Kein Relikt aus alten Zeiten Chefredakteur Benjamin Piel besuchte im Dezember eine Tridentinische Messe in Minden und schilderte seine Eindrücke. Diese wird nach den Regeln abgehalten, die vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil galten. "Vielen Dank für Ihre Berichterstattung „In nomine Patris“ im MT vom 28. Dezember 2019! Trotz Ihrer negativen, inkompetenten und nicht der Wahrheit entsprechenden Darstellung des Geschehens in der St. Mauritius Kirche, haben Sie vielleicht gerade dadurch einige Leser auf die Messe aller Zeiten aufmerksam gemacht. Auch wenn die heutige Amtskirche (und insbesondere die Deutsche) der Ideologie des Modernismus und nicht Jesus Christus nachfolgt, hat der Herr die Kirche – seinen mystischen Leib – nicht verlassen. Der Beweis dafür ist das Überleben der Tradition, selbst in dem untergegangenen römisch-katholischen Bistum Minden (800-1648). Dank Ihres Artikels wird die Zahl der Messbesucher vielleicht steigen, da viele Gläubige in der heutigen Zeit keine Orientierung mehr haben und diese in der nachkonziliaren katholischen Kirche schon lange nicht mehr finden. Apropos Orientierung kommt von "Orient": Aufgehen der Sonne, des Lichts, Warten auf das Wiederkommen des Herrn: Joh 8,12/ Lk 1,78/ Mt 2,2/ Ps 67,33/ Apg 1,11/ Mt 24,27 etc. Schon das Beten des Priesters und des Volkes ad orientem - ad Dominum ist Ausdruck einer gewissen Höflichkeit Gott gegenüber. Auch unter Menschen gehört es sich, dass man denjenigen anschaut, mit dem man spricht. Ist es nicht selbstverständlich, dass der Priester sich zur Predigt, die er an das Volk richtet, auch dem Volk zuwendet? Das Gebet richtet sich aber nicht an das Volk, sondern ist Erhebung der Seele zu Gott. Deshalb ist es ebenso selbstverständlich, sich zum Gebet und zum Vollzug des eucharistischen Opfers auch äußerlich ganz Gott zuzuwenden. Übrigens hat Kardinal Robert Sarah, Präfekt der römischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenspendung, schon im Mai 2016 alle Priester dazu aufgerufen, ad orientem zu zelebrieren und die heilige Kommunion kniend und als Mundkommunion zu spenden. Minden ist einer von insgesamt 182 Standorten in Deutschland, an denen die Heilige Messe im alten Ritus für Gläubige zugänglich ist und somit alles andere als ein Relikt aus alten Zeiten. Wer sich wirklich mit der Situation in der katholischen Kirche in Deutschland und darüber hinaus befassen möchte und verlässliche Information sucht, kann diese auf [den Internetseiten von pro missa tridentina unter unter katholisches.info] finden. Die Gruppenarbeit und der apostolische Eifer der Katholischen Jugend Bewegung und der Christkönigsjugend zeigen, dass gerade die junge Generation „ein glühendes Verlangen“ nach der tridentinischen Messe, einem intensiven Leben im Glauben und der Bewahrung der Tradition hat, auch wenn dieses bei den meisten unserer progressiv gesinnten Bischöfe nicht besteht beziehungsweise wahrgenommen wird oder werden will. Am Rande möchte ich noch bemerken, dass in unseren heutigen Medien die Pluralität, bunte Vielfalt und vor allem die Sensibilisierung für Akzeptanz Andersgläubiger und Andersdenkender mit Nachdruck eingefordert wird. Da befremdet den Leser doch sehr die offensichtliche Hetze durch den beleidigenden Schreibstil (unter anderem der letzte Satz) gegen die Wahrheiten der Katholischen Kirche, welche das sich als demokratisch, unabhängig, tolerant und glaubwürdig ausgebende Mindener Tageblatt verbreitet." Carina Stangorra, Minden

Kein Relikt aus alten Zeiten

Chefredakteur Benjamin Piel besuchte im Dezember eine Tridentinische Messe in Minden und schilderte seine Eindrücke. Diese wird nach den Regeln abgehalten, die vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil galten.

"Vielen Dank für Ihre Berichterstattung „In nomine Patris“ im MT vom 28. Dezember 2019! Trotz Ihrer negativen, inkompetenten und nicht der Wahrheit entsprechenden Darstellung des Geschehens in der St. Mauritius Kirche, haben Sie vielleicht gerade dadurch einige Leser auf die Messe aller Zeiten aufmerksam gemacht. Auch wenn die heutige Amtskirche (und insbesondere die Deutsche) der Ideologie des Modernismus und nicht Jesus Christus nachfolgt, hat der Herr die Kirche – seinen mystischen Leib – nicht verlassen. Der Beweis dafür ist das Überleben der Tradition, selbst in dem untergegangenen römisch-katholischen Bistum Minden (800-1648). Dank Ihres Artikels wird die Zahl der Messbesucher vielleicht steigen, da viele Gläubige in der heutigen Zeit keine Orientierung mehr haben und diese in der nachkonziliaren katholischen Kirche schon lange nicht mehr finden. Apropos Orientierung kommt von "Orient": Aufgehen der Sonne, des Lichts, Warten auf das Wiederkommen des Herrn: Joh 8,12/ Lk 1,78/ Mt 2,2/ Ps 67,33/ Apg 1,11/ Mt 24,27 etc.

Schon das Beten des Priesters und des Volkes ad orientem - ad Dominum ist Ausdruck einer gewissen Höflichkeit Gott gegenüber. Auch unter Menschen gehört es sich, dass man denjenigen anschaut, mit dem man spricht. Ist es nicht selbstverständlich, dass der Priester sich zur Predigt, die er an das Volk richtet, auch dem Volk zuwendet? Das Gebet richtet sich aber nicht an das Volk, sondern ist Erhebung der Seele zu Gott. Deshalb ist es ebenso selbstverständlich, sich zum Gebet und zum Vollzug des eucharistischen Opfers auch äußerlich ganz Gott zuzuwenden.

Übrigens hat Kardinal Robert Sarah, Präfekt der römischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenspendung, schon im Mai 2016 alle Priester dazu aufgerufen, ad orientem zu zelebrieren und die heilige Kommunion kniend und als Mundkommunion zu spenden. Minden ist einer von insgesamt 182 Standorten in Deutschland, an denen die Heilige Messe im alten Ritus für Gläubige zugänglich ist und somit alles andere als ein Relikt aus alten Zeiten. Wer sich wirklich mit der Situation in der katholischen Kirche in Deutschland und darüber hinaus befassen möchte und verlässliche Information sucht, kann diese auf [den Internetseiten von pro missa tridentina unter unter katholisches.info] finden.

Die Gruppenarbeit und der apostolische Eifer der Katholischen Jugend Bewegung und der Christkönigsjugend zeigen, dass gerade die junge Generation „ein glühendes Verlangen“ nach der tridentinischen Messe, einem intensiven Leben im Glauben und der Bewahrung der Tradition hat, auch wenn dieses bei den meisten unserer progressiv gesinnten Bischöfe nicht besteht beziehungsweise wahrgenommen wird oder werden will.

Am Rande möchte ich noch bemerken, dass in unseren heutigen Medien die Pluralität, bunte Vielfalt und vor allem die Sensibilisierung für Akzeptanz Andersgläubiger und Andersdenkender mit Nachdruck eingefordert wird. Da befremdet den Leser doch sehr die offensichtliche Hetze durch den beleidigenden Schreibstil (unter anderem der letzte Satz) gegen die Wahrheiten der Katholischen Kirche, welche das sich als demokratisch, unabhängig, tolerant und glaubwürdig ausgebende Mindener Tageblatt verbreitet."

Carina Stangorra, Minden

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