Wirklich so undramatisch?

veröffentlicht

Aus Angst vor dem Corona-Virus ist auch im Mühlenkreis die Nachfrage nach Atemschutzmasken gestiegen.

"Atemschutzmasken können Teil einer effektiven Infektionsschutz-Strategie sein. Unbestritten ist auch, dass das Infektionsrisiko für Nichtinfizierte deutlich sinkt, wenn Infizierte eine Maske tragen. Personen, die ohne es zu wissen, Kontakt mit Infizierten hatten, tragen den Virus während der symptomfreien Inkubationszeit unwissentlich weiter. Und wenn sie dann mit Symptomen zum Arzt gehen, werden sie heimgeschickt. Tests werden bekanntlich nur veranlasst für Personen, die in den chinesischen infektionsgebieten waren oder Kontakt mit Menschen hatten, die dort waren. Demnach gibt es wahrscheinlich eine ständig wachsende Dunkelziffer. 20 Prozent der Erkrankten soll es härter treffen. Das könnten sehr viele Menschen sein. In diesem Zusammenhang darf die Frage erlaubt sein: Was ist mit den Chinesen, die zum chinesischen Neujahrsfest auf Einladung des Mindener deutsch-chinesischen Vereins angereist waren? Waren alle negativ getestet? Und was ist mit den Schulen? Sind die Klassen gut mit Seife und Handtüchern ausgestattet? Das Gesundheitsamt sollte nicht nur hinweisen, sondern auch kontrollieren. Ebenso in den Supermärkten. Da wird in die Hand gehustet und anschließend das Obst einzeln abgetastet. Auch hier keinerlei Hinweise, keinerlei Kontrolle. Und was ist mit den Testlaboren? Wie viele gibt es denn bundesweit? Und wie viele Tests sind täglich möglich? Ich las von 100, aber lasse mich gern belehren. Die Chinesen nehmen seit kurzem nur noch die Erkrankten in die Statistik. Nicht mehr die Infizierten ohne Symptome. Die Tests werden damit drastisch reduziert, aus Mangel vermutlich. Ich wäre jedenfalls beruhigter, wenn Atemmasken ausreichend vorrätig wären, und wenn es genügend Testmöglichkeiten geben würde. Ganz zu schweigen von fehlenden Krankenhausbetten, Intensivstationen, Ärzten und Pflegekräften! Und kein Mensch versteht, warum die Regierung den Flugverkehr aus China nicht stoppt oder wenigstens kontrolliert. Die Bevölkerung nur ruhig zu halten, reicht eben nicht und kann sich bitter rächen."

Brigitte Olschok, Minden

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Wirklich so undramatisch?Aus Angst vor dem Corona-Virus ist auch im Mühlenkreis die Nachfrage nach Atemschutzmasken gestiegen. "Atemschutzmasken können Teil einer effektiven Infektionsschutz-Strategie sein. Unbestritten ist auch, dass das Infektionsrisiko für Nichtinfizierte deutlich sinkt, wenn Infizierte eine Maske tragen. Personen, die ohne es zu wissen, Kontakt mit Infizierten hatten, tragen den Virus während der symptomfreien Inkubationszeit unwissentlich weiter. Und wenn sie dann mit Symptomen zum Arzt gehen, werden sie heimgeschickt. Tests werden bekanntlich nur veranlasst für Personen, die in den chinesischen infektionsgebieten waren oder Kontakt mit Menschen hatten, die dort waren. Demnach gibt es wahrscheinlich eine ständig wachsende Dunkelziffer. 20 Prozent der Erkrankten soll es härter treffen. Das könnten sehr viele Menschen sein. In diesem Zusammenhang darf die Frage erlaubt sein: Was ist mit den Chinesen, die zum chinesischen Neujahrsfest auf Einladung des Mindener deutsch-chinesischen Vereins angereist waren? Waren alle negativ getestet? Und was ist mit den Schulen? Sind die Klassen gut mit Seife und Handtüchern ausgestattet? Das Gesundheitsamt sollte nicht nur hinweisen, sondern auch kontrollieren. Ebenso in den Supermärkten. Da wird in die Hand gehustet und anschließend das Obst einzeln abgetastet. Auch hier keinerlei Hinweise, keinerlei Kontrolle. Und was ist mit den Testlaboren? Wie viele gibt es denn bundesweit? Und wie viele Tests sind täglich möglich? Ich las von 100, aber lasse mich gern belehren. Die Chinesen nehmen seit kurzem nur noch die Erkrankten in die Statistik. Nicht mehr die Infizierten ohne Symptome. Die Tests werden damit drastisch reduziert, aus Mangel vermutlich. Ich wäre jedenfalls beruhigter, wenn Atemmasken ausreichend vorrätig wären, und wenn es genügend Testmöglichkeiten geben würde. Ganz zu schweigen von fehlenden Krankenhausbetten, Intensivstationen, Ärzten und Pflegekräften! Und kein Mensch versteht, warum die Regierung den Flugverkehr aus China nicht stoppt oder wenigstens kontrolliert. Die Bevölkerung nur ruhig zu halten, reicht eben nicht und kann sich bitter rächen." Brigitte Olschok, Minden