Leiden in abgeschwächter Form

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Vor kurzem erschien im Spiegel ein Bericht über die "Nazistollen" in Porta Westfalica. Der Titel: Schande einer Stadt.

Über den Artikel im Spiegel "Schande einer Stadt" kann man verschiedener Meinung sein. Sehr gut geschildert waren aber die unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Häftlinge im Stollen arbeiten mussten. Nach der Eröffnung des Dokumentationszentrums am Kaiser Wilhelm Denkmal gab es ein ein Video, welches die Besucher über das Leben in Preußen und speziell in der Region informieren sollte. Sehr kurz angemerkt wurde die Arbeit der Häftlinge, allerdings in sehr abgeschwächter Form ohne die unsäglichen Strapazen zu erwähnen. Der Gedenkstättenverein Porta Westfalica sorgte dafür , dass dieser Text entsprechend geändert wurde. Es scheint immer noch so zu sein, dass man Menschen nicht aufschrecken will.

Irmingard Rachfall, Porta Westfalica

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Leiden in abgeschwächter FormVor kurzem erschien im Spiegel ein Bericht über die "Nazistollen" in Porta Westfalica. Der Titel: Schande einer Stadt. Über den Artikel im Spiegel "Schande einer Stadt" kann man verschiedener Meinung sein. Sehr gut geschildert waren aber die unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Häftlinge im Stollen arbeiten mussten. Nach der Eröffnung des Dokumentationszentrums am Kaiser Wilhelm Denkmal gab es ein ein Video, welches die Besucher über das Leben in Preußen und speziell in der Region informieren sollte. Sehr kurz angemerkt wurde die Arbeit der Häftlinge, allerdings in sehr abgeschwächter Form ohne die unsäglichen Strapazen zu erwähnen. Der Gedenkstättenverein Porta Westfalica sorgte dafür , dass dieser Text entsprechend geändert wurde. Es scheint immer noch so zu sein, dass man Menschen nicht aufschrecken will. Irmingard Rachfall, Porta Westfalica