Noch nicht genug

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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner plant Tiertransporte bei Hitze zu verbieten und Bußgelder wegen Tierquälerei einzuführen.

"Es ist ja lobenswert, daß Frau Klöckner Tiertransporte bei mehr als 30 Grad Hitze bestrafen will. Im Klartext heißt das, dass bei 29 oder 29,5 Grad Hitze weiterhin Tierquälereien in zu engen Transportboxen, die zudem zu wenig belüftet sind, durchgeführt werden. Wo liegt der Unterschied zwischen 30 und 29 Grad? Das mag Frau Klöckner einmal erklären. Sie selbst wird sicher nicht in einem überhitztem Innenraum ihres Autos fahren wollen. Klimaanlage ist angesagt. Das gleiche sollte auch für Tiertransporte gelten; höchstens 22 Grad Wärme bei ausreichend Platz für die Tiere und ordentliche Belüftung.

Außerdem sollten Tiertransporte über eine Entfernung von mehr als 50 Kilometer nicht durchgeführt werden. Das ist machbar, denn Erzeuger und Schlachthöfe liegen in Deutschland sehr eng bei einander. Über 22 Grad Hitze und mehr als 50 Kilometer ist Tierquälerei. Darüber sollte Frau Klöckner einmal nachdenken."

Rainer Nobbe, Minden

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Noch nicht genugBundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner plant Tiertransporte bei Hitze zu verbieten und Bußgelder wegen Tierquälerei einzuführen. "Es ist ja lobenswert, daß Frau Klöckner Tiertransporte bei mehr als 30 Grad Hitze bestrafen will. Im Klartext heißt das, dass bei 29 oder 29,5 Grad Hitze weiterhin Tierquälereien in zu engen Transportboxen, die zudem zu wenig belüftet sind, durchgeführt werden. Wo liegt der Unterschied zwischen 30 und 29 Grad? Das mag Frau Klöckner einmal erklären. Sie selbst wird sicher nicht in einem überhitztem Innenraum ihres Autos fahren wollen. Klimaanlage ist angesagt. Das gleiche sollte auch für Tiertransporte gelten; höchstens 22 Grad Wärme bei ausreichend Platz für die Tiere und ordentliche Belüftung. Außerdem sollten Tiertransporte über eine Entfernung von mehr als 50 Kilometer nicht durchgeführt werden. Das ist machbar, denn Erzeuger und Schlachthöfe liegen in Deutschland sehr eng bei einander. Über 22 Grad Hitze und mehr als 50 Kilometer ist Tierquälerei. Darüber sollte Frau Klöckner einmal nachdenken." Rainer Nobbe, Minden