Wo bleibt der Aufschrei an anderer Stelle?

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Seit Anfang des Jahres gilt die Bonpflicht.

"Steuerfahnder jubeln, Händler, Kunden und Umweltschützer wüten über die sogenannte Kassenbon-Flut (hier die Brötchen-Bons). Aber warum ist man so gegen diese Bons? Jeder mündige Bürger weiß doch, diese Bons/Quittungen haben doch zwei wichtige Funktionen: Sie bestätigen den Erhalt einer Leistung und sie beugen (möglichen) Steuerbetrug vor. Und wir sind doch wohl alle gegen Steuerbetrug, oder? Dieses Bon-System funktioniert doch in anderen EU-Ländern, und das hervorragend.

Das MT berichtete: "Brauchen Sie den Beleg"? In dem Bericht wird gestöhnt und gejammert, die vielen benötigten Papierrollen, die finanziellen Belastungen, die vielen schädlichen Chemiekalien im Papier (aber man kann auch recyceltes Papier benutzen), die Verschwendung von Ressourcen, die Erhöhung des Müllvolumens und so weiter. Selbst der scheinheilige Umwelt- und Naturschutz-Bund des Kreises Minden-Lübbecke wütet gegen die Bon-Pflicht. Er unterstützt die Bon-Gegner, das Thema wird in den Medien mit viel Glänzer gepflegt und somit am köcheln gehalten. Aber wo bleibt denn der Aufschrei dieser umweltbewussten BUND-Institution wenn es um die Verhinderung des täglichen Müllvolumens geht, verursacht durch die agressive Werbeflut? Wir Verbraucher werden ja permanent zugebombt mit der Werbung von Technik, Möbel, Supermarkt und Discounter-Angeboten, und das in Großaufmachung, oft auf bestem Thermopapier, das dann ungelesen in der Mülltonne landet.

Da könnten diese Instutionen auch mal den Mund aufmachen, da bleiben sie stumm."

Heinz Schmidt, Minden

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Wo bleibt der Aufschrei an anderer Stelle?Seit Anfang des Jahres gilt die Bonpflicht. "Steuerfahnder jubeln, Händler, Kunden und Umweltschützer wüten über die sogenannte Kassenbon-Flut (hier die Brötchen-Bons). Aber warum ist man so gegen diese Bons? Jeder mündige Bürger weiß doch, diese Bons/Quittungen haben doch zwei wichtige Funktionen: Sie bestätigen den Erhalt einer Leistung und sie beugen (möglichen) Steuerbetrug vor. Und wir sind doch wohl alle gegen Steuerbetrug, oder? Dieses Bon-System funktioniert doch in anderen EU-Ländern, und das hervorragend. Das MT berichtete: "Brauchen Sie den Beleg"? In dem Bericht wird gestöhnt und gejammert, die vielen benötigten Papierrollen, die finanziellen Belastungen, die vielen schädlichen Chemiekalien im Papier (aber man kann auch recyceltes Papier benutzen), die Verschwendung von Ressourcen, die Erhöhung des Müllvolumens und so weiter. Selbst der scheinheilige Umwelt- und Naturschutz-Bund des Kreises Minden-Lübbecke wütet gegen die Bon-Pflicht. Er unterstützt die Bon-Gegner, das Thema wird in den Medien mit viel Glänzer gepflegt und somit am köcheln gehalten. Aber wo bleibt denn der Aufschrei dieser umweltbewussten BUND-Institution wenn es um die Verhinderung des täglichen Müllvolumens geht, verursacht durch die agressive Werbeflut? Wir Verbraucher werden ja permanent zugebombt mit der Werbung von Technik, Möbel, Supermarkt und Discounter-Angeboten, und das in Großaufmachung, oft auf bestem Thermopapier, das dann ungelesen in der Mülltonne landet. Da könnten diese Instutionen auch mal den Mund aufmachen, da bleiben sie stumm." Heinz Schmidt, Minden