Kaum auszuhalten

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In der Corona-Krise besteht die Maskenpflicht bei Einkäufen. MT-Redakteur Thomas Lieske schilderteschilderte in einem Essay im Zuge der Serie Gedanken zur Krise seine Erfahrungen dazu.

Ich bin froh und dankbar, dass Herr Lieske dieses Problem der Maskenpflicht beim Einkaufen aufgegriffen hat. Nicht nur als Seniorin über 80 Jahren, bisher noch sehr aktiv und rüstig, sondern besonders als Leidtragende einer akuten COPD mittelschweren Grades kann ich es unter einer Mund-Nase-Maske keine zwei bis drei Minuten aushalten, ich habe den Eindruck, ich müsste ersticken. Also bin ich vom Wohlwollen anderer – Tochter und guter Freundinnen – abhängig, die nun meine Einkäufe erledigen. Selbst auf dem Wochenmarkt in freier Luft ertrage ich es unter diesen Masken nicht! Eigentlich wäre ich mit einer „akuten Atemwegserkrankung“ von der Maskenpflicht „befreit“. Doch wie peinlich wäre es für mich, wenn ich jedes Mal, wenn mich eine Kundin/ein Kunde strafend anschaut, erklären müsste, warum ich keine Maske trage! Also verzichte ich auf meine Einkäufe, was mir sehr schwer fällt. Wir können nur alle hoffen, dass wir von dieser lästigen Vorsichtsmaßnahme bald befreit werden.

Kriemhilde Wehmann, Porta Westfalica

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Kaum auszuhaltenIn der Corona-Krise besteht die Maskenpflicht bei Einkäufen. MT-Redakteur Thomas Lieske schilderteschilderte in einem Essay im Zuge der Serie Gedanken zur Krise seine Erfahrungen dazu. Ich bin froh und dankbar, dass Herr Lieske dieses Problem der Maskenpflicht beim Einkaufen aufgegriffen hat. Nicht nur als Seniorin über 80 Jahren, bisher noch sehr aktiv und rüstig, sondern besonders als Leidtragende einer akuten COPD mittelschweren Grades kann ich es unter einer Mund-Nase-Maske keine zwei bis drei Minuten aushalten, ich habe den Eindruck, ich müsste ersticken. Also bin ich vom Wohlwollen anderer – Tochter und guter Freundinnen – abhängig, die nun meine Einkäufe erledigen. Selbst auf dem Wochenmarkt in freier Luft ertrage ich es unter diesen Masken nicht! Eigentlich wäre ich mit einer „akuten Atemwegserkrankung“ von der Maskenpflicht „befreit“. Doch wie peinlich wäre es für mich, wenn ich jedes Mal, wenn mich eine Kundin/ein Kunde strafend anschaut, erklären müsste, warum ich keine Maske trage! Also verzichte ich auf meine Einkäufe, was mir sehr schwer fällt. Wir können nur alle hoffen, dass wir von dieser lästigen Vorsichtsmaßnahme bald befreit werden. Kriemhilde Wehmann, Porta Westfalica