Kein Frieden möglich?

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Die Türkei startete jüngst einen Militäreinsatz in Syrien.

Der türkische Präsident Erdogan nennt die Operation an der syrischen Grenze "Friedensquelle". Unsere Bundeswehrsoldaten sind an vielen Kriegsschauplätzen in der Welt vertreten. Mein Vater war fünf Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft. Spüren wir Menschen wirklich nicht, was wir anderen durch die nicht endenden Kriege antun. Ist kein Frieden möglich? Geht es den Herrschenden immer nur um Macht und Geld? Darf ich hier einmal mit Hilfe einer Strophe des Liedes "Es ist an der Zeit" von Hannes Wader für zwei Minuten zur Besinnung aufrufen:

"Soldat, gingst du gläubig und gern in den Tod?Oder hast du verzweifelt, verbittert, verroht Deinen wirklichen Feind nicht erkannt bis zum Schluss? Ich hoffe, es traf dich ein sauberer Schuss? Oder hat dir ein Geschoss die Glieder zerfetzt Hast du nach deiner Mutter geschrien bis zuletzt Bist du auf deinen Beinstümpfen weitergerannt Und dein Grab, birgt es mehr als ein Bein, eine Hand? Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen So wie sie es mit uns heute immer noch tun. Und du hast ihnen alles gegeben:Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben."

Wolfgang Hoffmeister, Minden

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Kein Frieden möglich?Die Türkei startete jüngst einen Militäreinsatz in Syrien. Der türkische Präsident Erdogan nennt die Operation an der syrischen Grenze "Friedensquelle". Unsere Bundeswehrsoldaten sind an vielen Kriegsschauplätzen in der Welt vertreten. Mein Vater war fünf Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft. Spüren wir Menschen wirklich nicht, was wir anderen durch die nicht endenden Kriege antun. Ist kein Frieden möglich? Geht es den Herrschenden immer nur um Macht und Geld? Darf ich hier einmal mit Hilfe einer Strophe des Liedes "Es ist an der Zeit" von Hannes Wader für zwei Minuten zur Besinnung aufrufen: "Soldat, gingst du gläubig und gern in den Tod?Oder hast du verzweifelt, verbittert, verroht Deinen wirklichen Feind nicht erkannt bis zum Schluss? Ich hoffe, es traf dich ein sauberer Schuss? Oder hat dir ein Geschoss die Glieder zerfetzt Hast du nach deiner Mutter geschrien bis zuletzt Bist du auf deinen Beinstümpfen weitergerannt Und dein Grab, birgt es mehr als ein Bein, eine Hand? Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen So wie sie es mit uns heute immer noch tun. Und du hast ihnen alles gegeben:Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben." Wolfgang Hoffmeister, Minden