Obacht auch beim Radfahren

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Ein Rentner übersah auf einem Radweg einen Poller und verklagte die Stadt Porta Westfalica auf Schmerzensgeld. Das MT berichtete mehrfach über das Verfahren.

"Die Diskussion zu obigem Fahrradunfall am Drachenfliegerlandeplatz scheint ja nicht totzukriegen zu sein. Wie viele Leser bin auch ich passionierter Radler, dazu vom ADFC ausgebildeter Tourenleiter.

Der Unfallbereich des dortigen Weserradweges zeichnet sich durch einen S-kurvigen Verlauf aus. Darüber hinaus ist er nicht besonders breit. In solchen Bereichen ist es erforderlich, strikt die rechte Wegeseite zu benutzen, um Begegnungskollisionen zu vermeiden. Darüber hinaus ist es auch beim Radfahren empfehlenswert, nach vorn zu schauen. All das ist nicht nur beim Radfahren unverzichtbar. Wer sich so verhält, der kann mit dem dortigen Poller überhaupt nicht kollidieren. Anderenfalls riskiert er Kopf und Kragen, beziehungsweise er steigt besser nicht auf ein Fahrrad.

Sicher sind diese Dinger nicht ungefährliche Hindernisse. Aber sie sollen ja auch Radwege vor unberechtigter Benutzung durch Autos abschirmen. Und wie sieht es mit den Gefahren an Kreuzungen von Radwegen mit Straßen aus? Wer als Radler auch dort vor sich hin döst, der kollidiert dort plötzlich mit einem Auto, was er nicht unbedingt überleben wird.

Besonders gefährlich ist ansonsten das Radfahren in Gruppen. Da fährt man gern nebeneinander und unterhält sich dabei. Da gilt dann Alarmstufe ROT für die Beteiligten und auch für Entgegenkommende!"

Dr Alf Domeier, Minden

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Obacht auch beim RadfahrenEin Rentner übersah auf einem Radweg einen Poller und verklagte die Stadt Porta Westfalica auf Schmerzensgeld. Das MT berichtete mehrfach über das Verfahren. "Die Diskussion zu obigem Fahrradunfall am Drachenfliegerlandeplatz scheint ja nicht totzukriegen zu sein. Wie viele Leser bin auch ich passionierter Radler, dazu vom ADFC ausgebildeter Tourenleiter. Der Unfallbereich des dortigen Weserradweges zeichnet sich durch einen S-kurvigen Verlauf aus. Darüber hinaus ist er nicht besonders breit. In solchen Bereichen ist es erforderlich, strikt die rechte Wegeseite zu benutzen, um Begegnungskollisionen zu vermeiden. Darüber hinaus ist es auch beim Radfahren empfehlenswert, nach vorn zu schauen. All das ist nicht nur beim Radfahren unverzichtbar. Wer sich so verhält, der kann mit dem dortigen Poller überhaupt nicht kollidieren. Anderenfalls riskiert er Kopf und Kragen, beziehungsweise er steigt besser nicht auf ein Fahrrad. Sicher sind diese Dinger nicht ungefährliche Hindernisse. Aber sie sollen ja auch Radwege vor unberechtigter Benutzung durch Autos abschirmen. Und wie sieht es mit den Gefahren an Kreuzungen von Radwegen mit Straßen aus? Wer als Radler auch dort vor sich hin döst, der kollidiert dort plötzlich mit einem Auto, was er nicht unbedingt überleben wird. Besonders gefährlich ist ansonsten das Radfahren in Gruppen. Da fährt man gern nebeneinander und unterhält sich dabei. Da gilt dann Alarmstufe ROT für die Beteiligten und auch für Entgegenkommende!" Dr Alf Domeier, Minden