Mehr alte Bäume erhalten! In den letzten Wochen und Monaten berichtete das MT immer wieder über Baumfällungen. Immer wieder wird in der letzten Zeit von Baumfällaktionen berichtet, und es sind fast immer alte große Bäume, die weichen müssen: aus Verkehrssicherungsgründen, wenn sie im Weg von Bauvorhaben stehen oder auch einfach nur, weil sie zuviel Dreck machen würden! Sehr alte dicke Bäume können unter Schutz gestellt werden, wenn sie wichtig für das Stadtbild sind und keine Schäden aufweisen. Leider klappte dies bei der alten Buche in Porta Westfalica nicht, genauso wenig konnte das Umweltamt den Hang am Kirchsiek mit der geschützten Pflanze Grüner Nieswurz vor der Zerstörrung schützen. Im Falle der großen Buche in der Hardenbergstraße hatte die Behörde den Baum schon seit mehr als zwei Jahren im Auge , aber erst jetzt wurde er vorgesehen für die Liste der Naturdenkmäler. Das MT berichtete über den traurigen Verlauf, in dem der Baum absichtlich stark geschädigt wurde, sicher um den Weg frei zu machen für ein Bauvorhaben? Da wurde offensichtlich in der Behörde zu langsam gearbeitet! Das alles zeigt doch, das die Umweltbehörde nicht das Instrument alleine sein kann, um unsere Bäume wirklich zu schützen! Es ist bekannt, dass für ein gesundes Leben in der Stadt grüne Oasen und auch Brachflächen erhalten werden sollten, um der Natur Platz zu geben! Leider geschieht in Minden in dieser Hinsicht gar nichts, und die Stadt selber trägt dazu bei, die Anzahl der Bäume zu dezimieren. In der Stadt und vor allem im Glacis wird seit Jahren kaum beziehungsweise gar nicht nachgepflanzt, aber fleißig gefällt! Das Totschlagargument Verkehrssicherungspflicht sollte endlich dem Argument der Natursicherungspflicht gegenübergestellt werden. Ich möchte dazu an Frau Helge Breloer erinnern, eine Baumfachfrau und Juristin, die genau auf dieses immer hinwies. Es wird also Zeit für eine Baumschutzsatzung, wie sie schon in vielen Städten und Gemeinden existiert oder gefordert wird! Es müssen endlich die Ängste in den Köpfen der Politiker überwunden werden, damit eine Katastrophe zu verursachen! Es geht schlichtweg nur um unser weiteres Überleben in dieser Welt! Ute Becker, Minden

Mehr alte Bäume erhalten!

In den letzten Wochen und Monaten berichtete das MT immer wieder über Baumfällungen.

Immer wieder wird in der letzten Zeit von Baumfällaktionen berichtet, und es sind fast immer alte große Bäume, die weichen müssen: aus Verkehrssicherungsgründen, wenn sie im Weg von Bauvorhaben stehen oder auch einfach nur, weil sie zuviel Dreck machen würden! Sehr alte dicke Bäume können unter Schutz gestellt werden, wenn sie wichtig für das Stadtbild sind und keine Schäden aufweisen. Leider klappte dies bei der alten Buche in Porta Westfalica nicht, genauso wenig konnte das Umweltamt den Hang am Kirchsiek mit der geschützten Pflanze Grüner Nieswurz vor der Zerstörrung schützen. Im Falle der großen Buche in der Hardenbergstraße hatte die Behörde den Baum schon seit mehr als zwei Jahren im Auge , aber erst jetzt wurde er vorgesehen für die Liste der Naturdenkmäler. Das MT berichtete über den traurigen Verlauf, in dem der Baum absichtlich stark geschädigt wurde, sicher um den Weg frei zu machen für ein Bauvorhaben? Da wurde offensichtlich in der Behörde zu langsam gearbeitet!

Das alles zeigt doch, das die Umweltbehörde nicht das Instrument alleine sein kann, um unsere Bäume wirklich zu schützen! Es ist bekannt, dass für ein gesundes Leben in der Stadt grüne Oasen und auch Brachflächen erhalten werden sollten, um der Natur Platz zu geben! Leider geschieht in Minden in dieser Hinsicht gar nichts, und die Stadt selber trägt dazu bei, die Anzahl der Bäume zu dezimieren. In der Stadt und vor allem im Glacis wird seit Jahren kaum beziehungsweise gar nicht nachgepflanzt, aber fleißig gefällt! Das Totschlagargument Verkehrssicherungspflicht sollte endlich dem Argument der Natursicherungspflicht gegenübergestellt werden. Ich möchte dazu an Frau Helge Breloer erinnern, eine Baumfachfrau und Juristin, die genau auf dieses immer hinwies. Es wird also Zeit für eine Baumschutzsatzung, wie sie schon in vielen Städten und Gemeinden existiert oder gefordert wird! Es müssen endlich die Ängste in den Köpfen der Politiker überwunden werden, damit eine Katastrophe zu verursachen! Es geht schlichtweg nur um unser weiteres Überleben in dieser Welt!

Ute Becker, Minden

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