Bewusste Abzocke Der Parkautomat am Kaiser-Wilhelm-Denkmal gibt zukünftig nur per Kfz-Kennzeichen personalisierte Parkscheine aus. "Bei diesem Bericht gehe ich von bewusster Abzocke des Betreibers der Anlage aus. Seinerzeit war es angeblich aus Kostengründen (oder technischen Gründen) nicht möglich, einen Parkautomaten aufzustellen, der wie z. B. am Johannes-Wesling-Klinikum, eine Parkgebühr nach benutzter Parkzeit abrechnet. Ich war nun in diesem Jahr, nach über einem Jahr nach der Eröffnung, als Mindener im August zum Denkmal hochgefahren. Bewusst an einem Wochentag, morgens in der Frühe um zirka 9 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein. Ich bin dann zum Automaten und habe gesucht, was ich bezahlen sollte. War nichts zu finden! Ich hatte drei Zwei-Euro-Stücke. Also erst einmal rein damit, mal sehen, was passiert. Als ich dann sechs Euro eingeworfen hatte, bekam ich dann den Parkschein für fünf Euro! Ich bekam kein Rückgeld! Ein hoch modernes Gerät wechselt also nicht. Ich bin dann einmal um den Automaten herumgegangen und da sah ich - an der Seite - stand Parkgebühr fünf Euro! Die Angabe habe ich noch bei keinem Parkautomaten an der Seite gesehen, weil ich ja von vorne alles betätigen muss. Also war es so, dass ich schon abgezockt wurde. Also hoch zum Denkmal. Alles schön, gute Fernsicht. Nach Besichtigung der auch gut gelungenen Ausstellung natürlich schön hinsetzen und ein Käffchen trinken. Nicht möglich! Erst gegen Mittag. Was machen Anreisende, die schon zwei Stunden Fahrt hinter sich haben? Die wollen vielleicht vor den Besichtigungen sich setzen und ein Käffchen trinken. Nicht möglich! Ich bin dann gegen 11.30 Uhr wieder zum Parkplatz. Dort stellte der Kiosk-Betreiber gerade seine Stühle richtig hin. Hier wollte ich mich dann aber auch nicht mehr niederlassen. Auf dem Parkplatz stand ein Ehepaar aus Delmenhorst vor dem Automaten und wusste nicht, was bezahlt werden musste. Ich habe darauf hingewiesen, dass hier erwartet wird, einmal um den Automaten herumzulaufen, um an der linken Seite die Parkgebühr zu erkennen. Dann habe ich ein Verbrechen (!) begangen und dem Ehepaar gesagt, kommen Sie mit, ich habe noch zwei Stunden gut und sowieso noch einen Euro zuviel bezahlt. Achtung Parkplatzbetreiber: Ich hatte diesen Platz bezahlt und dem Ehepaar meine bezahlte Zeit geschenkt! Das Ehepaar hat sich sehr gefreut und wollte mir den Rest von zwei Stunden bezahlen. Dieses habe ich abgelehnt und einen schönen Tag an der Porta gewünscht. Wie kann es sein, dass die Parkplatzbetreiber sich beschweren, sie kommen nicht auf Ihre Kosten? Der Platz war doch bezahlt! Hier wird der Parkplatznutzer richtig betrogen. Wenn ich so etwas mache, werde ich bestraft. Nein, es wird voll damit gerechnet, den Platz mindestens drei bis vier Mal am Tag zu belegen. Natürlich überbezahlt! Also ehrlichen Automaten aufstellen, der beim beabsichtigten Verlassen des Parkplatzes die Gebühr anzeigt und alles ist gut. Einfach toll. Leute abzocken und sich auch noch beschweren. Oder muss so ein Gerät noch erfunden werden? Dass der neue Automat nicht technisch in der Lage sein soll, eine Parkzeit nach Benutzerdauer zu berechnen, kann keiner glauben. Es ist ja einstellbar, nur Parkscheine auszugeben, wenn ich meine Autodaten eingebe! Vielleicht kann ein Anwalt hier einmal einen Leserbrief schreiben und die rechtliche Sache dieser Abzocke aufklären. Wenn ich meinen Parkschein wieder verschenke, kommt dann die Polizei? Werde ich bestraft?" Karl Heinz Schulze, Minden

Bewusste Abzocke

Der Parkautomat am Kaiser-Wilhelm-Denkmal gibt zukünftig nur per Kfz-Kennzeichen personalisierte Parkscheine aus.

"Bei diesem Bericht gehe ich von bewusster Abzocke des Betreibers der Anlage aus. Seinerzeit war es angeblich aus Kostengründen (oder technischen Gründen) nicht möglich, einen Parkautomaten aufzustellen, der wie z. B. am Johannes-Wesling-Klinikum, eine Parkgebühr nach benutzter Parkzeit abrechnet.

Ich war nun in diesem Jahr, nach über einem Jahr nach der Eröffnung, als Mindener im August zum Denkmal hochgefahren. Bewusst an einem Wochentag, morgens in der Frühe um zirka 9 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein. Ich bin dann zum Automaten und habe gesucht, was ich bezahlen sollte. War nichts zu finden!

Ich hatte drei Zwei-Euro-Stücke. Also erst einmal rein damit, mal sehen, was passiert. Als ich dann sechs Euro eingeworfen hatte, bekam ich dann den Parkschein für fünf Euro! Ich bekam kein Rückgeld! Ein hoch modernes Gerät wechselt also nicht. Ich bin dann einmal um den Automaten herumgegangen und da sah ich - an der Seite - stand Parkgebühr fünf Euro!

Die Angabe habe ich noch bei keinem Parkautomaten an der Seite gesehen, weil ich ja von vorne alles betätigen muss. Also war es so, dass ich schon abgezockt wurde.

Also hoch zum Denkmal. Alles schön, gute Fernsicht. Nach Besichtigung der auch gut gelungenen Ausstellung natürlich schön hinsetzen und ein Käffchen trinken. Nicht möglich! Erst gegen Mittag. Was machen Anreisende, die schon zwei Stunden Fahrt hinter sich haben? Die wollen vielleicht vor den Besichtigungen sich setzen und ein Käffchen trinken. Nicht möglich!

Ich bin dann gegen 11.30 Uhr wieder zum Parkplatz. Dort stellte der Kiosk-Betreiber gerade seine Stühle richtig hin. Hier wollte ich mich dann aber auch nicht mehr niederlassen. Auf dem Parkplatz stand ein Ehepaar aus Delmenhorst vor dem Automaten und wusste nicht, was bezahlt werden musste.

Ich habe darauf hingewiesen, dass hier erwartet wird, einmal um den Automaten herumzulaufen, um an der linken Seite die Parkgebühr zu erkennen. Dann habe ich ein Verbrechen (!) begangen und dem Ehepaar gesagt, kommen Sie mit, ich habe noch zwei Stunden gut und sowieso noch einen Euro zuviel bezahlt.

Achtung Parkplatzbetreiber: Ich hatte diesen Platz bezahlt und dem Ehepaar meine bezahlte Zeit geschenkt! Das Ehepaar hat sich sehr gefreut und wollte mir den Rest von zwei Stunden bezahlen. Dieses habe ich abgelehnt und einen schönen Tag an der Porta gewünscht. Wie kann es sein, dass die Parkplatzbetreiber sich beschweren, sie kommen nicht auf Ihre Kosten? Der Platz war doch bezahlt! Hier wird der Parkplatznutzer richtig betrogen. Wenn ich so etwas mache, werde ich bestraft. Nein, es wird voll damit gerechnet, den Platz mindestens drei bis vier Mal am Tag zu belegen. Natürlich überbezahlt!

Also ehrlichen Automaten aufstellen, der beim beabsichtigten Verlassen des Parkplatzes die Gebühr anzeigt und alles ist gut. Einfach toll. Leute abzocken und sich auch noch beschweren. Oder muss so ein Gerät noch erfunden werden? Dass der neue Automat nicht technisch in der Lage sein soll, eine Parkzeit nach Benutzerdauer zu berechnen, kann keiner glauben. Es ist ja einstellbar, nur Parkscheine auszugeben, wenn ich meine Autodaten eingebe!

Vielleicht kann ein Anwalt hier einmal einen Leserbrief schreiben und die rechtliche Sache dieser Abzocke aufklären. Wenn ich meinen Parkschein wieder verschenke, kommt dann die Polizei? Werde ich bestraft?"

Karl Heinz Schulze, Minden

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