Eigentlich Pflichtaufgabe der Städte

veröffentlicht

Zurzeit wandern Amphibien, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Zu ihrem Schutz wurden Zäune aufgestellt, um die Überquerung stark frequentierter Straße zu schützen.

Ich möchte mich für den gut recherchierten Presseartikel „Schutzzäune aufgestellt“ in Petershagen bedanken. Hier sieht man, dass Sie viel Sach- und Fachverstand haben und ordentlich recherchieren. Gerne können Sie uns jederzeit zu diesem und anderen Themen rund um die Natur ansprechen. Wir koordinieren die Betreuung der Zäune durch zirka 110 Ehrenamtliche und den Aufbau der Zäune die für die Landes- und Bundesstraßen durch die Straßenmeistereien, die Bauhöfen des Kreises und einiger Städte erfolgt. Einige Ehrenamtliche bauen selbst Zäune auf und viele sammeln auch auf bestimmten Straßen die Tiere auf den Straßen ein, da nicht überall eine Zaun aufgebaut werden kann.

Amphibien gehören zu den geschützten Arten. Der Straßenbaulastträger muss bei seinen Straßen dafür zu sorgen, dass durch sie keine Schaden verursacht wird. Dies gilt auch für den zu verhindernden Tod der Amphibien, wenn die Straße ihren Lebensraum zerschneidet. Alle beteiligen sich leider nicht an dieser Pflichtaufgabe Amphibienschutzzäune an ihren Straßen aufzubauen oder gegebenenfalls Straßen zu sperren. Hier muss die Politik endlich handeln um zu veranlassen, dass in den Haushalt für diese wichtige Aufgabe genug Geld eingestellt wird.

Die Ehrenamtlichen engagieren sich jedes Jahr Stunde um Stunde für die Pflichtaufgabe der Städte, des Kreises, des Landes und Bundes. Über 2.200 Stunden werden an den zirka 25 Amphibienschutzzäunen auf insgesamt 18 Kilometer Länge im Kreis Minden-Lübbecke von den ehrenamtlichen Krötentaxis Ende Februar bis Anfang April zur Amphibienwanderung geleistet. Über 110.000 Euro ohne An- und Abfahrtkosten ersparen die Ehrenamtlichen jedes Jahr den Straßenbaulastträgern im Kreis Minden-Lübbecke. Dafür haben sie ein dickes Dankeschön und Achtung aus der Bevölkerung verdient. Teilweise müssen sie sich für diese Arbeit aber anfeinden lassen und sich rechtfertigen, da bei manchen Politikern im Stadtgebiet Porta sowie bei manchen Journalisten wohl noch nicht angekommen ist, dass wir Menschen ohne Natur nicht überleben können und daher alles für den Schutz tun müssen. Artensterben wie Insektensterben, Baumsterben, Klimawandel alles dieses bedroht unsere Lebensgrundlage. Eine Straßensperre in der Nacht ist doch noch das geringste und kostengünstigste was von der Stadt gemacht werden kann. Dafür ein Lob an die Stadt, dass sie dies am Papensgrund organisiert hat. Alle machen sich über das Artensterben Gedanken und hier wird sich wegen eines kleinen Umweges, den wenige Menschen in der Nacht machen müssen, aufgeregt. Die haben den Ernst der Lage offensichtlich immer noch nicht verstanden.

Gabriele Potabgy, Minden

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Eigentlich Pflichtaufgabe der StädteZurzeit wandern Amphibien, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Zu ihrem Schutz wurden Zäune aufgestellt, um die Überquerung stark frequentierter Straße zu schützen. Ich möchte mich für den gut recherchierten Presseartikel „Schutzzäune aufgestellt“ in Petershagen bedanken. Hier sieht man, dass Sie viel Sach- und Fachverstand haben und ordentlich recherchieren. Gerne können Sie uns jederzeit zu diesem und anderen Themen rund um die Natur ansprechen. Wir koordinieren die Betreuung der Zäune durch zirka 110 Ehrenamtliche und den Aufbau der Zäune die für die Landes- und Bundesstraßen durch die Straßenmeistereien, die Bauhöfen des Kreises und einiger Städte erfolgt. Einige Ehrenamtliche bauen selbst Zäune auf und viele sammeln auch auf bestimmten Straßen die Tiere auf den Straßen ein, da nicht überall eine Zaun aufgebaut werden kann. Amphibien gehören zu den geschützten Arten. Der Straßenbaulastträger muss bei seinen Straßen dafür zu sorgen, dass durch sie keine Schaden verursacht wird. Dies gilt auch für den zu verhindernden Tod der Amphibien, wenn die Straße ihren Lebensraum zerschneidet. Alle beteiligen sich leider nicht an dieser Pflichtaufgabe Amphibienschutzzäune an ihren Straßen aufzubauen oder gegebenenfalls Straßen zu sperren. Hier muss die Politik endlich handeln um zu veranlassen, dass in den Haushalt für diese wichtige Aufgabe genug Geld eingestellt wird. Die Ehrenamtlichen engagieren sich jedes Jahr Stunde um Stunde für die Pflichtaufgabe der Städte, des Kreises, des Landes und Bundes. Über 2.200 Stunden werden an den zirka 25 Amphibienschutzzäunen auf insgesamt 18 Kilometer Länge im Kreis Minden-Lübbecke von den ehrenamtlichen Krötentaxis Ende Februar bis Anfang April zur Amphibienwanderung geleistet. Über 110.000 Euro ohne An- und Abfahrtkosten ersparen die Ehrenamtlichen jedes Jahr den Straßenbaulastträgern im Kreis Minden-Lübbecke. Dafür haben sie ein dickes Dankeschön und Achtung aus der Bevölkerung verdient. Teilweise müssen sie sich für diese Arbeit aber anfeinden lassen und sich rechtfertigen, da bei manchen Politikern im Stadtgebiet Porta sowie bei manchen Journalisten wohl noch nicht angekommen ist, dass wir Menschen ohne Natur nicht überleben können und daher alles für den Schutz tun müssen. Artensterben wie Insektensterben, Baumsterben, Klimawandel alles dieses bedroht unsere Lebensgrundlage. Eine Straßensperre in der Nacht ist doch noch das geringste und kostengünstigste was von der Stadt gemacht werden kann. Dafür ein Lob an die Stadt, dass sie dies am Papensgrund organisiert hat. Alle machen sich über das Artensterben Gedanken und hier wird sich wegen eines kleinen Umweges, den wenige Menschen in der Nacht machen müssen, aufgeregt. Die haben den Ernst der Lage offensichtlich immer noch nicht verstanden. Gabriele Potabgy, Minden