Die Sackgassen der Julia Klöckner

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Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hatte sich einen verbesserten Tierschutz auf die Fahnen geschrieben.

"Viel zu wenig hat sich bewegt in den letzten Jahren. Zu viele Probleme wurden zu lange ausgesessen. Fehlende oder falsche Strategie, zu große Konzernnähe und Unentschlossenheit in der "GroKo" in Berlin. Die Bundesregierung kuscht vor einer großen Lobby. Besonders augenfällig ist das in dem Bereich Tierschutz. Nicht nur in Sachen Tierschutz (auch in der Boden- und Agrarförderung) versagt die Bundesregierung kläglich.

Die Koalition wollte bis Mitte der Legislaturperiode das Töten von männlichen Küken beenden. Daraus wurde nichts. Trotz Alternativen und Urteil des Bundesverwaltungsgerichts fehlt ein konkretes Ausstiegsdatum und das Kükentöten geht weiter.

Ebenso hat die Koalition vor der Macht der Schlachtkonzerne kapituliert und die Ausnahmegenehmigung für die betäubungslose Ferkelkastration um zwei Jahre verlängert, trotz des Staatsziels Tierschutz und Alternativen zur chirurgischen Ferkelkastration.

Das ist ebenso inakzeptabel wie die Untätigkeit bei der im Koalitionsvertrag vereinbarten Verkürzung von Tiertransporten auf EU-Ebene. Auch hier ist bisher nichts geschehen. Deutlich zu lange Tiertransporte sind weiterhin an der Tagesordnung auf EU- sowie auf nationaler Ebene, egal ob bei Temperaturen unter 0 oder über 30 Grad Celcius."

Peter Dreier, Minden

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Die Sackgassen der Julia KlöcknerBundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hatte sich einen verbesserten Tierschutz auf die Fahnen geschrieben. "Viel zu wenig hat sich bewegt in den letzten Jahren. Zu viele Probleme wurden zu lange ausgesessen. Fehlende oder falsche Strategie, zu große Konzernnähe und Unentschlossenheit in der "GroKo" in Berlin. Die Bundesregierung kuscht vor einer großen Lobby. Besonders augenfällig ist das in dem Bereich Tierschutz. Nicht nur in Sachen Tierschutz (auch in der Boden- und Agrarförderung) versagt die Bundesregierung kläglich. Die Koalition wollte bis Mitte der Legislaturperiode das Töten von männlichen Küken beenden. Daraus wurde nichts. Trotz Alternativen und Urteil des Bundesverwaltungsgerichts fehlt ein konkretes Ausstiegsdatum und das Kükentöten geht weiter. Ebenso hat die Koalition vor der Macht der Schlachtkonzerne kapituliert und die Ausnahmegenehmigung für die betäubungslose Ferkelkastration um zwei Jahre verlängert, trotz des Staatsziels Tierschutz und Alternativen zur chirurgischen Ferkelkastration. Das ist ebenso inakzeptabel wie die Untätigkeit bei der im Koalitionsvertrag vereinbarten Verkürzung von Tiertransporten auf EU-Ebene. Auch hier ist bisher nichts geschehen. Deutlich zu lange Tiertransporte sind weiterhin an der Tagesordnung auf EU- sowie auf nationaler Ebene, egal ob bei Temperaturen unter 0 oder über 30 Grad Celcius." Peter Dreier, Minden