Nicht vereinbar mit Naturschutz

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Der Verein Witthüs hat kürzlich seine weiteren Pläne zur Wittekindsburg vorgestellt. Das sich neben der Wittekindsburg befindende Gästehaus ist kein Teil davon.

"Eine absolut passende Überschrift zu der misslichen Situation um die Wittekindsburg beziehungsweise das Gästehaus. Dass die juristischen Auseinandersetzung seit Jahren andauern, ist ebenfalls Tatsache, von wem sie jedoch ausgehen, beziehungsweise gegangen sind, wird in dem Artikel offen gelassen, aber mit der dezenten Umschreibung, dass diese von vormaligen und inzwischen auch von dem aktuellen Eigentümer betrieben werden beziehungsweise wurden. Das ist eindeutig falsch und grenzt an üble Nachrede.

Wie konnte der Vereinsvorstand die Burg kaufen, ohne sich über die Rahmenbedingungen für seine Pläne zu informieren. Martin Möller war wohl der Ansicht, dass er mit seinem Verhandlungsgeschick die Probleme in seinem Sinne aufheben könnte. Der Verein hätte das Gästehaus ja kaufen können, wollte es offensichtlich nicht ernsthaft bezahlen, sondern die alten Besitzer mit juristischen Aktivitäten zermürben.

Zu dem neuen Betreiber des Gästehaus ist zu sagen, dass er meines Wissens kein Forstwirt ist, sondern Ranger, da hätte sich der Redakteur vielleicht informieren sollen und nicht auf die Spekulationen auf der Burg vertrauen sollen.

Der besondere Naturraum findet auch in der Vereinssatzung umfangreiche Erläuterungen und Dr. Franke sieht sich genötigt, hierauf nochmal hinzuweisen. Bevor der Verein Witthüs die Burg erwarb, war ihm in all den Jahren nicht aufgefallen, dass „das Gästehaus dort nicht hinpasst“.

Auch sind die grob bekannt gewordenen Pläne des Vereins unter der Regie von Martin Möller und des weiteren Vorstands ebenfalls nicht mit den lyrischen Ausführungen der Vereinssatzung zum Punkt Naturschutz vereinbar. Alle Aktivitäten in der Dämmerung und nachts mittels Lärm und Licht sind für den Wald insgesamt Gift, denn jede Veranstaltung verursacht erheblichen Fahrzeugverkehr zum Beispiel für den Bedarf der Gastronomie, Personal und natürlich der Gäste.

Der angestrebte enge Kontakt des Vereinsvorsitzenden zur Politik ist zu empfehlen, nur die vom Rechtsanwalt Hermann angeführte Kultur des einander Informierens dürfte nicht die Stärke von Herrn Möller sein, wenn man allein die Berichte der letzten zwei Jahre so vor Augen hat."

Heide Horstmann, Hille

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Nicht vereinbar mit NaturschutzDer Verein Witthüs hat kürzlich seine weiteren Pläne zur Wittekindsburg vorgestellt. Das sich neben der Wittekindsburg befindende Gästehaus ist kein Teil davon. "Eine absolut passende Überschrift zu der misslichen Situation um die Wittekindsburg beziehungsweise das Gästehaus. Dass die juristischen Auseinandersetzung seit Jahren andauern, ist ebenfalls Tatsache, von wem sie jedoch ausgehen, beziehungsweise gegangen sind, wird in dem Artikel offen gelassen, aber mit der dezenten Umschreibung, dass diese von vormaligen und inzwischen auch von dem aktuellen Eigentümer betrieben werden beziehungsweise wurden. Das ist eindeutig falsch und grenzt an üble Nachrede. Wie konnte der Vereinsvorstand die Burg kaufen, ohne sich über die Rahmenbedingungen für seine Pläne zu informieren. Martin Möller war wohl der Ansicht, dass er mit seinem Verhandlungsgeschick die Probleme in seinem Sinne aufheben könnte. Der Verein hätte das Gästehaus ja kaufen können, wollte es offensichtlich nicht ernsthaft bezahlen, sondern die alten Besitzer mit juristischen Aktivitäten zermürben. Zu dem neuen Betreiber des Gästehaus ist zu sagen, dass er meines Wissens kein Forstwirt ist, sondern Ranger, da hätte sich der Redakteur vielleicht informieren sollen und nicht auf die Spekulationen auf der Burg vertrauen sollen. Der besondere Naturraum findet auch in der Vereinssatzung umfangreiche Erläuterungen und Dr. Franke sieht sich genötigt, hierauf nochmal hinzuweisen. Bevor der Verein Witthüs die Burg erwarb, war ihm in all den Jahren nicht aufgefallen, dass „das Gästehaus dort nicht hinpasst“. Auch sind die grob bekannt gewordenen Pläne des Vereins unter der Regie von Martin Möller und des weiteren Vorstands ebenfalls nicht mit den lyrischen Ausführungen der Vereinssatzung zum Punkt Naturschutz vereinbar. Alle Aktivitäten in der Dämmerung und nachts mittels Lärm und Licht sind für den Wald insgesamt Gift, denn jede Veranstaltung verursacht erheblichen Fahrzeugverkehr zum Beispiel für den Bedarf der Gastronomie, Personal und natürlich der Gäste. Der angestrebte enge Kontakt des Vereinsvorsitzenden zur Politik ist zu empfehlen, nur die vom Rechtsanwalt Hermann angeführte Kultur des einander Informierens dürfte nicht die Stärke von Herrn Möller sein, wenn man allein die Berichte der letzten zwei Jahre so vor Augen hat." Heide Horstmann, Hille