Baumfällungen durch Professionalität verhindern

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Immer wieder kommt es zu Rodungen im Kreisgebiet.

Ich finde, dass die Bürgerinnen und Bürger des Mühlenkreises eine professionelle Zusammenarbeit der verschiedenen beteiligten Institutionen erwarten dürfen, wenn es um den Naturschutz oder um einen Eingriff in die Natur geht. Die Rodung der Naturdenkmalfläche am Kirchsiek mit der Grünen Nieswurz im Hang-Schluchtwald wäre nie passiert, wenn es eine klare Kommunikation zwischen der Stadt, der Kreisverwaltung, den Stadtwerken und der Polizei gegeben hätte. Mich interessiert nun, wie ein solcher Fehler mit seiner gravierenden Naturzerstörung in Zukunft effektiv verhindert wird. Welche angepassten Verfahrensabläufe wird es zukünftig in der Kreisumweltbehörde und bei den anderen Beteiligten geben? Wird zum Beispiel demnächst die zuständige Polizeiwache ausdrücklich über einen Eingriff in einem gesetzlich geschützten Landschaftsbestandteil informiert, sodass die Polizei sofort handlungsfähig ist, auch wenn die Rodungsarbeiten zufällig an einem Samstag stattfinden? Das Naturdenkmal am Kirchsiek wäre heute noch intakt, wenn die Polizei diesen Informationsvorsprung gehabt hätte, da die Polizeibeamten ja zu Beginn der Rodungsarbeiten am Samstagvormittag an den Ort des Geschehens gerufen worden waren. Am darauffolgenden Montag, als die Kreisumweltbehörde die Rodung tatsächlich stoppte, waren bereits 90 Prozent der Bäume gefällt und die Nieswurz entsprechend geschädigt.

Reinhard Jäger, Porta Westfalica

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Baumfällungen durch Professionalität verhindernImmer wieder kommt es zu Rodungen im Kreisgebiet. Ich finde, dass die Bürgerinnen und Bürger des Mühlenkreises eine professionelle Zusammenarbeit der verschiedenen beteiligten Institutionen erwarten dürfen, wenn es um den Naturschutz oder um einen Eingriff in die Natur geht. Die Rodung der Naturdenkmalfläche am Kirchsiek mit der Grünen Nieswurz im Hang-Schluchtwald wäre nie passiert, wenn es eine klare Kommunikation zwischen der Stadt, der Kreisverwaltung, den Stadtwerken und der Polizei gegeben hätte. Mich interessiert nun, wie ein solcher Fehler mit seiner gravierenden Naturzerstörung in Zukunft effektiv verhindert wird. Welche angepassten Verfahrensabläufe wird es zukünftig in der Kreisumweltbehörde und bei den anderen Beteiligten geben? Wird zum Beispiel demnächst die zuständige Polizeiwache ausdrücklich über einen Eingriff in einem gesetzlich geschützten Landschaftsbestandteil informiert, sodass die Polizei sofort handlungsfähig ist, auch wenn die Rodungsarbeiten zufällig an einem Samstag stattfinden? Das Naturdenkmal am Kirchsiek wäre heute noch intakt, wenn die Polizei diesen Informationsvorsprung gehabt hätte, da die Polizeibeamten ja zu Beginn der Rodungsarbeiten am Samstagvormittag an den Ort des Geschehens gerufen worden waren. Am darauffolgenden Montag, als die Kreisumweltbehörde die Rodung tatsächlich stoppte, waren bereits 90 Prozent der Bäume gefällt und die Nieswurz entsprechend geschädigt. Reinhard Jäger, Porta Westfalica