsichtsrat gesuchtDurch die Corona-Krise geriet die Lufthansa in Not und soll staatliche Hilfen erhalten. Einige Politiker fordern dafür strenge Auflagen. In der sich offensichtlich abzeichnenden finanziellen, coronabedingten Schieflage der Lufthansa laufen die Verhandlungen über ein Rettungspaket von 9 Milliarden Euro mit den beteiligten Ministerien für Wirtschaft und Finanzen. Nach Medienangaben möchte der Kredit gewährende Staat als Gegenleistung einen Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden. Das scheint bei der Lufthansa nicht so richtig gut anzukommen. Um die Situation etwas zu entkrampfen, schlage ich vor: Nehmt den Klaus Wowereit. Der hat sogar bereits als Aufsichtsratsvorsitzender des BER seine Kompetenz in der Kontrolle, im Management komplexester wirtschaftlicher Großprojekte eingebracht. Und das auch noch im Bereich der Luftfahrtbranche. Wenn man dem Lufthansachef nun sagen würde, der Klaus soll es werden, so als eine Art Heimspiel, wird dessen mutmaßliche Ablehnung gegen die grundsätzliche Entsendung eines Staatsvertreters in das Kontrollgremium wohl deutlich abnehmen. Denn der Klaus würde den Laden sicherlich nicht durch zu viele Nachfragen oder klugen Rat durcheinander bringen. Das hat er als Chef eines solchen Gremiums beim BER ja wohl auch nicht getan. Und da es für so einen Job wohl auch eine Aufwandsentschädigung gibt, die sich mindernd auf seine Staatsversorgung auswirken dürfte, zeichnet sich ein zweiter Gewinner ab. Der Steuerzahler. So ist dann ja allen wirklich geholfen, der Lufthansa, den beteiligten Bundesministerien, dem Steuerzahler und dem Klaus. Mehr geht in diesen Zeiten nun wirklich nicht! Eberhard Peithmann, Hille