Endlich Carsharing in Minden

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Anfang diesen Jahres ging das Carsharing Angebot an den Start. Das MT berichtete.

"Nachdem ich den Artikel im Mindener Tageblatt mit der Überschrift „Ein Auto für Zwischendurch“ gelesen hatte, hab ich sofort gedacht „na endlich!“. Endlich gibt es jetzt auch hier, im ländlichen Raum, eine einfache Möglichkeit sich ein Auto zu „leihen“. Gerade hier, wo der öffentliche Nahverkehr zu den Nachbarorten ein Abenteuer ist, wo in den Schulzeiten der Stundentakt vorherrscht und in den Ferien nicht rational gedachte Abfahrtzeiten auch die beste Organisation zunichtemacht. Was ich damit meine, liegt damit auf der Hand. Das Auto, ist „hier“ erst einmal nicht wegzudenken. Ich finde Carsharing ist eine gute, wenn nicht die Alternative. Es ist für mich die Zukunft und einer der besten Lösungen den Individualverkehr in Städten und vor allen Dingen auf dem Land. Ich hab also nicht lange nachdenken müssen und es sofort ausprobiert. Flugs hab ich mir die App „MindenGO!“ heruntergeladen und installiert, mich registriert und wie im Zeitungsartikel schon beschrieben, hat ein Drittanbieter meinen Führerschein und meinen Personalausweis per Videokonferenz geprüft und auch für gut befunden. Achtung für diese „Videokonferenz“ muss eine weitere App auf das Handy installiert werden, die danach aber wieder deinstalliert werden kann. Bis hierher funktionierte alles reibungslos.

Ich starte die APP und werde aufgefordert einen Ort auszuwählen, wo ich das Fahrzeug abholen möchte. Habe ich einen ausgewählt, werde ich nach dem Zeitraum gefragt, wann ich das Fahrzeug brauche. Habe ich mich endlich auch hier festgelegt, kann ich ein Fahrzeug auswählen, wobei mir hier der Preis und die Verfügbarkeit angezeigt werden. Ist die Wahl auch hier getroffen, ist die „Bestellung“ fertig, oder besser der Vorgang abgeschlossen und der Wagen steht, so hoffte ich, dann am vereinbarten Datum und Platz zur Verfügung. Die Spannung am nächsten Tag war groß. Ich fuhr mit dem Fahrrad zum vereinbarten Treffpunkt und, was soll ich sagen, der Wagen war da. Jetzt geht das Ausprobieren weiter und ich stelle mich neben den Wagen, starte die APP und starre auf mein Handy. Die Anzeige wechselte zu „Buchungen“ wo ich den Wagen tatsächlich per Bluetooth und PIN Eingabe öffnen konnte. Die App wollte danach von mir Wissen ob mir eventuell vorhandene Schäden vor Antritt der Fahrt an dem Fahrzeug auffallen, die ich mit Hilfe der APP dann eintragen kann und mich vor Regress Ansprüche schützen. Nach meinem „Ausflug“ brachte ich das Fahrzeug wieder an seinem ursprünglichen Standort zurück und konnte es per APP auch wieder verschließen.

Jetzt bin ich mal gespannt auf die Abrechnung, da hier die APP unter „abgeschlossene Fahrten“ nur die Fahrzeit und den Stundentarif ausweist. Alles in allem verlief das Carsharing reibungslos. Die APP hat noch einige „Macken“, wie keine Informationen unter der FAQ-Liste. Auch kann die Hotline nicht angerufen oder ein Problembericht gesendet werden. Trotzdem bin ich von diesem Angebot überzeugt und werde, wenn die Abrechnung stimmt, gern wieder davon Gebrauch machen."

Stephan Frahling, Minden

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Endlich Carsharing in MindenAnfang diesen Jahres ging das Carsharing Angebot an den Start. Das MT berichtete. "Nachdem ich den Artikel im Mindener Tageblatt mit der Überschrift „Ein Auto für Zwischendurch“ gelesen hatte, hab ich sofort gedacht „na endlich!“. Endlich gibt es jetzt auch hier, im ländlichen Raum, eine einfache Möglichkeit sich ein Auto zu „leihen“. Gerade hier, wo der öffentliche Nahverkehr zu den Nachbarorten ein Abenteuer ist, wo in den Schulzeiten der Stundentakt vorherrscht und in den Ferien nicht rational gedachte Abfahrtzeiten auch die beste Organisation zunichtemacht. Was ich damit meine, liegt damit auf der Hand. Das Auto, ist „hier“ erst einmal nicht wegzudenken. Ich finde Carsharing ist eine gute, wenn nicht die Alternative. Es ist für mich die Zukunft und einer der besten Lösungen den Individualverkehr in Städten und vor allen Dingen auf dem Land. Ich hab also nicht lange nachdenken müssen und es sofort ausprobiert. Flugs hab ich mir die App „MindenGO!“ heruntergeladen und installiert, mich registriert und wie im Zeitungsartikel schon beschrieben, hat ein Drittanbieter meinen Führerschein und meinen Personalausweis per Videokonferenz geprüft und auch für gut befunden. Achtung für diese „Videokonferenz“ muss eine weitere App auf das Handy installiert werden, die danach aber wieder deinstalliert werden kann. Bis hierher funktionierte alles reibungslos. Ich starte die APP und werde aufgefordert einen Ort auszuwählen, wo ich das Fahrzeug abholen möchte. Habe ich einen ausgewählt, werde ich nach dem Zeitraum gefragt, wann ich das Fahrzeug brauche. Habe ich mich endlich auch hier festgelegt, kann ich ein Fahrzeug auswählen, wobei mir hier der Preis und die Verfügbarkeit angezeigt werden. Ist die Wahl auch hier getroffen, ist die „Bestellung“ fertig, oder besser der Vorgang abgeschlossen und der Wagen steht, so hoffte ich, dann am vereinbarten Datum und Platz zur Verfügung. Die Spannung am nächsten Tag war groß. Ich fuhr mit dem Fahrrad zum vereinbarten Treffpunkt und, was soll ich sagen, der Wagen war da. Jetzt geht das Ausprobieren weiter und ich stelle mich neben den Wagen, starte die APP und starre auf mein Handy. Die Anzeige wechselte zu „Buchungen“ wo ich den Wagen tatsächlich per Bluetooth und PIN Eingabe öffnen konnte. Die App wollte danach von mir Wissen ob mir eventuell vorhandene Schäden vor Antritt der Fahrt an dem Fahrzeug auffallen, die ich mit Hilfe der APP dann eintragen kann und mich vor Regress Ansprüche schützen. Nach meinem „Ausflug“ brachte ich das Fahrzeug wieder an seinem ursprünglichen Standort zurück und konnte es per APP auch wieder verschließen. Jetzt bin ich mal gespannt auf die Abrechnung, da hier die APP unter „abgeschlossene Fahrten“ nur die Fahrzeit und den Stundentarif ausweist. Alles in allem verlief das Carsharing reibungslos. Die APP hat noch einige „Macken“, wie keine Informationen unter der FAQ-Liste. Auch kann die Hotline nicht angerufen oder ein Problembericht gesendet werden. Trotzdem bin ich von diesem Angebot überzeugt und werde, wenn die Abrechnung stimmt, gern wieder davon Gebrauch machen." Stephan Frahling, Minden