Kunstwerke brauchen einen Raum

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Letzten Samstag gab es in Minden die Lange Nacht der Kultur.

"Bei uns in Minden wird ja immer gerne behauptet, dass hier nichts los sei. Wer das für den letzten Samstag auch als zutreffend ansieht, der war entweder verreist oder hat seine Wohnung nicht verlassen.

Ab 18 Uhr gab es ein breites Spektrum an Musik, Theater, Literatur und bildender Kunst. Es freut mich, dass viele auch mal dort waren, wo ich sie eher selten sehe. Das BÜZ war gut besucht, das Hansehaus und der Jazz Club tobten. Grandiose Kunst wurde im Weserhafen, in der Simeoniskirche und an der Wand der Juxbude geboten. Ich erwähne hier nur das, was mich selbst am meisten beeindruckt hat.

Musik, Literatur und Theatererlebnisse können an den uns bekannten Orten jederzeit bei Angebot genossen werden.Vielleicht können sich die Vereinsvorstände und Geschäftsführer der Vereine, der ich auch angehöre, hier auch noch preislich bewegen. (Vorausgesetzt, das Angebot wird genutzt oder, besser noch, wir steigern die Zahl der Mitglieder dort. Also: Mitglied bleiben oder werden.)
Da ich selbst kunstinteressiert bin, bedauere ich es, dass wir dann im Nachgang für die Kunstwerke keinen Raum haben, um sie weiterhin zu betrachten und zu genießen. Vorübergehend schon für kurze Zeit. So finden Kunstausstellungen im Museum statt oder im Gerichtszentrum. Dort wird auch Kunstkursen der Mindener Schulen eine Möglichkeit geboten, ihre Werke zu zeigen. Das Fachwerk vermietet Ateliers und im Bereich der Ausstellungsmöglichkeiten für Schulen wird sich dort bald etwas tun.
Aber Minden braucht eine dauerhafte Möglichkeit, auszustellen. Ja, ich denke an ein Kunstmuseum.
Zwischen Sprengel und Marta ist noch Platz. Wir schaffen das schon, wenn wir die Lebensfreude erhalten, die wir am Samstag gespürt haben."

Andreas Möhring, Minden

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Kunstwerke brauchen einen RaumLetzten Samstag gab es in Minden die Lange Nacht der Kultur."Bei uns in Minden wird ja immer gerne behauptet, dass hier nichts los sei. Wer das für den letzten Samstag auch als zutreffend ansieht, der war entweder verreist oder hat seine Wohnung nicht verlassen.Ab 18 Uhr gab es ein breites Spektrum an Musik, Theater, Literatur und bildender Kunst. Es freut mich, dass viele auch mal dort waren, wo ich sie eher selten sehe. Das BÜZ war gut besucht, das Hansehaus und der Jazz Club tobten. Grandiose Kunst wurde im Weserhafen, in der Simeoniskirche und an der Wand der Juxbude geboten. Ich erwähne hier nur das, was mich selbst am meisten beeindruckt hat.Musik, Literatur und Theatererlebnisse können an den uns bekannten Orten jederzeit bei Angebot genossen werden.Vielleicht können sich die Vereinsvorstände und Geschäftsführer der Vereine, der ich auch angehöre, hier auch noch preislich bewegen. (Vorausgesetzt, das Angebot wird genutzt oder, besser noch, wir steigern die Zahl der Mitglieder dort. Also: Mitglied bleiben oder werden.)Da ich selbst kunstinteressiert bin, bedauere ich es, dass wir dann im Nachgang für die Kunstwerke keinen Raum haben, um sie weiterhin zu betrachten und zu genießen. Vorübergehend schon für kurze Zeit. So finden Kunstausstellungen im Museum statt oder im Gerichtszentrum. Dort wird auch Kunstkursen der Mindener Schulen eine Möglichkeit geboten, ihre Werke zu zeigen. Das Fachwerk vermietet Ateliers und im Bereich der Ausstellungsmöglichkeiten für Schulen wird sich dort bald etwas tun.Aber Minden braucht eine dauerhafte Möglichkeit, auszustellen. Ja, ich denke an ein Kunstmuseum.Zwischen Sprengel und Marta ist noch Platz. Wir schaffen das schon, wenn wir die Lebensfreude erhalten, die wir am Samstag gespürt haben."Andreas Möhring, Minden