Folgen des Asperger-Syndroms

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Das Thema Klimaschutz bewegt die Gemüter; genau wie die Aktivistin Greta Thunberg.

"Zunächst möchte ich meine Wertschätzung für junge Menschen zum Ausdruck bringen, die sich intensiv und aktiv um ein allgemeines positives Umdenken und Handeln bemühen, was dringend notwendige Veränderungen bezüglich des heutigen Klimas nach sich ziehen würde.

Diese Wertschätzung und Anerkennung, die die Einsatzbereitschaft der jungen Frau Greta Thunberg zur Folge hat, kommt jedoch bei genauerer Betrachtung auf einen Punkt, von dem aus man zu einer neuen Beurteilung ihrer Aktivitäten gelangt.

Gelegentlich stören mich ganz allgemein unsachliche und durch wenig Sachkenntnis geprägte Darstellungen von Fakten. Im Fall "Greta Thunberg" muss ich die Journalisten, die darüber berichten, in Schutz nehmen. Hier nämlich irrt die Leserbriefschreiberin, wenn sie behauptet, dass die Journalisten mit unzutreffenden Unterstellungen arbeiten.

Dazu Folgendes: Das Asperger-Syndrom ist oftmals begleitet von emotionaler Gleichgültigkeit beziehungsweise Distanz. Auffällig bei diesen Menschen ist eine Unfähigkeit zu adäquaten Gefühlsäußerungen und eine eigenartige Introvertiertheit. Durch Kontaktstörungen sind diese nicht zum Aufbau tragfähiger Beziehungen in der Lage. Bei fortschreitender Entwicklung des Gesamtbildes ist manchmal ein auffälliges eigenartiges Verhalten zu beobachten, unter anderem im Form von bizarren Gedanken- und Gefühlsäußerungen; Kontaktstörungen und sich aufbauende Tendenz zum sozialen Rückzug sind die Folge.

Menschen mit Asperger-Syndrom sind oft hoch intelligent und besonders liebenswert. Diese Erkenntnis kann ich aus eigener Erfahrung unterstreichen, da mir ein solcher Mensch sehr nah und vertraut ist - und für den ich von Herzen hoffe, dass seine Persönlichkeitsstörungen bei den oben genannten Zeichen bleiben und seinen Lebensweg zukünftig nicht zunehmend belasten."

Renate Osterhage, Minden

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Folgen des Asperger-SyndromsDas Thema Klimaschutz bewegt die Gemüter; genau wie die Aktivistin Greta Thunberg. "Zunächst möchte ich meine Wertschätzung für junge Menschen zum Ausdruck bringen, die sich intensiv und aktiv um ein allgemeines positives Umdenken und Handeln bemühen, was dringend notwendige Veränderungen bezüglich des heutigen Klimas nach sich ziehen würde. Diese Wertschätzung und Anerkennung, die die Einsatzbereitschaft der jungen Frau Greta Thunberg zur Folge hat, kommt jedoch bei genauerer Betrachtung auf einen Punkt, von dem aus man zu einer neuen Beurteilung ihrer Aktivitäten gelangt. Gelegentlich stören mich ganz allgemein unsachliche und durch wenig Sachkenntnis geprägte Darstellungen von Fakten. Im Fall "Greta Thunberg" muss ich die Journalisten, die darüber berichten, in Schutz nehmen. Hier nämlich irrt die Leserbriefschreiberin, wenn sie behauptet, dass die Journalisten mit unzutreffenden Unterstellungen arbeiten. Dazu Folgendes: Das Asperger-Syndrom ist oftmals begleitet von emotionaler Gleichgültigkeit beziehungsweise Distanz. Auffällig bei diesen Menschen ist eine Unfähigkeit zu adäquaten Gefühlsäußerungen und eine eigenartige Introvertiertheit. Durch Kontaktstörungen sind diese nicht zum Aufbau tragfähiger Beziehungen in der Lage. Bei fortschreitender Entwicklung des Gesamtbildes ist manchmal ein auffälliges eigenartiges Verhalten zu beobachten, unter anderem im Form von bizarren Gedanken- und Gefühlsäußerungen; Kontaktstörungen und sich aufbauende Tendenz zum sozialen Rückzug sind die Folge. Menschen mit Asperger-Syndrom sind oft hoch intelligent und besonders liebenswert. Diese Erkenntnis kann ich aus eigener Erfahrung unterstreichen, da mir ein solcher Mensch sehr nah und vertraut ist - und für den ich von Herzen hoffe, dass seine Persönlichkeitsstörungen bei den oben genannten Zeichen bleiben und seinen Lebensweg zukünftig nicht zunehmend belasten." Renate Osterhage, Minden