Relativierung von Rassismus ist Rassismus!

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Die Aussagen von Clemens Tönnies sorgen für Diskussionen auch in der Leserschaft des MTs.

Bezugnehmend auf den Leserbrief im MT „Wortwahl daneben, inhaltlich richtig“ möchte ich den Schreiber darauf hinweisen, dass Herr Tönnies in seiner Aussage mitnichten neutral und reflektiert den Bevölkerungswachstum Afrikas kritisch benannt hat. Er hat behauptet, dass „die Afrikaner aufhören“ würden, „wenn´s dunkel ist, Kinder zu produzieren“, wenn Afrika Kraftwerke finanziert bekäme.

Ich zitiere diese unsägliche Aussage deshalb fast wörtlich, damit eindeutig klar wird, dass der Leserbriefschreiber eine rassistische Aussage wissentlich verharmlost und relativiert. Alleine bereits die Verallgemeinerung „die Afrikaner“ ist diskriminierend. Das im Zusammenhang mit einer eindeutig sexistischen und herabwürdigenden anschließenden Behauptung ist rassistisch per Definition des Begriffes Rassismus.

Ich finde es erschreckend, dass es in Deutschland wieder so weit ist, dass

a) solche Aussagen wie die von Herrn Tönnies öffentlich folgenlos getätigt werden können

b) es genügend stumpfe Menschen gibt, die diese Aussagen beklatschen und relativieren

c) Sie sich als Zeitung nicht schämen, so etwas auch noch zu veröffentlichen – zumal Herr de Groot des Öfteren bereits die Bühne des öffentlichen Leserbriefes mit wirklich fragwürdigen Formulierungen nutzen durfte – und das trotz der vom MT formulierten Regeln für Leserbriefe, die sich gegen rassistische Inhalte verwehren.

Relativierung von Rassismus ist Rassismus!

Sonja Eberhardt, Minden

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Relativierung von Rassismus ist Rassismus!Die Aussagen von Clemens Tönnies sorgen für Diskussionen auch in der Leserschaft des MTs. Bezugnehmend auf den Leserbrief im MT „Wortwahl daneben, inhaltlich richtig“ möchte ich den Schreiber darauf hinweisen, dass Herr Tönnies in seiner Aussage mitnichten neutral und reflektiert den Bevölkerungswachstum Afrikas kritisch benannt hat. Er hat behauptet, dass „die Afrikaner aufhören“ würden, „wenn´s dunkel ist, Kinder zu produzieren“, wenn Afrika Kraftwerke finanziert bekäme. Ich zitiere diese unsägliche Aussage deshalb fast wörtlich, damit eindeutig klar wird, dass der Leserbriefschreiber eine rassistische Aussage wissentlich verharmlost und relativiert. Alleine bereits die Verallgemeinerung „die Afrikaner“ ist diskriminierend. Das im Zusammenhang mit einer eindeutig sexistischen und herabwürdigenden anschließenden Behauptung ist rassistisch per Definition des Begriffes Rassismus. Ich finde es erschreckend, dass es in Deutschland wieder so weit ist, dass a) solche Aussagen wie die von Herrn Tönnies öffentlich folgenlos getätigt werden können b) es genügend stumpfe Menschen gibt, die diese Aussagen beklatschen und relativieren c) Sie sich als Zeitung nicht schämen, so etwas auch noch zu veröffentlichen – zumal Herr de Groot des Öfteren bereits die Bühne des öffentlichen Leserbriefes mit wirklich fragwürdigen Formulierungen nutzen durfte – und das trotz der vom MT formulierten Regeln für Leserbriefe, die sich gegen rassistische Inhalte verwehren. Relativierung von Rassismus ist Rassismus! Sonja Eberhardt, Minden