Klare Ansage wäre gut Die EU-Kommission will Ein- und Zwei-Cent-Münzen abschaffen. "Nach Lesen des Artikels „Psychologie der krummen Preise“ sinniere ich darüber wie viele „harte Euro’s“ Mitarbeiter der EU-Kommission wohl verdienen mit der Beschäftigung dieser Thematik, und wie viel Zeit mag wohl ins Land gehen bis zu einem Entscheid? Grundsätzlich sehe ich die Abschaffung der Kleinstmünzen auch eher vorteilhaft, noch dazu sollte man doch mit Nachbarländern in solcher Hinsicht gleichziehen. Der Aspekt, dass die Prägung dieser Münzen einen hohen Kostenfaktor darstellt, ist sicherlich nicht vom Tisch zu weisen, wobei ich bei einer Abschaffung erwarte, dass die Preise dementsprechend „klar“ angeglichen werden anstatt immer noch die 99 Cent nach dem Komma zu setzen, weil sonst der potentielle Käufer psychologisch nicht ausreichend animiert wird. Bleibt also zu hoffen, dass die EU-Kommission in der Abwägung nicht von „Höcksken auf Stöcksken“ springt, sondern einfach zeitnah eine klare Ansage macht, angesichts der hohen Kosten für die Prägung der Münzen sowie deren Nutzen im Zahlungsverkehr zukünftig auf diese zu verzichten! Und man verschone uns bitte mit sogenannten „psychologischen Preisen“ – ist doch eigentlich ein ganz einfacher Auftrag! Aber von Pro und Contra einmal ganz abgesehen bewegen wir uns inzwischen auf einem ganz schön “ hohen Ross“ zu behaupten, dass wir die Cents nicht mehr brauchen! Also ich bücke mich heute noch für einen Cent, der vor meinen Füßen liegt und bei mir machen – nach Adam Riese - 100 Cent nach wie vor ein Euro! Wenn jemandem das viele „Klimpergeld“ im Portemonnaie stört, möge er es doch einem Bedürftigen in den Hut werfen, so sind gleich wieder zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen! Manch Verstorbener aus vorherigen Generationen, die den Pfennig mehr als einmal umdrehen mussten, soll sich wohl im Grabe umdrehen! Lehrten sie uns schließlich „wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“. Ist dieser Sinnspruch tatsächlich so verstaubt? Ich bin damit bis heute stets gut gefahren!" Marion Kanngiesser, Petershagen-Windheim

Klare Ansage wäre gut

Die EU-Kommission will Ein- und Zwei-Cent-Münzen abschaffen.

"Nach Lesen des Artikels „Psychologie der krummen Preise“ sinniere ich darüber wie viele „harte Euro’s“ Mitarbeiter der EU-Kommission wohl verdienen mit der Beschäftigung dieser Thematik, und wie viel Zeit mag wohl ins Land gehen bis zu einem Entscheid? Grundsätzlich sehe ich die Abschaffung der Kleinstmünzen auch eher vorteilhaft, noch dazu sollte man doch mit Nachbarländern in solcher Hinsicht gleichziehen. Der Aspekt, dass die Prägung dieser Münzen einen hohen Kostenfaktor darstellt, ist sicherlich nicht vom Tisch zu weisen, wobei ich bei einer Abschaffung erwarte, dass die Preise dementsprechend „klar“ angeglichen werden anstatt immer noch die 99 Cent nach dem Komma zu setzen, weil sonst der potentielle Käufer psychologisch nicht ausreichend animiert wird.

Bleibt also zu hoffen, dass die EU-Kommission in der Abwägung nicht von „Höcksken auf Stöcksken“ springt, sondern einfach zeitnah eine klare Ansage macht, angesichts der hohen Kosten für die Prägung der Münzen sowie deren Nutzen im Zahlungsverkehr zukünftig auf diese zu verzichten! Und man verschone uns bitte mit sogenannten „psychologischen Preisen“ – ist doch eigentlich ein ganz einfacher Auftrag! Aber von Pro und Contra einmal ganz abgesehen bewegen wir uns inzwischen auf einem ganz schön “ hohen Ross“ zu behaupten, dass wir die Cents nicht mehr brauchen!

Also ich bücke mich heute noch für einen Cent, der vor meinen Füßen liegt und bei mir machen – nach Adam Riese - 100 Cent nach wie vor ein Euro! Wenn jemandem das viele „Klimpergeld“ im Portemonnaie stört, möge er es doch einem Bedürftigen in den Hut werfen, so sind gleich wieder zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen! Manch Verstorbener aus vorherigen Generationen, die den Pfennig mehr als einmal umdrehen mussten, soll sich wohl im Grabe umdrehen! Lehrten sie uns schließlich „wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“. Ist dieser Sinnspruch tatsächlich so verstaubt? Ich bin damit bis heute stets gut gefahren!"

Marion Kanngiesser, Petershagen-Windheim

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