Die Konsequenzen der vielen Fällungen

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Immer wieder gibt es Berichte von, teils illegalen, Rodungen im Kreisgebiet.

Mir liegen die Bewertungen der illegalen Rodung der Naturdenkmalfläche ,,Nieswurz" durch die Stadtwerke Porta Westfalica und die illegale Fällung im Barkhauser Landschaftsschutzgebiet an der Weser am Herzen. D.h. ich möchte genauso wie große Teile der Öffentlichkeit erfahren, zu welchem Urteil die Kreisumweltbehörde auf der Grundlage der Naturschutzgesetze gekommen ist und welche Folgen daraus für die Verursacher entstehen.Denn nur wenn die Bevölkerung im Mühlenkreis sieht, dass das Naturschutzrecht für alle gilt, dann sieht sie ein, dass auch sie sich an geltendes Recht halten muss. Ich hoffe nicht, dass die nötige Aufklärung durch die Kreisbehörde und die Transparenz gegenüber der Bevölkerung aufgrund des Arguments „Datenschutz“ unterbleibt.Ich möchte auch gern wissen, wie die Unterschutzstellung von einzelnen Bäumen, wie zum Beispiel der Hainbuche auf dem Hohen Brink in Hausberge, durch die Kreisumweltbehörde in Zukunft professioneller erfolgt, damit die Motorsäge,trotz bereits erfolgter Baumschutzentscheidung durch die Kreisbehörde, nicht einfach so weitersägt.Außerdem wünsche ich mir auch ein klares Signal an Unternehmen, dass eine vorsätzliche Schädigung eines alten Baumes, wie die erfolgte Ringelung der 150 Jahre alten Blutbuche an der Mindener Hardenbergstraße, nicht die erwünschte Streichung von der Schutzliste hat, sondern stattdessen mit einem schmerzhaft hohen Bußgeld und Kompensierung zu rechnen ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Kreisumweltbehörde in der Bevölkerung wieder als Interessenvertretung für die Natur und Umwelt wahrgenommen werden kann und die Naturschutzgesetzgebung im Mühlenkreis ernst genommen würde.

Rudolf Krüger, Minden

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Die Konsequenzen der vielen FällungenImmer wieder gibt es Berichte von, teils illegalen, Rodungen im Kreisgebiet. Mir liegen die Bewertungen der illegalen Rodung der Naturdenkmalfläche ,,Nieswurz" durch die Stadtwerke Porta Westfalica und die illegale Fällung im Barkhauser Landschaftsschutzgebiet an der Weser am Herzen. D.h. ich möchte genauso wie große Teile der Öffentlichkeit erfahren, zu welchem Urteil die Kreisumweltbehörde auf der Grundlage der Naturschutzgesetze gekommen ist und welche Folgen daraus für die Verursacher entstehen.Denn nur wenn die Bevölkerung im Mühlenkreis sieht, dass das Naturschutzrecht für alle gilt, dann sieht sie ein, dass auch sie sich an geltendes Recht halten muss. Ich hoffe nicht, dass die nötige Aufklärung durch die Kreisbehörde und die Transparenz gegenüber der Bevölkerung aufgrund des Arguments „Datenschutz“ unterbleibt.Ich möchte auch gern wissen, wie die Unterschutzstellung von einzelnen Bäumen, wie zum Beispiel der Hainbuche auf dem Hohen Brink in Hausberge, durch die Kreisumweltbehörde in Zukunft professioneller erfolgt, damit die Motorsäge,trotz bereits erfolgter Baumschutzentscheidung durch die Kreisbehörde, nicht einfach so weitersägt.Außerdem wünsche ich mir auch ein klares Signal an Unternehmen, dass eine vorsätzliche Schädigung eines alten Baumes, wie die erfolgte Ringelung der 150 Jahre alten Blutbuche an der Mindener Hardenbergstraße, nicht die erwünschte Streichung von der Schutzliste hat, sondern stattdessen mit einem schmerzhaft hohen Bußgeld und Kompensierung zu rechnen ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Kreisumweltbehörde in der Bevölkerung wieder als Interessenvertretung für die Natur und Umwelt wahrgenommen werden kann und die Naturschutzgesetzgebung im Mühlenkreis ernst genommen würde. Rudolf Krüger, Minden