Auch Radwege sind Aushängeschilder

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Minden trägt den Titel fahrradfreundliche Stadt. Dennoch gibt es scheinbar immer noch gefährliche Stellen für den Radfahrer.

"Im Mai 2019 wurde in einem Artikel im MT mitgeteilt, das es an den Übergängen der Ringstraße in Zukunft rote Radfahrerfurten geben soll. Es wurden in diesem Zusammenhang auch die Radsymbole auf die Straßen gemalt und an den Kreuzungen konnte man sehen, wo in Zukunft die roten Streifen aufgebracht werden sollten. Durch die Piktogramme wurde vielen erst klar, dass sie als Radfahrer auch die Straße nutzen dürfen. Das alles ist inzwischen ein gutes halbes Jahr her. Die Radsymbole beginnen zu verblassen und die gefährlichen Stellen, die durch ein Aufbringen der Symbole entstanden sind, sind noch immer nicht entschärft. Versuchen Sie mal nach der Ringstraße in den Verkehr auf der Königstraße einzufädeln. Besonders morgens, wenn der Schulanreiseverkehr unterwegs ist, kann das extrem gefährlich werden. Außerdem findet man zum Beispiel an der Rodenbecker Straße seither sowohl blaue Schilder, wie auch Piktogramme an derselben Stelle auf beziehungsweise an der Straße. Was gilt dort? Das Schild zwingt einen auf den Radweg, aber das Piktogramm suggeriert, das Fahren auf der Straße sei erlaubt. Sichere Radwege sind ein Aushängeschild für die Stadt, sie betreffen deutlich mehr Menschen als eine Sportarena für eine Bundesligamannschaft und sie würden das Verkehrschaos am morgen deutlich mehr entlasten als ein Ringbus zwischen FH und Bahnhof. Lieber Bürgermeister, liebe Stadtverwaltung, bitte werden Sie endlich aktiv und setzen Sie um was sie angekündigt haben. Die Radwege in Minden sind alles andere als ein Aushängeschild für unsere sonst schöne Stadt."

Markus Gerling, Minden

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Auch Radwege sind AushängeschilderMinden trägt den Titel fahrradfreundliche Stadt. Dennoch gibt es scheinbar immer noch gefährliche Stellen für den Radfahrer. "Im Mai 2019 wurde in einem Artikel im MT mitgeteilt, das es an den Übergängen der Ringstraße in Zukunft rote Radfahrerfurten geben soll. Es wurden in diesem Zusammenhang auch die Radsymbole auf die Straßen gemalt und an den Kreuzungen konnte man sehen, wo in Zukunft die roten Streifen aufgebracht werden sollten. Durch die Piktogramme wurde vielen erst klar, dass sie als Radfahrer auch die Straße nutzen dürfen. Das alles ist inzwischen ein gutes halbes Jahr her. Die Radsymbole beginnen zu verblassen und die gefährlichen Stellen, die durch ein Aufbringen der Symbole entstanden sind, sind noch immer nicht entschärft. Versuchen Sie mal nach der Ringstraße in den Verkehr auf der Königstraße einzufädeln. Besonders morgens, wenn der Schulanreiseverkehr unterwegs ist, kann das extrem gefährlich werden. Außerdem findet man zum Beispiel an der Rodenbecker Straße seither sowohl blaue Schilder, wie auch Piktogramme an derselben Stelle auf beziehungsweise an der Straße. Was gilt dort? Das Schild zwingt einen auf den Radweg, aber das Piktogramm suggeriert, das Fahren auf der Straße sei erlaubt. Sichere Radwege sind ein Aushängeschild für die Stadt, sie betreffen deutlich mehr Menschen als eine Sportarena für eine Bundesligamannschaft und sie würden das Verkehrschaos am morgen deutlich mehr entlasten als ein Ringbus zwischen FH und Bahnhof. Lieber Bürgermeister, liebe Stadtverwaltung, bitte werden Sie endlich aktiv und setzen Sie um was sie angekündigt haben. Die Radwege in Minden sind alles andere als ein Aushängeschild für unsere sonst schöne Stadt." Markus Gerling, Minden