Bitte mit Humor nehmen

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Um das "Keilstück" des Künstlers Wilfried Hagebölling entbrannte neuerlich eine Diskussion, nachdem der Künstler einen respektvolleren Umgang mit seinem Kunstwerk gefordert hatte.

"Nun mische ich mich auch noch ein in die unendliche Diskussion um das ungeliebte Keilstück auf dem Martinikirchhof. Und möchte Euch zurufen, nehmt es mal mit Humor und nicht alles so bierernst. Zugegeben, wenn das Kunstobjekt auf dem Platz mehr Raum bekäme, den es respektvollerweise haben sollte, (Fahrradständer, weniger Autos), dann könnte auch die Akzeptanz wachsen.

Wir vom Atelier Pfleiderer, wir als Fotografen sahen das seinerzeit sehr entspannt; suchte man doch ständig neue interessante Räume, Kulissen, Architekturen und hier speziell für unsere Brautpaare erweiterten sich die kreativen Möglichkeiten um ein Vielfaches. Es wurde nicht geliebt Hageböllings Kunstwerk. Es gab wüsteste Anfeindungen bis zu kreativen Auseinandersetzungen, humorvoll und höchst amüsant.

Es bildeten sich die sogenannte “Neupreußische Empfindungsgesellschaft”, und die veranstalteten monatlich eine intelligente Aktion rund um das Keilstück in einem der darauffolgenden Jahre. Ich erinnere mich an einen eiskalten Januar mit einer Lesung im Keilstück. Kleiner Ofen und Platz für 12 oder 13 Personen. Darauf im März dann der “ Bauer, der seine Rößlein anspannt “ mit echten Pferden und Wagen und Frühlingsblumen ums Keilstück geschmückt. Das war sowas von genial und fand bedauerlicherweise kein Echo in weiterreichenden Medien. Mit dieser Aktion endete das Ganze.

Sollte der Martinikirchhof doch irgendwann mal umgestaltet werden, so wünsche ich der Kunst ein Überleben..."

Heidi Pfleiderer

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Bitte mit Humor nehmenUm das "Keilstück" des Künstlers Wilfried Hagebölling entbrannte neuerlich eine Diskussion, nachdem der Künstler einen respektvolleren Umgang mit seinem Kunstwerk gefordert hatte. "Nun mische ich mich auch noch ein in die unendliche Diskussion um das ungeliebte Keilstück auf dem Martinikirchhof. Und möchte Euch zurufen, nehmt es mal mit Humor und nicht alles so bierernst. Zugegeben, wenn das Kunstobjekt auf dem Platz mehr Raum bekäme, den es respektvollerweise haben sollte, (Fahrradständer, weniger Autos), dann könnte auch die Akzeptanz wachsen. Wir vom Atelier Pfleiderer, wir als Fotografen sahen das seinerzeit sehr entspannt; suchte man doch ständig neue interessante Räume, Kulissen, Architekturen und hier speziell für unsere Brautpaare erweiterten sich die kreativen Möglichkeiten um ein Vielfaches. Es wurde nicht geliebt Hageböllings Kunstwerk. Es gab wüsteste Anfeindungen bis zu kreativen Auseinandersetzungen, humorvoll und höchst amüsant. Es bildeten sich die sogenannte “Neupreußische Empfindungsgesellschaft”, und die veranstalteten monatlich eine intelligente Aktion rund um das Keilstück in einem der darauffolgenden Jahre. Ich erinnere mich an einen eiskalten Januar mit einer Lesung im Keilstück. Kleiner Ofen und Platz für 12 oder 13 Personen. Darauf im März dann der “ Bauer, der seine Rößlein anspannt “ mit echten Pferden und Wagen und Frühlingsblumen ums Keilstück geschmückt. Das war sowas von genial und fand bedauerlicherweise kein Echo in weiterreichenden Medien. Mit dieser Aktion endete das Ganze. Sollte der Martinikirchhof doch irgendwann mal umgestaltet werden, so wünsche ich der Kunst ein Überleben..." Heidi Pfleiderer